Reihe: Ein Haus, das einen Namen trägt
HANNOVER. Am Thielenplatz Ecke Prinzenstraße in Hannover-Mitte steht das Kaiserhaus (Prinzenstraße 1). Errichtet wurde das Gebäude von dem Bauunternehmer Max Küster nach Entwürfen des Architekten Alfred Sasse in den Jahren 1903 und 1904. Die Inschrift über einem Hauseingang nennt allerdings die Jahreszahl 1902. Ursprünglich trug das Kaiserhaus eine reich ausgestaltete Dachlandschaft in den Formen deutscher Spätrenaissance nach hannoverschen Vorbildern. Sie wurde nach 1945 durch ein schlichtes fünftes Obergeschoss ersetzt. In den ursprünglich als Wohnungen konzipierten Etagen befinden sich heute Büroräume. Hinter den zum Thielenplatz ausgerichteten Arkaden befindet sich im Erdgeschoss eine Gaststätte: die „Bayrische Botschaft im Paulaner“. Über dem ersten Obergeschoss des Gebäudes zieht sich ein Fries mit einem schon etwas verwitterten Relief mit den Porträtmedaillons der deutschen Kaiser Karl der Große, Otto der Erste, Heinrich der Erste und Wilhelm der Große und der Abbildung des Reichsadlers. Außerdem zeigt das Relief eine Darstellung des Doms zu Aachen und des Reichtagsgebäudes.