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Arbeit des Kinder- und Jugendschutzhaus Ölper auf Tagung mit bundesweiter Beteiligung vorgestellt

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Arbeit des Kinder- und Jugendschutzhaus Ölper auf Tagung mit bundesweiter Beteiligung vorgestellt Susann Vollmer erläutert das im Kinder- und Jugendschutzhaus Ölper durchgeführte Projekt "Ankommen in Deutschland" (C) Holger Goehl
Kreativprojekt mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ist Vorbild für andere Jugendämter

Arbeit des Kinder- und Jugendschutzhaus Ölper auf Tagung mit bundesweiter Beteiligung vorgestellt

Braunschweig. Bei einem zentralen Treffen von Jugendamtsvertretern aus über 100 deutschen Kommunen in Münster hat der Braunschweiger Fachbereich Kinder, Jugend und Familie seine Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge im Kinder- und Jugendschutzhaus Ölper vorgestellt. Besondere Beachtung fand dabei ein gemeinsam mit der Braunschweiger Künstlerin Angela Camara Correo Gelhaar realisiertes Kreativprojekt. Zusammen mit neun weiteren deutschen Städten und Landkreisen stand Braunschweig damit im „Bundes-Schaufenster“ der Jugendämter.Die Leiterin der Abteilung Besondere Erziehungshilfe, Barbara Reinmülller, erläuterte gemeinsam mit Susann Vollmer, Leiterin der Stelle Pflegekinderdienst, ambulante und stationäre Hilfen ihre Arbeit und das Kreativ-Projekt. In der ersten Phase setzten sich Braunschweiger Jugendliche mit dem Thema „Heimat – Heimatgefühle – Heimat verlassen“ auseinander. Sie malten und schrieben die Ergebnisse auf ein Haus aus Papier, an das sie als symbolischen Übermittler ein Papierschiffchen banden.In der zweiten Projektphase zeichneten unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zunächst ein Haus ihrer Heimat oder ihrer Träume, bevor auch sie auf ein Papierhaus ihr Verständnis von Heimat skizzierten oder schrieben. Sie malten dann ein weiteres Bild mit dem Transportmittel ihrer Flucht. Die dritte und letzte Phase steht noch aus: Braunschweiger Jugendliche und minderjährige Flüchtlinge werden gemeinsam eine Collage aus den bislang erstellten Materialien anfertigen.„Die Präsentation hat für einen Aha-Effekt gesorgt. Know-how und Konzept sind wegweisend für eine gute Betreuung und prima Integration. Das ‚Braunschweiger Modell‘ eignet sich als ‚Projekt-Schablone‘. Andere Jugendämter können hiervon profitieren“, sagte Birgit Zeller. Die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter spricht von einer „enormen Herausforderung“, die durch die wachsende Zahl minderjähriger unbegleiteter Flüchtlinge jetzt auf die Jugendämter zukomme.Insgesamt erwartet die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter in diesem Jahr bundesweit zwischen 20.000 und 30.000 Kinder und Jugendliche, die sich allein auf den Weg nach Deutschland machen.

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