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Mittwoch, Januar 21, 2026

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Apache 207 hebt ab in Hannover mit Feder Airlines

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Apache 207 auf Arena Tour 2026/2026 in der ZAG Arena in Hannover am 18.01.2026 © Ulrich Stamm

Grandioser Auftakt von vier ausverkauften Konzertabenden in der ZAG Arena

Am Sonntag Abend (18.Januar 2026) hat Hannover einen dieser Arena-Abende erlebt, bei denen man schon vor der ersten Minute merkt: Das ist nicht „nur“ ein Konzert, das ist ein Statement.

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Apache 207 auf Arena Tour 2026/2026 in der ZAG Arena in Hannover am 18.01.2026 © Ulrich Stamm

Apache 207 eröffnete in der ZAG Arena den ersten von vier ausverkauften Hannover-Terminen – ein Konzertblock, der in der Stadt insgesamt auf rund 50.000 Besucher hinausläuft.  Der Auftakt war ein 2,5-stündiges Spektakel, das vor allem optisch neue Maßstäbe setzt: Bühne und Lichtshow wirkten nicht wie Begleitung zur Musik, sondern wie ein eigenständiges, präzise choreografiertes Erlebnis.

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Apache 207 auf Arena Tour 2026/2026 in der ZAG Arena in Hannover am 18.01.2026 © Ulrich Stamm

Der zentrale Grund dafür steht mitten in der Halle – im wahrsten Sinne. Apache 207 spielt diese Tour mit einer Center-Stage, also einer Bühne, die mittig in der Arena platziert ist und damit Nähe in alle Richtungen schafft. Dieses Konzept ist Teil der offiziellen Touranlage: Die Bühne steht „mitten in der Halle, ganz nah am Publikum“, Technik und Bühnenbild wurden über lange Zeit geplant und mit großer Crew umgesetzt.  In Hannover wird aus dieser Idee ein echter Wow-Moment, weil die Center-Stage nicht abstrakt bleibt, sondern als riesiges Objekt inszeniert wird: ein weißer Düsenjet, der sich zum Konzert hin öffnet und eine Bühne auf drei Ebenen und über die Tragflächen hinweg freigibt.

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Apache 207 auf Arena Tour 2026/2026 in der ZAG Arena in Hannover am 18.01.2026 © Ulrich Stamm

Das Bühnenbild wirkt wie eine Mischung aus Filmkulisse, High-End-Design und augenzwinkerndem Markenuniversum. Andere Tourproduktionen arbeiten mit LED-Wänden, Pyro und Laufstegen – Apache 207 stellt ein Flugzeug ins Zentrum und macht daraus ein bespielbares Set. Medien hatten das Motiv im Vorfeld bereits als „Jet als Bühne“ angekündigt.  In Hannover sieht man dann, warum das mehr ist als ein PR-Satz: Der Jet ist nicht Dekoration, sondern Spielfläche. Er bietet Höhe, Tiefe, Perspektiven – und er erlaubt eine Regie, die den Raum dreidimensional nutzt. Für die 12.000 Fans in der Arena (und für die nächsten drei ausverkauften Abende) ist das der entscheidende Unterschied: Man schaut nicht auf eine weit entfernte Bühne, man erlebt einen Mittelpunkt, der permanent „arbeitet“.

Die Lichtshow ist dabei der zweite Hauptdarsteller. Sie ist nicht nur hell und laut, sondern intelligent gesetzt: mal kalt und futuristisch, mal warm und weich, mal als harte Kante, mal als fließender Sog, der die Halle in Bewegung bringt. Der Jet wird zur Projektionsfläche, die Ebenen werden zu Lichtkorridoren, und immer wieder entstehen diese Momente, in denen man spürt, wie exakt Musik und Visuals zusammen gedacht sind. Dass diese Produktion logistisch groß ist, überrascht nicht: Laut Pressemappe des Künstlers wurden Bühne und Technik über ein Jahr geplant und bei jedem Termin mit großer Crew realisiert – in Hannover wirkt es so, als wäre jede Sekunde dieser Planung auf der Bühne sichtbar.

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Apache 207 auf Arena Tour 2026/2026 in der ZAG Arena in Hannover am 18.01.2026 © Ulrich Stamm

Auch Apache 207 selbst setzt ein klares Bild. Er beginnt den Abend im dunklen Anzug mit Weste und Krawatte, dazu ein langer schwarzer Zopf – eine Erscheinung, die eher nach „Premiere“ als nach „Rap-Standardoutfit“ aussieht. Es passt zur Inszenierung: Der Jet, die Mitte der Halle, das Licht – alles wirkt wie ein Auftakt, der nicht beiläufig sein will. Und trotzdem bleibt Apache 207 nicht in der Distanz eines „Showpiloten“. Er bewegt sich viel, spielt mit Nähe, greift Blicke und Reaktionen aus allen Richtungen auf. Genau hier punktet die Mittelbühne: Es gibt keine „schlechte Seite“, weil er die Arena wie ein Kreis bespielt. Das Publikum hat ihn ständig vor Augen – mal nah, mal erhöht, mal seitlich, mal frontal – und diese Perspektivwechsel halten die Spannung hoch.

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Apache 207 auf Arena Tour 2026/2026 in der ZAG Arena in Hannover am 18.01.2026 © Ulrich Stamm

In der zweiten Konzerthälfte folgt der sichtbare Stilbruch: Apache 207 wechselt in eine gelb-schwarze Lederkombi, trägt die Haare offen und setzt mit Ohrringen ein deutlich rockigeres, aggressiveres Detail. Dieser Wechsel ist nicht bloß Garderobe, sondern dramaturgisch spürbar. Der Abend bekommt noch einmal eine andere Temperatur: weniger „Eröffnungsglanz“, mehr „Druck“, mehr Bewegung, mehr Attacke. Man merkt, wie sehr er seine Shows als Gesamterzählung versteht – nicht nur musikalisch, sondern auch visuell.

Musikalisch lebt der Hannover-Auftakt von einer Setlist, die Apache 207s ganze Spannweite zeigt: melodisch, treibend, sentimental, dann wieder auf Tempo. Die Auswahl ist hitlastig, ohne eindimensional zu werden, und sie lässt Raum für die neueren Kapitel seiner Karriere.

Apache 207 will auf dieser Arena-Tour die großen Signaturen wie „Roller“, „Komet“ und „Breaking Your Heart“ spielen und gleichzeitig Songs vom aktuellen Album „21 Gramm“ integrieren – in Hannover spürt man genau diese Mischung aus Bestätigung und Weiterentwicklung.

Der Abend beginnt (nach der in Hannover gespielten Setlist) mit „Ein Lied für Dich“ und geht schnell in einen Block, der die Arena auf Betriebstemperatur bringt: „Fame“, „Sport“, „200 km/h“, „Kein Problem“, „Die Welt“. Diese frühe Phase ist der Teil, in dem die ZAG Arena sich wie ein einziger Körper anfühlt: tausende Stimmen, die Refrains mitnehmen, tausende Hände, die im Takt arbeiten, und ein Bassfundament, das den Jet im Zentrum fast vibrieren lässt. Die Mittelbühne macht das körperlicher als bei einer klassischen Frontbühne: Der Sound kommt nicht „von vorn“, sondern liegt im Raum.

Einer der stärksten Live-Momente folgt mit „Neunzig“ – weil Apache 207 ihn während eines Gangs entlang der Absperrung wieder aufnimmt und damit diese unmittelbare Nähe sucht, für die Fans Tickets kaufen: kurz dran sein, kurz Blickkontakt, kurz das Gefühl, Teil der Sache zu sein. Ähnlich gebaut ist „Wolken“ auf einer bewegten „Cloud Stage“, die wie eine zweite, schwebende Spielfläche wirkt. Solche Ideen sind nicht neu im Popgeschäft, aber bei Apache 207 fügen sie sich in das Jet-Universum so organisch ein, dass es nicht nach Effektkiste aussieht, sondern nach einer klaren Showlogik: Bewegung im Raum als Teil der Musik.

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Apache 207 auf Arena Tour 2026/2026 in der ZAG Arena in Hannover am 18.01.2026 © Ulrich Stamm

Danach hält die Setlist die Balance aus Tempo und Gefühl: „Loser“, „Was weißt du schon“, „Gefunden“, „Lamborghini Doors“, „Madonna“, „Breaking your heart“. Gerade in den melodischen Stücken zeigt Apache 207, warum er mehr ist als ein Rap-Phänomen: Er arbeitet mit Pop-Melodik, mit Hooks, die live nicht kleiner werden, sondern größer. Und er nutzt die Lichtregie, um Emotionen nicht zuzukleistern, sondern zu schärfen – weniger Kirmes, mehr Stimmung.

Der zweite Set-Teil zieht die Spannung noch einmal anders an: „GWHF“, „7er“, „Fühlst du das auch“, „Coco Chanel“, „Mann muss“, „Miami“ – und dann der große Fixpunkt: „Komet“. Dass dieser Song in einer Arena so funktioniert, liegt nicht nur an seiner Bekanntheit. Es liegt daran, dass er eine klare Dramaturgie hat: groß, offen, mitsingbar, aber nicht banal.

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Apache 207 auf Arena Tour 2026/2026 in der ZAG Arena in Hannover am 18.01.2026 © Ulrich Stamm

In Hannover wirkt „Komet“ wie ein gemeinsamer Moment, der die 12.000 nicht nur laut, sondern auch konzentriert macht. Und dass „Komet“ historisch ohnehin ein Ausnahmetitel ist – 21 Wochen Platz 1 in Deutschland, gemeinsam mit Udo Lindenberg – gehört zum Hintergrund, der diese Reaktion erklärt: Viele im Publikum verbinden mit dem Song eine Zeit, einen Sommer, einen bestimmten Punkt in ihrer eigenen Biografie.

Die Zugaben sind dann genau das, was sie sein müssen: nicht nur ein Nachschlag, sondern ein Finale. „morgen“, „Nie mehr gehen“, und als Schlusspunkt „Roller“ – der Song, der Apache 207s Karriere für viele endgültig sichtbar gemacht hat. Dass „Roller“ in der Arena am Ende steht, ist keine Überraschung. Überraschend ist eher, wie frisch es wirkt, wenn es in diese neue Show eingebettet ist: Jet, Center-Stage, Lichtkorridore, Bewegungsachsen – und eine Halle, die längst nicht mehr „Zuschauerraum“ ist, sondern Mitspieler.

Was bleibt vom ersten Hannover-Abend? Vor allem das Gefühl, dass Apache 207 mit dieser Tour tatsächlich einen neuen Standard für Hallenkonzerte setzt – zumindest im Genre und in dieser Größenordnung. Die vier ausverkauften Shows in Hannover sind nicht nur ein Ticketrekord, sie sind auch eine Ansage, dass sein Live-Konzept im Moment die richtige Mischung trifft: Nähe durch Mittelbühne, Größe durch Produktion, Wiedererkennung durch Hits, Spannung durch Inszenierung. 

Und es ist ein Abend, der zeigt, wie sehr Apache 207 als Künstlerbild funktioniert: seltene Interviews, Fokus auf Musik, klarer Stil, ein eigener Kosmos – und dann live eine Show, die nicht „größer um des Größer-Seins willen“ ist, sondern präzise gebaut. 

Hannover hat davon am ersten Abend bereits die volle Dosis bekommen. Wer die nächsten Termine besucht, wird vermutlich feststellen: Das ist kein Zufallsabend gewesen, sondern ein durchkonzipiertes Flugsystem der Feder Airlines – und der Jet in der Mitte ist nur das sichtbarste Symbol dafür.


Auch historisch ist dieser Hannover-Block eine Marke: Vier ausverkaufte Arena-Abende hintereinander in derselben Tour sind in der Landeshauptstadt ein seltenes Kunststück. In dieser Größenordnung kennt Hannover bislang nur wenige Vergleichsfälle – etwa Phil Collins, der im September 1994 gleich viermal das Niedersachsenstadion füllte und damit einen Besucherrekord setzte. 

Und auch Helene Fischer zeigte 2023, wie extrem die Nachfrage in Hannover sein kann: Sie spielte in der ZAG Arena sogar fünf Termine innerhalb einer Woche. 

Dass Apache 207 nun ebenfalls mit vier ausverkauften Shows (18., 19., 21. und 22. Januar 2026) in kurzer Folge die ZAG Arena dominiert, stellt ihn in genau diese Liga der ganz großen Publikumsmagneten – ein Rekordformat, das in Hannover nur sehr wenige Künstler überhaupt erreicht haben. 

Die Prinzen verzaubern Hannover: Ausverkaufter Kuppelsaal wird bei „Symphonica“ zum größten Chor der Tour

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Die Prinzen auf SYMPHONICA-Tour 2026 - Alle Hits mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach /im Kuppelsaal in Hannover am 17.01.2026 © Ulrich Stamm

35 Jahre Bandgeschichte mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach neu erzählt

Der Kuppelsaal im Hannover Congress Centrum hat am Sonnabend, 17. Januar 2026, einen dieser Abende erlebt, die man nicht einfach „Konzert“ nennt und dann zur Tagesordnung übergeht. Es war ausverkauft, es war eng getaktet, es war winterkalt vor der Tür – und es wurde im Saal dennoch überraschend schnell warm. Schon vor dem Einlass zeigte sich, wie hoch die Erwartung war. Die Besucherschlange zog sich von beiden Seiten fast einmal um das HCC mit dem Kuppelsaal herum. Geduld war gefragt, dicke Jacken ebenso. Aber wer dort stand, stand nicht aus Zufall: Viele Fans waren von weit her angereist, aus allen Himmelsrichtungen, manche mit der ersten Bahn, manche mit langen Autofahrten im Rücken. Das Warten in der Kälte war spürbar, doch die Stimmung blieb freundlich – weil alle wussten: Heute passiert etwas Besonderes.

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Die Prinzen auf SYMPHONICA-Tour 2026 – Alle Hits mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach /im Kuppelsaal in Hannover am 17.01.2026 © Ulrich Stamm

Als die Türen endlich aufgingen, war es, als würde sich ein Knoten lösen. Drinnen tauschten sich die letzten Gespräche in ein erwartungsvolles Summen, dann in gespannte Ruhe. Und als das Licht aufging, war sofort klar: Dieser Abend lebt nicht nur von dem, was oben auf der Bühne passiert. Die Band wollte es ausdrücklich – und das Publikum lieferte es vom ersten Ton an. Die Prinzen hatten ihre Fans als „größten Backgroundchor“ der Tour angekündigt. Hannover nahm das wörtlich. Schon beim Opener sang der gesamte Saal mit, klatschte, bewegte sich, als hätte man sich auf ein gemeinsames Versprechen verständigt: Wir machen das heute zusammen.

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Die Prinzen auf SYMPHONICA-Tour 2026 – Alle Hits mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach /im Kuppelsaal in Hannover am 17.01.2026 © Ulrich Stamm

Musikalisch war das Konzert eine Kraftdemonstration – aber eine, die nicht laut schreit, sondern souverän wirkt. Die sieben Prinzen, Sebastian Krumbiegel, Tobias Künzel, Wolfgang Lenk, Jens Sembdner, Henri Schmidt, Mathias Dietrich und Alexander „Ali“ Zieme, standen gemeinsam mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach auf der Bühne und zündeten ein Hitfeuerwerk, das über rund zweieinhalb Stunden kaum Luft holte. Dieses „Symphonica“-Projekt ist nicht die übliche Pop-Idee „wir stellen ein paar Streicher dazu“. Es war spürbar eine eigenständige Produktion, mit Arrangements, die die bekannten Stücke größer, weiter und in vielen Momenten auch berührender machten. Das Orchester hob die Songs in einen neuen Klangraum – und damit tatsächlich auch die Band: Die Prinzen wirkten an diesem Abend wie in einen Königsstand gesetzt, ohne dass sie ihren typischen Charme, ihren Witz oder ihre Pop-Energie verloren.

Das Publikum reagierte auf diese Mischung so, wie es selten passiert: nicht nur im „Hit-Mitsing-Modus“, sondern mit echter Aufmerksamkeit. Natürlich gab es die großen kollektiven Momente, wenn Refrains den Saal übernahmen und man eher fühlte als hörte, wie viele Stimmen da gleichzeitig mitsingen. Aber genauso prägend waren die leiseren Passagen. Bei ruhigeren Titeln wurden im Kuppelsaal zahllose Handyleuchten aktiviert – kein flackernder Event-Schnickschnack, sondern dieses ruhige, fast zärtliche Funkeln, das einen Raum verändert. Plötzlich steht man in einem Meer aus kleinen Lichtern, und die Musik bekommt eine zweite Ebene: Gänsehaut nicht, weil es „dramatisch inszeniert“ ist, sondern weil es echt ist. Solche Momente haben Hannover den besonderen Stempel aufgedrückt.

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Die Prinzen auf SYMPHONICA-Tour 2026 – Alle Hits mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach /im Kuppelsaal in Hannover am 17.01.2026 © Ulrich Stamm

Dabei blieb der Abend trotz großer Emotionen konsequent „Prinzen“. Tobias Künzel und Sebastian Krumbiegel führten mit vielen kleinen Anekdoten durch das Programm – nicht ausufernd, nicht als Comedy-Block, sondern genau richtig dosiert. Diese kurzen Geschichten und Seitenhiebe sorgten immer wieder für Lächeln und lockerten die Übergänge auf. Und sie taten noch etwas: Sie bauten Nähe. In einem Konzert, das mit Orchester und großer Produktion leicht distanziert wirken könnte, fühlte sich Hannover erstaunlich direkt an. Die Band sprach mit dem Publikum, nicht über es – und die Fans antworteten. Mit Gesang, mit Rhythmus, mit Bewegung. In den schnelleren Nummern wurde getanzt, in den Refrains wurde geklatscht, und selbst in den Momenten, in denen es ruhiger wurde, blieb der Saal wach und präsent.

Die Setlist zeigte, wie dicht dieses Jubiläumsprogramm gebaut ist. Aus rund 120 Songs, die Die Prinzen im Laufe ihrer Karriere veröffentlicht haben, präsentierten sie in Hannover nahezu 30 Titel – eine Reise durch 35 Jahre Bandgeschichte, die nicht wie eine nüchterne „Best-of-Abhakliste“ wirkte, sondern wie ein bewusst komponierter Abend. Der Start machte sofort klar, wohin die Reise geht: „Krone der Schöpfung“ eröffnete, danach folgten „Mann im Mond“, „Millionär“ und „Königin“ – also frühe Ankerpunkte, die das Publikum sofort auf Betriebstemperatur brachten. Und Hannover war da: nicht abwartend, sondern schon nach wenigen Minuten voll im Geschehen, als wäre der Saal selbst ein Teil der Band.

Im ersten Teil des Abends lagen Energie und Atmosphäre dicht beieinander. Titel wie „Wo bin ich, wenn ich schlafe“ bekamen im symphonischen Gewand eine zusätzliche Tiefe, während „Blaue Augen“ und „Ich will dich haben“ wieder stärker in die direkte, poppige Schlagseite gingen. Auch „Immer auf mich zählen (Alpaka Song)“ war so ein Moment, in dem der Kuppelsaal spürbar mitging: kein distanziertes Zuhören, sondern ein gemeinsamer, sehr lebendiger Chor. Genau hier zeigte sich die Stärke dieser Tour: Das Orchester machte es nicht „brav“, sondern dynamischer. Wenn der Song Tempo wollte, gab es Tempo. Wenn er Raum wollte, gab es Raum.

Bis zur Pause führte die Setlist durch 14 Titel: 1. Krone der Schöpfung, 2. Mann im Mond, 3. Millionär, 4. Königin, 5. Wo bin ich, wenn ich schlafe, 6. Blaue Augen, 7. Ich will dich haben, 8. Immer auf mich zählen (Alpaka Song), 9. Es war nicht alles schlecht, 10. Geliebte Zukunft, 11. Der Mann im Mond ist ein Mädchen, 12. Dürfen darf man alles, 13. Überall, 14. Ganz oben. Schon in diesem Block wurde klar, wie sehr Hannover als Publikum „arbeitet“: Da wurde nicht nur am Ende applaudiert, da wurde permanent mitgestaltet. Und genau das passte zu der Ansage der Band, Hannover als größten Backgroundchor der Tour erleben zu wollen.

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Die Prinzen auf SYMPHONICA-Tour 2026 – Alle Hits mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach /im Kuppelsaal in Hannover am 17.01.2026 © Ulrich Stamm

Nach der Pause zog der Abend noch einmal an. Der zweite Teil wirkte wie das bewusste Aufdrehen einer Schraube: 15. Suleimann, 16. Alles mit’m Mund, 17. Vergammelte Speisen, 18. Abgehau’n, 19. Gabi und Klaus, 20. Dumme Ideen, 21. Leben strengt an, 22. Küssen verboten, 23. Deutschland. Hier war der Kuppelsaal endgültig in dieser besonderen Mischung aus Konzert und gemeinsamer Feier. Es wurde geklatscht, getanzt, mitgesungen – und gleichzeitig hörte man, wie präzise das Orchester die Songs trägt. Die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach spielte nicht „hinten“ oder „dazu“, sondern als gleichwertiger Motor. Gerade in den dynamischen Momenten wirkte das wie ein großer, atmender Klangkörper: Band und Orchester als Einheit, der Saal als achtes Element.

Dass es am Ende Zugaben geben würde, war spätestens nach den letzten Takten des regulären Sets keine Frage mehr. Die Fans wollten nicht, dass dieser Abend endet. Und die Band ließ sich die Freude daran anmerken. Hannover hatte sie nicht nur gehört, sondern ihnen etwas zurückgegeben: ein Saal, der vom ersten Song an mitsang; ein Publikum, das im schnellen Teil Party kann und im leisen Teil diese stillen Lichter hochhält, die einem den berühmten Kloß im Hals machen.

Auch als Tourmoment ist Hannover bemerkenswert. Es war das sechste Konzert der „Symphonica“-Tour, und nach Eindruck aus dem Umfeld der Veranstaltungsreihe zugleich der bislang größte Konzertsaal. Gerade deshalb ist die Leistung an diesem Abend so eindrucksvoll: Große Räume können Energie schlucken, wenn die Verbindung zwischen Bühne und Publikum nicht steht. Im Kuppelsaal war es umgekehrt. Die Größe machte die Momente größer – die Chorpassagen, die Handyleuchten, das gemeinsame Klatschen. Man hatte das Gefühl, dass dieses Format genau dafür gemacht ist: Prinzen-Songs, die ohnehin seit Jahrzehnten Teil der deutschen Pop-DNA sind, in einem symphonischen Gewand, das nicht nur Glanz liefert, sondern Emotion verstärkt.

So wurde dieser Abend zu einem musikalischen Startschuss für das Konzertjahr 2026, der im Gedächtnis bleibt. Nicht wegen Pathos, sondern weil es ehrlich war: Das geduldige Warten draußen, die gespannte Vorfreude drinnen, dann zweieinhalb Stunden Musik, Humor, Erinnerungen und neue Klangfarben – und ein Publikum, das sich nicht bedienen ließ, sondern mitmachte. Der ausverkaufte Kuppelsaal war nicht nur Kulisse, sondern Teil der Show. Und genau deshalb fühlte sich „Symphonica“ in Hannover nicht wie ein Jubiläum an, das zurückschaut, sondern wie eine Band, die nach 35 Jahren immer noch weiß, wie man einen Saal in Bewegung bringt – und wie man ihn im nächsten Moment zum Funkeln bringt.

Gleisverlagerung: Keine Stadtbahnen in Döhren während der Zeugnisferien

Die Stadtbahngleise werden am Südschnellweg wieder in die Straßenmitte zurückverlegt.
Die Stadtbahngleise werden am Südschnellweg wieder in die Straßenmitte zurückverlegt.

HANNOVER. Die Stadtbahngleise innerhalb der Baustelle Südschnellweg sollen wieder in die Straßenmitte verlegt werden. Als Termin für diese Arbeiten sind die Zeugnisferien Ende Januar/Anfang Februar vorgesehen. Deshalb fahren im Zeitraum vom 30. Januar 2026, 19:00 Uhr bis 04. Februar 2026, 3:00 Uhr zwischen den Stadteilen Döhren und Waldhausen keine Stadtbahnen. Von der Haltestelle Bothmerstraße bis zur U.Bahn-Station Station Altenbekener Damm wird in beiden Fahrtrichtungen ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Der Kfz-Verkehr auf der Hildesheimer Straße ist von diesen Maßnahmen nicht betroffen.

Autofahrer müssen sich aber auf eine Schnellwegsperrung im Zeitraum vom 26. Januar 2026 ab 09:00 Uhr bis 01. Februar 2026 einrichten. Wegen Arbeiten an der Straße in beiden Fahrtrichtungen soll der Verkehrsweg zwischen Landwehrkreisel und Kreuz Seelhorst voll gesperrt werden. Zusätzlich sind in dieser Zeit auch die Durchgänge unter dem Südschnellweg (Düsternstraße, Döhrener Masch) aus Gründen der Verkehrssicherheit geschlossen.  Eine Umleitung wird ausgeschildert.

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Ende Januar und Anfang Februar gibt es in Döhren einen Schienenerstazverkehr

Schneefall in der Stadt

Sturmtief Elli sorgt für Dauereinsatz von Winterdiensten in der Stadt
Sturmtief Elli sorgt für Dauereinsatz von Winterdiensten in der Stadt - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Sturmtief Elli schickt weiße Grüße nach Hannover


HANNOVER. Am Freitag erwischte es Hannover eiskalt. Sturmtief Elii legte das Leben in und um Hannover herum weitgehend lahm. Zwei Stadtbahnen in Hannover entgleisten nach heftigem Schneefall. Da die Personenbeförderung außerhalb von Tunneln bereits eingestellt worden war, waren glücklicherweise auch keine Fahrgäste in den verunglückten Bahnen. Der S-Bahn-, Zug-, Stadtbahn- und Busverkehr war in und um Hannover herum aufgrund der Witterungsverhältnisse stark eingeschränkt oder teilweise ganz ausgesetzt. Die Witterungsverhältnisse führten auch dazu, dass die Stadt kurzzeitig das Streusalzverbot (bis zum 23. Janauar) ausgesetzt hat. Nicht nur der Schulunterricht fiel aus, abgesagt wurde wegen der Wetter -und Verkehrsverhältnisse auch der mittlerweile schon traditionelle Neujahrsempfang der Stadt, der am Freitagabend im Neuen Rathaus stattfinden sollte. Die Entscheidung darüber, ob die Schulen auch am Montag, den 12. Januar geschlossen bleiben und der Untericht ausfällt, wollen Stadt und Region Hannover am heutigen Sonntagnachmittag treffen. Die Winterdienste waren im Dauereinsatz. Aha wollte am Wochenende in zwei Schichten rund um die Uhr mit 200 Fahrzeugen im Einsatz sein. Und auch in den Krankenhäusern hatte man gut zu tun.



Matthias Brodowy predigte in der Döhrener Auferstehungskirche

Pastor Dr. Michael Wohlers und Matthias Brodowy
Pastor Dr. Michael Wohlers und Matthias Brodowy

HANNOVER. Prominenter Gast auf der Kanzel der Auferstehungskirche. Für den Gottesdienst am heutigen Sonntagvormittag (11. Januar) konnte die Döhrener ev.-luth. Kirchengemeinde einen prominenten Redner gewinnen. Matthias Brodowy – laut seiner Homepage „Kabarettist, Musiker, Moderator, Comedian und Vertreter für gehobenen Blödsinn“ – kann auch in einer Kirche predigen. Er nahm sich dabei den Begriffen „Demut“ und Sanftmut“ an. „Demütig, sanftmütig zu sein, heißt nicht leise zu sein“, betonte Brodowy. Denn die Kirche müsse „natürlich auch politisch sein“ und aktuelle Probleme und Ungerechtigkeiten thematisieren. Schließlich stecke sowohl in „Sanftmut“ als auch in „Demut“ das Wort „Mut“.

Nach dem Gottesdienst lud Pastor Dr. Michael Wohlers im Namen der Gemeinde alle Gottesdienstbesucher zum traditionellen Neujahrsempfang „unter der Empore“. Bei einem Gläschen Sekt zum Anstoßen und Salzgebäck zum Knabbern konnten sich die Gäste zu lockeren Gesprächen um die hier aufgebauten Stehtische zusammenfinden.

Soviel Schnee wie schon lange nicht mehr: Winter in Hannover

Ein Mini-Schneepflug räumt einen Garagenhof
Ein Mini-Schneepflug räumt einen Garagenhof

HANNOVER. Es hat in Hannover endlich aufgehört zu schneien. 30 bis 35 Zentimeter Neuschnee sind im Lauf des Tages schon gefallen. Und es bleibt auch morgen erst einmal bitterkalt. Doch wohin mit den Schneemassen? Hier wird in Privatinitiative ein Garagenhof freigeräumt.

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Ein Mini-Schneepflug räumt einen Garagenhof

An der Erytropelstraße in Wülfel entsteht eine provisorische Schule

Symbolbild: DieKinder der GS Beuthener Straße bekommen eine provisorische Schule in Wülfel
Symbolbild: DieKinder der GS Beuthener Straße bekommen eine provisorische Schule in Wülfel

HANNOVER. Am ersten Adventswochenende 2025 zerstörte ein verheerendes Großfeuer weite Teile der Grundschule Beuthener Straße in Mittelfeld. Seither ist das Schulgebäude nicht mehr nutzbar, die Schüler werden derzeit am Kronsberg in den Räumen der Käthe-Paulus-Schule unterrichtet. Doch da wird der Platz eng, weil diese Schule ab dem kommenden Schuljahr selbst weitere Kinder aus ihrem Einzugsbereich aufnehmen muss. Jetzt präsentierte die Stadt Hannover eine Übergangslösung. In rund 500 Meter Luftlinie von der Beuthener Straße soll auf der anderen Seite der Eisenbahnlinie an der Erytroplestraße in Wülfel ein neues Schulgebäude in Modulbauweise entstehen.

Das Grundstück steht bereits im Eigentum der Landeshauptstadt. Bislang war hier der Neubau der Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Wülfel und eine Sporthalle geplant. An dem Domizil für die Ortswehr Wülfel wird weiter festgehalten. Statt einer Sporthalle wird auf dem restlichen Grundstücksteil aber nur eine Übergangsschule entstehen.

Die Stadtverwaltung will das Projekt im Eilverfahren auf den Weg bringen. „Unser Anspruch ist klar: Wir wollen den Kindern der Grundschule Beuthener Straße so schnell wie möglich wieder einen verlässlichen, wohnortnahen Lernort bieten – und gleichzeitig Planungssicherheit für Eltern, Schulen und Lehrkräfte schaffen“, sagt Oberbürgermeister Belit Onay in einer Pressemitteilung der Stadt. Das neue Schulgebäude soll ausreichend Platz, auch für Ganztagsangebote bieten und über eine Mensa verfügen.

Eine Sporthalle wird es in Wülfel aber nicht geben. Denn die Sportstätten an der Beuthener Straße haben den Brand unbeschadet überstanden. Zum Sportunterricht müssen die Schulkinder nun wieder zurück zu ihrer alten Halle.

Die Pläne sind taufrisch. Wie hoch die Ausgaben das Stadtsäckel belasten wird, kann niemand derzeit genau sagen. Die Stadt schätzt, dass das Projekt 25 Millionen Euro zu Buche schlagen wird.  Dafür sollen auch nach der Wiederherstellung der Schule an der Beuthener Straße die Räume für mindestens 15 Jahre weiter für schulische Zwecke genutzt werden, „als Ausweichstandort auch für weitere sanierungsbedürftige Schulen“, so Stadtbaurat Thomas Vielhaber.

Der Einzug in die neue Ersatzschule ist für Sommer 2027 geplant. Weil aber die Käthe-Paulus-Schule eine „aufwachsende“ Schule ist und schon nach den Sommerferien diesen Jahres selbst weiter Kinder aufnimmt, wird der vierte Jahrgang der GS Beuthener Straße an die Grundschule Kronsberg verlagert.

An dem durch Brand zerstörten Schulgebäude in Mittelfeld haben die Abrissarbeiten bereits begonnen. Durch den Brand und das Löschwasser wurden Aula, Hauptflur und Sanitärbereiche schwer beschädigt. Die Stadt baut allerdings nicht wieder die alten Strukturen auf. Da ohnehin eine Gebäudesanierung geplant war, werden diese Pläne nun vorgezogen und das Schulgebäude von Grund auf erneuert und sogar erweitert. Diese Arbeiten, so schätzt die Stadt, werden

voraussichtlich bis mindestens 2031 andauern.

Und falls der Ersatzbau an der Erytroplestraße doch nicht bis zum Sommer 2027 fertig werden sollte? Dafür gibt es bei der Stadt einen weiteren Notfallplan. In einer solchen Situation würden dann an der Beuthener Straße übergangsweise doch wieder in die vom Feuer verschonten alten Klassenräume ziehen, erreichbar über einen provisorischen Flur und mit Toilettencontainer vor der Tür.

Hannover versinkt im Schnee  – Neujahrsempfang im Rathaus wurde abgesagt

Der Neujahrsempfang im Rathaus wurde abgesagt
Der Neujahrsempfang im Rathaus wurde abgesagt

HANNOVER. Es schneit und schneit und schneit in Hannover. Kinder dürften sich gefreut haben. Fiel doch die Schule aus und es war Zeit genug, Schlitten zu fahren oder einen Schneemann zu bauen. Doch die weiße Pracht hat nicht nur ihre schönen Seiten. Wegen der Verkehrsverhältnisse wurden nun viele geplante Veranstaltungen kurzfristig abgesagt. Prominentestes Opfer der Schneeflocken: Der Neujahrsempfang für alle im Neuen Rathaus am heutigen Nachmittag (9. Januar)

Wie es in einer aktuellen Pressemitteilung der Stadt heißt, sei „die Entscheidung, den diesjährigen Neujahrsempfang witterungsbedingt abzusagen, uns alles andere als leichtgefallen.“ Oberbürgermeister Belit Onay: „Ich weiß, wie viel Engagement, Herzblut und monatelange Vorbereitungen in dieser Veranstaltung stecken.“ Angesichts der aktuellen witterungsbedingten Behinderungen habe aber die Sicherheit der Gäste und der Mitwirkenden oberste Priorität.

Es war eine gute Entscheidung: Denn ab 17 Uhr stellte die Üstra den oberirdischen Schienenverkehr für ihre Stadtbahnen ein und hält nur noch den Verkehr im Tunnel aufrecht. Für viele Besucher des Empfanges, die außerhalb der Innenstadt wohnen, wäre das wohl eine böse Überraschung geworden.

Wegen des Winterwetters wird daneben in Döhren die für den heutigen Abend geplante Einsegnung von Alexander Schiller – dem neuen Diakon in der ev.-luth. Auferstehungsgemeinde durch Superintendentin Meike Riedel auf Samstag, den 14. Februar, 15 Uhr verschoben. „Bitte bleiben Sie wenn möglich während des Sturms zuhause und sicher“, heißt es in der Mitteilung aus der Gemeinde. Am Termin für den am Sonntag geplanten Gottesdienst mit Matthias Brodowy und anschließendem Neujahrsempfang wird derzeit aber noch festgehalten. „Meist beruhigt sich ja das Wetter nach dem ersten Schrecken, bzw. AHA bekommt die Lage in den Griff“, ist Pastor Dr. Michael Wohlers zuversichtlich.

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Es schneit und schneit in Hannover
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Der starker Schneefall wurd egenutzt, um einen Mini-Schneemann auf dem Fensterbrett zu bauen

SPD-Bezirksratsfraktion Döhren-Wülfel blickt zurück auf fast fünf Jahre erfolgreiche Arbeit

SPD Kopf

HANNOVER. Schon im September dieses Jahrs stehen wieder Kommunalwahlen an. Fast fünf Jahre Arbeit für den Stadtbezirk und seine Einwohner liegen hinter uns. Zeit, einmal zurück auf viereinhalb Jahre erfolgreichen Einsatz der SPD Fraktion im Stadtbezirk Döhren-Wülfel zu blicken. Das Resümee der Fraktion im Wortlaut:

Wichtig war uns dabei immer eine sachorientierte Arbeit zum Wohl der Einwohnerinnen und Einwohner. Denn wir verstehen uns als Vertreter unserer Nachbarinnen und Nachbarn in Döhren-Wülfel, für die wir uns im Bezirksrat einsetzen.

Schon in der vorhergehenden Wahlperiode achteten wir darauf, Politik für die Menschen vor Ort zu machen und nicht nur ideologische Positionen durchzusetzen. Deshalb konnte die SPD stärkste Fraktion im 2021 neu gewählten Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel werden und mit Antje Kellner wieder die Stadtbezirksbürgermeisterin stellen.

Im Rahmen der begrenzten Kompetenzen und Entscheidungsbefugnisse eines Bezirksrates der Landeshauptstadt Hannover können die örtlichen Mandatsträger als Stimme der Bürgerinnen und Bürger zumindest Probleme und Lösungsvorschläge öffentlich machen und dafür sorgen, dass die Stadtverwaltung die örtlichen Belange bei ihren Entscheidungen mit einstellt.

So haben wir das Ziel, unser bewährtes und beliebtes Freizeitheim Döhren zu erneuern, konsequent weiterverfolgt. Wir konnten letztlich verhindern, dass der Stadtrat die Pläne für einen Neubau zugunsten eines Neubauprojekts in einem anderen Stadtteil zurückstellt.

Leider ist es nicht gelungen, die historische Gaststätte Wichmann der Nachwelt zu erhalten. Auch ein originalgetreuer Wiederaufbau scheint aus rechtlichen Gründen gegen den Willen eines privaten Investors nicht durchsetzbar. Wir sind aber immer am Ball geblieben und haben uns vehement gegen einen massiven Neubau mit Mikroappartements an dieser Stelle eingesetzt.

Das Projekt, die denkmalgeschützte Neue Kapelle auf dem Seelhorster Friedhof nicht ungenutzt leer stehen zu lassen, sondern zu einem Kolumbarium (Urnenfriedhof) umzunutzen, geht ebenfalls auf eine Initiative der SPD-Fraktion zurück. Prinzipiell hat die Stadt Hannover dieser Idee bereits zugestimmt. Die Umsetzung ist allerdings bislang noch nicht in Angriff genommen worden.

Die Sozialdemokraten haben sich auch in dieser nun bald endenden Wahlperiode wieder für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr Wülfel eingesetzt. Immerhin ist es gelungen, der Ortswehr Wülfel die Nutzung eines benachbarten brachliegenden Grundstückes der Stadtwerke zu ermöglichen.

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner im Bezirksrat setzten wir uns in einem Antrag erfolgreich für ein Projekt zur Betreuung von den sogenannten „Lückekindern“ in Mittelfeld sowie für Bodenindikatoren für blinde und sehbeeinträchtigte Mitmenschen ein Auch die vielbeachtete Sondersitzung des Bezirksrates zum Thema „Demokratie stärken“ ging auch auf einen Antrag der SPD-Fraktion zurück. Der „Runde Tisch“ zur Verkehrsberuhigung in der Loccumer Straße – der letztlich zu den entsprechenden verkehrsberuhigenden Baumaßnahmen führte – basierte ebenfalls auf einem gemeinsamen Antrag mit unserem Kooperationspartner.

Ein von der SPD in den Bezirksrat eingebrachter Vorschlag, im Stadtteil Mittelfeld vor dem Endpunkt Messe Nord noch eine weitere Halterstelle einzurichten, wird von der dafür zuständigen Region Hannover nun geprüft.

In weiteren Anfragen und Anträgen setzten wir uns u.a. mit der Velo-Route Süd und der Möglichkeit, wieder einen Wochenmarkt in Mittelfeld zu installieren, auseinander. Auch forderte der Bezirksrat auf unseren Antrag hin die Stadt auf, den Fiedelerplatz aufzuwerten und in das neue Stadtplatzprogramm aufzunehmen.

Weitere Erfolge, die auf Vorschläge der SPD zurückgehen: Zur sicheren Querung des Rudolf-von Bennigsen-Ufers wurde in Höhe der Riepestraße eine Fußgängermittelinsel installiert, das Kunstwerk „Tor“ am Beginn der Peiner Straße bekam ein Hinweisschild auf den Künstler. Wir setzen uns für den weiteren Betrieb des Rübezahlbrunnens ein, für mehr Fahrradbügel an der Haltestelle Peiner Straße und für eine Informationstafel zur Geschichte der Döhrener Wolle an der Straße am Uhrturm.

Eine große Herausforderung im kommenden Jahr wird nach den Sommerferien die Sicherstellung von ortsnahen und familiengerechten Unterrichtsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler der abgebrannten Grundschule Beuthener Straße sein. Auch hier werden wir uns im Sinne der Einwohnerinnen und Einwohner natürlich verstärkt engagieren. Text JS/A. Kellner

Hannover bleibt winterlich

Hannover bleibt erst einmal winterlich
Hannover bleibt erst einmal winterlich

HANNOVER. Schnee und Eis halten Hannover im Griff. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor glatten Straßen. Daneben erwarten die Meteorologen neuen Schneefall. Am Freitag droht nicht nur viel Neuschnee mit weit über 10 Zentimeter, es kann dazu auch noch stürmen. Keine guten Aussichten für alle, die draußen unterwegs sein müssen. T-Online warnt sogar: „Auf den Straßen besteht am Donnerstag und am Freitag Lebensgefahr!“ Trotz der Kälte: derzeit gibt es kein Eisvergnügen auf dem Maschsee. Die Eisdecke ist im Moment noch zu dünn. 2012 konnten die Hannoveraner letztmalig über ihren Lieblingssee spazieren.

Maschsee 015
Auch wenn es sich viele wünschen: Ein Eisvergnügen auf dem Maschsee wie 2012 ist derzeit noch nicht in Sicht.