Log in

Aktuelle Nachrichten aus Braunschweig vom 16. Juli 2019

Gelesen 137
(0 Stimmen)
Braunschweig- Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm Braunschweig- Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm

BRAUNSCHWEIG. 

 

„Grundversorgung im ländlichen Raum erhalten und Maximalversorger stärken“ - Oberbürgermeister Markurth zur Bertelsmann-Studie

Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Aufsichtsratsvorsitzender der Städtischen Klinikum Braunschweig GmbH, hat sich heute zur Studie der Bertelsmann-Stiftung "Neuordnung der Krankenhaus-Landschaft" geäußert.   "Richtig ist die Überlegung, dass ein flächendeckendes Angebot aller medizinischen Leistungen nicht zuletzt aufgrund der knappen finanziellen Ressourcen des Gesundheitssystems nicht mehr realistisch ist. Insgesamt ist die finanzielle Ausstattung der Kliniken nicht ausreichend, und wir müssen diese knappen Mittel besser und effektiver einsetzen.   Die aktuelle Situation stellt einen Maximalversorger wie das Städtische Klinikum vor große Probleme, sich angemessen weiterzuentwickeln und das Angebot modern und zukunftsfähig ausbauen zu können. Zur Wahrheit gehört, dass nicht alle medizinischen Leistungen von allen Anbietern in hoher Qualität erbracht werden können. Über eine Reduzierung von Kapazitäten in der Krankenhauslandschaft werden wir also tatsächlich reden müssen, diese Erkenntnis ist auch nicht neu."   Der Herausforderung geringer Ressourcen im System allerdings schlicht mit einer Schließung von Kliniken im ländlichen Bereich zu begegnen, greift zu kurz und wertet die Arbeit der kleineren Krankenhäuser ab. Denn natürlich gilt es, eine Grundversorgung in der Fläche zu erhalten. Wir müssen uns vielmehr grundsätzlich – also bundesweit und mit allen Beteiligten im Gesundheitssystem – über Standards der Versorgung verständigen. Welche Leistungen werden wo angeboten, welche sind grundsätzlich immer vorzuhalten und welche werden nur durch größere Häuser angeboten? Zudem sollten wir auch über eine klarere Aufgabenklärung von ambulanter und stationärer Versorgung sprechen und wie diese vergütet wird.   Wenn wir uns über diese grundsätzlichen Fragen verständigen können, werden auch Überkapazitäten deutlich werden – vermutlich insbesondere in Ballungsräumen - und die sollten dann Schritt für Schritt abgebaut werden. So können wir eine Grundversorgung im ländlichen Raum erhalten und gleichzeitig die Maximalversorger stärken."

 

 

Wartungsarbeiten an Telefonleitungen verschoben - Keine Einschränkungen am Donnerstag bei der Erreichbarkeit von 112

Die Wartungsarbeiten an den Notrufleitungen der Feuerwehr durch die Deutsche Telekom wurden aus technischen Gründen abgesagt. Die Stadtverwaltung hatte gestern mitgeteilt, dass es dadurch in der Nacht auf Donnerstag, 18. Juli, ab etwa 1 Uhr morgens zeitweise zu Ausfällen des Notrufs 112 im Bereich der Leitstelle Braunschweig, Peine und Wolfenbüttel kommen könnte. Dieser Fall tritt nun nicht ein. Die Wartungsarbeiten werden in etwa zwei Wochen nachgeholt. Die Stadtverwaltung wird den Termin vorab bekanntgeben.

 

 

Workshop „Buchkunst“ im Heidberg

Ein Workshop „Buchkunst – Bücher mal anders“ findet am Dienstag, 23. Juli, von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr, in der Zweigstelle Heidberg der Stadtbibliothek, Weimarstraße 4, im Rahmen der Sommerferienaktionen statt. Gemeinsam werden aus alten Büchern neue, schöne und auch praktische Dinge gebastelt und gestaltet. Der Kurs richtet sich an Kinder ab acht Jahren. Die Teilnahmekosten betragen drei Euro. Eine Anmeldung unter der Telefonnummer 470-6829 ist erforderlich. In den Sommerferien ist die Zweigstelle im Heidberg nur einmal wöchentlich, jeweils dienstags von 10 bis 18 Uhr, geöffnet. Weitere Informationen dienstags unter der Telefonnummer 26309473.

 

Formsammlung vorübergehend nicht zu besichtigen - Neue Sonderausstellung von August bis November im Städtischen Museum

Die Dauerausstellung der Formsammlung im Städtischen Museum Braunschweig, Haus am Löwenwall, Steintorwall 14, ist ab Dienstag, 23. Juli, nicht zugänglich. Grund sind die Vorbereitungen zu der neuen Sonderausstellung „Schimmernde Schönheiten. Luxusgerät aus Messing – Jugendstil bis Art Deco“, die von Sonntag, 25. August, bis Sonntag, 24. November, in den Räumen der Formsammlung präsentiert wird. Nach Ende dieser Schau ist die Ausstellung der Formsammlung voraussichtlich ab Donnerstag, 28. November wieder wie gewohnt zu sehen. Das Städtische Museum, Haus am Löwenwall, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt fünf Euro für Erwachsene, Ermäßigung (für Schüler, Studierende, Auszubildende, Menschen mit Behinderung, Rentner sowie Inhaber des „Braunschweig Passes“) 2,50 Euro. Kinder von sechs bis 16 Jahren zahlen zwei Euro. Schulklassen und Kinder bis sechs Jahren haben im Städtischen Museum freien Eintritt. Das Städtische Museum ist uneingeschränkt barrierefrei. Das Städtische Museum nimmt teil an der MuseumsCard der Braunschweiger Museen. Sie ermöglicht einmalig freien Eintritt sowie dauerhaft ermäßigten Eintritt bei Folgebesuchen für ein Jahr in den sieben größten Museen Braunschweigs. Die Museumscard kostet 22 Euro und ist auch im Städtischen Museum erhältlich. Alle Infos unter www.braunschweig.de/museumscard. Städtisches Museum im Altstadtrathaus, Altstadtmarkt 7, ist dienstags bis sonntags geöffnet. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter der Telefonnummer 470-4551 und im Internet unter www.braunschweig.de/museum.

 

Historische Zaunanlage der Villa Salve Hospes ist fertig restauriert

Die Restaurierung der historischen Einfriedung der Villa Salve Hospes ist abgeschlossen. Die Zaunanlage einschließlich der auf den Pfeilern stehenden Vasen zeigt sich wieder im alten Glanz. Die gesamte Anlage wurde seit Juli 2018 aufwändig restauriert und auf den Entwurf des Architekten Peter Joseph Krahe von vor 200 Jahren zurückgeführt. Dafür wurden vorher ausgeführte Fehlreparaturen korrigiert und einzelne statisch erforderliche Teile ersetzt. Der restliche Teil der Anlage wurde in der Substanz gesichert und für die Zukunft erhalten. Der Tatsache, dass Teile der Einfriedung noch „schief“ stehen, liegt eine bewusste Entscheidung zugrunde. In Absprache mit der Denkmalpflege wurde festgelegt, mit diesen Details beispielhaft aufzuzeigen, dass das Bauwerk 200 Jahre alt ist - eine Zeitspanne, die Spuren hinterlässt. Das Fundament wurde zum Teil erneuert. Die defekten Entwässerungsleitungen wurden repariert. Verlorene Teile der gusseisernen Zaunelemente, oder wie beispielsweise ein Griff der Sandsteinvasen, wurden bewusst nicht ersetzt. Ziel der Restaurierung war es, möglichst viel von der alten Bausubstanz zu erhalten. Da der Baugrund schwierig ist, was die Setzungen, d.h. ein Absacken der Pfeiler verursacht hat, der Lessingplatz zudem stark befahren ist, wurde ein Zaunpfeiler seit 2016 regelmäßig kontrolliert. Die Setzungen sind mittlerweile zum Stillstand gekommen und der Pfeiler steht fest. Die Zaunanlage wirkt in sich homogen, Herstellungs- und Nutzungsspuren sind erkennbar und die Objektgeschichte ist gut ablesbar. Die Restaurierung der historischen Einfriedung konnte mit Hilfe der finanziellen Unterstützung der Richard Borek Stiftung, des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, der Deutschen Stiftung Denkmalpflege, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Braunschweigischen Sparkassenstiftung und der Bingo Umweltstiftung umgesetzt werden. Die geschätzten Kosten für die Restaurierung in Höhe von 454.500 Euro werden voraussichtlich nicht überschritten. 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar