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Erwartet uns ab Mitte Juni ein unbeschwerter Urlaub?

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Außenminister Maas will zum 15. Juni weitgehend Reisewarnung für Europa aufheben © Bernd Günther Außenminister Maas will zum 15. Juni weitgehend Reisewarnung für Europa aufheben © Bernd Günther

BERLIN. Die Bundesregierung hat am heutigen Mittwoch beschlossen, die weltweite Reisewarnung ab dem 15. Juni wegen der Corona-Pandemie für die meisten Länder Europas aufzuheben.

Lediglich für Spanien und Norwegen soll laut Außenminister Heiko Maas die Reisewarnung aufrecht erhalten bleiben. Auch vor Reisen nach Großbritannien warnte Maas. Somit wäre der Reiseverkehr in 29 Länder ab Mitte Juni rein theoretisch wieder möglich.

Die derzeitigen globale Reisewarnung soll durch sogenannte Reisehinweise ersetzt werden. Als Beispiel wurde Großbritannien genannt, in dem zurzeit noch eine 14-tägige Quarantäne für Einreisende gilt.

Maas betonte, dass jeder Reisende selber entscheiden müsste, wie er mit der neuen Situation umgehen möchte. Das Risiko läge dann beim Reisenden selber. Er machte deutlich klar, dass die Aufhebung nicht automatisch einen unbeschwerten Urlaub bedeute.

Eine zweite Rückholaktion für über 200.000 deutsche Urlauber, wie nach den ersten Auswirkungen der Corona-Krise, ist nach Maas ausgeschlossen. Damals wurden alle Anstrengungen der Bundesregierung unternommen, um gestrandete deutsche Urlauber aus aller Welt zurück zu holen. Die Aktion lief über mehrere Wochen.

Die Rücknahme der Reisewarnungen ist selbstverständlich auch abhängig von den Regelungen und Grenzöffnungen einiger Länder. Nach aktuellem Stand will Norwegen sein Einreiseverbot bislang bis zum 20. August des Jahres beibehalten.

Zum heutigen Zeitpunkt wollte sich der Außenminister Heiko Maas nicht schon auf die Regelung einzelner Länder verständlicherweise äußern.

Viele Länder haben noch regionale Einschränkungen, die auch der Urlauber bei seiner Planung berücksichtigen sollte. Spontan jetzt eine Reise buchen und nach dem Motto „es wird schon gut gehen“ auf einen Urlaub ohne Hindernisse hoffen, könnte vielleicht verfrüht sein. Gründliche Information und Reiseplanung ist gerade in Zeiten der immer noch bestehenden Corona-Krise sicherlich wichtiger denn je. Am besten einzuschätzen sind hier eher die Reisen im Inland. Denn auch Deutschland hat eine Menge an schönen Reisezielen von den Stränden am Meer bis in die hohen Berge zu bieten.

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