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Einen sicheren Rahmen in der Kindertageseinrichtung schaffen

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Einen sicheren Rahmen in der Kindertageseinrichtung schaffen v. l.: Mailin Küsel, Kita-Fachberaterin vom Heidekreis, und Evelin Tiedemann vom Niedersächsischen Kultusministerium (C) Heidekreis
Einen sicheren Rahmen in der Kindertageseinrichtung schaffen

 

Fachtag zu den Themen „Aufsichtspflicht“ und „Vertretungsregelung“ durchgeführt

 

Auf rege Teilnahme stieß der Fachtag für Kindertageseinrichtungen und Träger, zu dem am 1. Oktober 2015 Mailin Küsel, Kita-Fachberaterin vom Heidekreis, eingeladen hatte. Der Fachtag umfasste die Themen „Aufsichtspflicht“ und „Vertretungsregelung“. 

Zunächst wurde der Begriff „Aufsichtspflicht“ erörtert. Gesetzlich ist nicht festgeschrieben, wie diese ausgeübt werden muss. Die Erzieherinnen und Erzieher sind verantwortlich die Gefährdungen einzuschätzen und somit die Intensität der Aufsicht festzulegen. Auch das pädagogische Konzept der Kindertageseinrichtung beeinflusst die Aufsichtspflicht. Marc Juschkat vom Gemeinde-Unfallversiche-rungsverband Hannover machte die Bedeutung eines Betreuungsvertrages, der zwischen der Kindertageseinrichtung und den Eltern geschlossen wird, deutlich. Kindertageseinrichtungen haben hier die Möglichkeit Sicherheitsaspekte zu regeln. Es kann beispielsweise das Tragen eines Loops (Rundschal) bei Kindern untersagt werden, da dieser im Freispiel ein Gefährdungsrisiko darstellt. Solch eine Regelung kann Aufsichtspersonen entlasten. 

 

Im zweiten Teil der Veranstaltung informierte Evelin Tiedemann vom Niedersächsischen Kultusministerium über die Vertretungsregelung in Kindergartengruppen. In der Praxis sind häufig nicht ausreichend Vertretungskräfte vorhanden. Dabei  verwies Tiedemann auf die geltende Rechtslage. Die Träger sind danach verpflichtet auch in Vertretungssituationen die Personalanforderungen des Gesetzes über Tageseinrichtungen für Kinder (KiTaG) einzuhalten. Somit muss in jeder Gruppe neben der Gruppenleitung eine zweite geeignete Fach- oder Betreuungskraft regelmäßig tätig sein. Denn die qualitative Betreuung der Kinder und die Verlässlichkeit gegenüber den Eltern sollen weiter gewährleistet werden. 80 Personen nahmen an der Veranstaltung teil.

 

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