HANNOVER. Die Pressemitteilung des Kirchenkreises spricht von einem „Leuchtturmprojekt“. Jedenfalls stellt die ev.-luth. Kirchengemeinde der Döhrener Auferstehungskirche an der Helmstedter Straße nun die Weichen für eine nachhaltig Energiewirtschaft. Unter dem Titel „„Zukunftsinitiative Auferstehungskirche“ startet die Gemeinde ein umfassendes Sanierungsprojekt. Zuerst soll das über 60 Jahre alte Gemeindehaus energetisch fit für die Zukunft gemacht werden.
Im Sommer 2026 soll es beginnen. Die veraltete Ölheizung wird durch eine moderne Wärmepumpe ersetzt; parallel dazu erhält das Dach des Gebäudes eine sehr gute Dämmung und ein innovatives Photovoltaik-Gründach. „Mit Gesamtkosten von rund 465.000 € ist dies eine der bedeutendsten Investitionen der Gemeinde in den letzten Jahrzehnten“, heißt es in der Presseveröffentlichung des Kirchenkreises.
Das Bauvorhaben wird mit über 98.000 € aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und durch das Land Niedersachsen gefördert. Bei den hohen Gesamtkosten reicht das natürlich nicht aus. Pastor Dr. Michael Wohlers zeigt sich dankbar für das bürgerschaftliche Engagement aus der Gemeinde.: „Bis Mitte Januar sind bereits rund 12.000 € an Spenden eingegangen. Das sichert uns die notwendigen Eigenmittel, um die Fördergelder überhaupt abrufen zu können.“ Auch langfristig hofft die Gemeinde auf eine weiter bestehende Spendenbereitschaft. Dr. Wohlers: „Jeder Beitrag hilft uns, dieses ‚dicke Brett‘ der Sanierung zu bohren. Jede Unterstützung wirkt – zu 100% hier direkt vor Ort!“
„Unsere Gebäude sind Orte der Begegnung, belasten aber aktuell das Klima und den Haushalt“, so Dr. Wohlers weiter. „Wir wollen zeigen, dass der ökologische Umbau auch im Bestand gelingt und wir ganz konkret unseren Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leisten.“
Technisch setzt das Projekt auf Synergieeffekte, wie die Baubeauftragte und Architektin Marion Knauer erklärt: „Ein Gründach kombiniert mit Photovoltaik ist eine Win-win-Situation. Die Pflanzen kühlen die Umgebung, was den Wirkungsgrad der PV-Module an heißen Tagen steigert. Gleichzeitig fördern wir die Biodiversität im städtischen Raum.“
