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Velo-Route 8: Nun liegen die Zahlen vor – Die Juni-Sitzung des Bezirksrates Döhren-Wülfel

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HANNOVER. Lange hat der Bezirksrat Döhren-Wülfel warten müssen, hat immer wieder gedrängelt. Nun gab die Stadtverwaltung in der Juni-Sitzung der Bürgervertretung am gestrigen Donnerstagabend (11. Juni) die Ergebnisse der Verkehrszählung zur Velo-Route 8 bekannt.Wie nicht anders zu erwarten, schlägt die Stadt vor, die bislang nur versuchsweise eingeführten Maßnahme zu bestätigen. „Dabei hat es unterm Strich nichts gebracht“, bemerkte ein Bezirksratsherr, der Kfz-Verkehr sei gleich geblieben.

Lediglich der südliche Teil der Wiehbergstraße ist nach den vorgestellten Zahlen vom Autoverkehr entlastet. Die Kraftfahrzeuge sind allerdings nicht verschwunden, sondern ihre Fahrer wählen nunmehr den Weg durch die Neckar- und besonders durch die Bothmerstraße. Bis aufgrund dieser Verkehrserhebung ein Gesamtverkehrskonzept vorgelegt werden kann, wird es dauern, sagte Sabine Kniep vom Fachbereich Tiefbau. Bezirksbürgermeister Wilhelm Lindenberg drängte darauf, dass nach der Sommerpause zumindest Pläne für die Bothmer- und Neckarstraße vorgelegt werden, um die dortigen Anwohner zu entlasten.

Einstimmig winkte der Bezirksrat daneben den Vorschlag der Stadtverwaltung durch, in der Kita Brückstraße (Träger ist die ev.-luth. St. Petri-Gemeinde) eine integrative Kindergartengruppe in eine reguläre Kindergartengruppe „umzustrukturieren“.

Probleme im Kinderhaus St. Petri in Querstraße waren Gegenstand in der Bürgerfragestunde.Nachdem sich die Eltern bis November vorigen Jahres zwischen einem Hort und einer Nachmittagsbetreuung in einer Ganztagsschule entscheiden mussten, hieß es nun im Mai plötzlich, der Hort in der Querstraße werde von der Stadt nicht mehr gefördert, weil eine Anmeldung zu wenig erfolgt sei. Die betroffenen Eltern waren entsetzt. „Bereits im Jahr 2009 ist vom Rat beschlossen worden, dass der Ausbau des „Ganztags“ prioritär zu betrachten ist. So geht in bestehenden Horten außerhalb von Schulstandorten mit Zunahme der Ganztagsgrundschule das Nachfrageverhalten zurück. Sofern eine Hortgruppe keine ausreichende Belegung mehr erzielt, wird diese entweder aufgegeben oder umgewandelt. Diesem Umstand folgend, können seit Jahren für alle im Stadtgebiet befindlichen Horteinrichtungen Betreuungsverträge für maximal ein Jahr geschlossen werden. Die Weiterfinanzierung von Horten erfolgte bzw. erfolgt daher nicht automatisch. Eine Belegung von mindestens 95% ist über alle Betreuungsformen bereits seit Beginn der 1990er Jahre grundsätzlich vorgesehen. Deren Anwendung erfolgt hier bei Unterbelegung, wenn die im jeweiligen Einzugsbereich vorhandenen Ganztagsgrundschulen über ausreichend Kapazitäten verfügen“, heißt es dazu in einer den Bezirksratsmitgliedern vorliegenden Stellungnahme aus dem Rathaus. Und: „Im Stadtbezirk Döhren-Wülfel in ausreichendem Umfang „Ganztag-Kapazitäten“ zur Verfügung.“

Ob der vom Rat der Stadt beschlossene Abbau von Hortangeboten zu Gunsten von Ganztagsangeboten in Schulen wirklich immer das Gelbe vom Ei ist, könnte fraglich sein. Denn ein Elternvertreter der Kita wies daraufhin, dass in der Querstraße sieben Kinder aus einer Förderschule kommen und eine besondere Betreuung benötigten, die wohl im Rahmen eines Nachmittagsangebot an den Schulen im Stadtbezirk so nicht gewährleistet werden kann. Wie auch immer. Jedenfalls bat der Vater darum, dass im nächsten Jahr rechtzeitig den Eltern mitgeteilt werden solle, wenn wieder eine Hortgruppe schließen muss.

Noch einmal um Radfahrer ging es in einem Antrag der SPD. Fußgänger im Bereich der Leineinsel/ Döhrener Mühle sehen sich durch Radler gefährdet. „Die bestehende Verkehrsführung führt seit Jahren regelmäßig zu Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern“, heißt es in dem Antrag. Rainer Ziske (SPD): „Der überwiegende Teil der Radfahrer nimmt den vorgesehenen Weg über die Brücke Am Leinewehr/ Am Brückenhaus nicht in Anspruch, sondern fährt intuitiv geradeaus auf dem in diesem Abschnitt nur für Fußgänger zugelassenen Weg „Döhrener Mühle“ weiter. Nach Wahrnehmung vor Ort hat sich der Umgangston zuletzt deutlich verschärft; es kommt zunehmend zu aggressivem Verhalten und verbalen Bedrohungen gegenüber Fußgängern.“ Einstimmig folgte daraufhin der Bezirksrat dem Antrag, die Verwaltung aufzufordern, dem Bezirksrat Maßnahmen vorzuschlagen um die bestehende Führung von Fuß- und Radverkehr an der stark frequentierten Überwegung Döhrener Mühle/ Am Leinewehr baulich und intuitiv deutlich voneinander zu trennen.“

Ebenfalls geschlossen votierten die Ortspolitiker für die CDU-Anträge, Schlaglöcher in der Straße Hoher Weg und die Fahrbahnschäden auf dem Fahrradweg im Bereich der Haltestelle Lerchenfeldstraße auszubessern. Der Antrag der Grünen, ein am Rübezahlplatz aufzustellen, fand ebenfalls die uneingeschränkte Zustimmung des Bezirksrates. Parklets sind, so die Grünen, „Stadtmöbel, die Orte der Begegnung und des Austausches ermöglichen, aber auch zum ruhigen Verweilen einladen.2 Zuvor hatte der Bezirksrat zudem einen interfraktionellen Antrag beschlossen, in dem die Verwaltung gebeten wird, „im neu sanierten Wohnkomplex im Wülferoder Weg wieder einen Kinder- und Jugendtreff einzurichten.“

Eine ganze Reihe von Zuhörern waren wegen zwei Anfragen, einer gemeinsame von CDU/SPD und eine von den Grünen, zur Situation in den Kleingärten am Wülfeler Teich gekommen. Sie beklagten, dass der private Grundeigentümer ihre Pachtverträge gekündigt habe. Doch die Stadt konnte die Fragen des Bezirksrates an diesem Abend noch nicht beantworten und vertröstete die Politiker und die Zuschauer auf eine spätere schriftliche Stellungnahme. Letztendlich wird der Bezirksrat wahrscheinlich den Kleingärtnern auch kaum helfen können, geht es doch um einen privaten Rechtsstreit zwischen Verpächter und den Pächtern.

Eine erfreuliche Nachricht hatte demgegenüber Stadtplaner Konrad Voges für die Anwohner in der Wolfenbütteler Straße, die sich gegen dieNeubaupläne von EDEKA wehren. Das Unternehmen hat in einem Schreiben an die Stadt Entgegenkommen signalisiert. Unter anderem werde geprüft, ob der Neubau im nördlichen Bereich niedriger ausfallen und eine Anlieferung über die Peiner Straße erfolgen kann.

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Kinderhaus St. Petri – weil ein Kind zu wenig angemeldet wurde, muss der Hort schließen
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Die Kita Brückstraße wird umstrukturiert.
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