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Bremer Philharmoniker spielen für Flüchtlingshilfe in Berlin

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Bremer Philharmoniker spielen für Flüchtlingshilfe in Berlin Bremer Philharmoniker spielen für die Flüchtlingshilfe in der Landesvertretung Bremen (C) Elmar Bambach
Bremer Philharmoniker spielen für Flüchtlingshilfe in Berlin

Musikalisch-literarische Soirée für guten Zweck in der Landesvertretung Bremen

 
Vor rund 130 geladenen Gästen fand am Dienstagabend (22. September 2015) zum vierten Mal "Phil à la carte – eine musikalisch-kulinarische Soirée" mit den Bremer Philharmonikern in der Landesvertretung Bremen statt. Die Bremer Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, freute sich einmal mehr "die Bremer Philharmoniker als Aushängeschild der Bremer Kultur-Landschaft mit nationalem und internationalem Renommee" in der Bundeshauptstadt präsentieren zu dürfen. Ganz besonders begrüßte Ulrike Hiller die Ehrengäste des Abends: Aus der Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Karlshorst waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, freiwillige Helferinnen und Helfer und Bewohner der Unterkunft in die Landesvertretung gekommen: "Zusammen mit den Bremer Philharmonikern wollen wir den heutigen Abend auch nutzen, um uns für ihr Engagement zu bedanken und Spenden für das Projekt ‚Spielpark‘ in der Unterkunft für Geflüchtete sammeln."
 
Jens Quade, Kreisverbands-Präsident des DRK Müggelspree, informierte im Anschluss über den Hintergrund der Spendenaktion. Vor einem Monat habe der Landesverband Berliner Rotes Kreuz e.V. gemeinsam mit dem DRK Kreisverband Müggelspree e.V. eine Notunterkunft in Berlin-Karlshorst über Nacht bewohnbar gemacht. Inzwischen leben dort rund tausend Menschen - ein Drittel davon sind Kinder. Für das aktuelle Projekt "Spielpark" soll aus einer großen Brachfläche der Unterkunft eine Parkanlage mit viel Platz zum Spielen entstehen, "um den Kindern eine möglichst unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen", so Quade.
 
Der Intendant der Bremer Philharmoniker, Christian Kötter-Lixfeld, führte daraufhin durch den Abend, der unter dem Motto "Berlin im Licht" Musik aus der Weimarer Republik mit Chansons, Texten und Kammermusik von u.a. Kurt Weill, Friedrich Holländer, Kurt Tucholsky, Paul Hindemith beinhaltete. Christian Kötter-Lixfeld erinnerte daran, dass "viele Künstler der heutigen Soirée selber Geflüchtete waren oder Flüchtlinge wurden, um dem Nazi-Terror zu entkommen". Für die Gäste und den guten Zweck sangen, spielten und lasen an diesem Abend: Nadine Lehner (Sopran), Fabian Baumgarten(Lesung), Oleg Douliba und Florian Baumann (Violine), Steffen Drabek (Viola) und Karola von Borries (Violoncello).

 


(v.l.) Christian Kötter-Lixfeld , Ulrike Hiller, Jens Quade und Ingo Jander, (Orchestermanager der Bremer Philharmoniker) (C) Elmar Bambach

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