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"Gut, dass es SIE gibt": Mädcheneinrichtungen verweisen auf den Wert ihrer Arbeit und ihren Beitrag zur Integration von Flüchtlingsmädchen

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"Gut, dass es SIE gibt": Mädcheneinrichtungen verweisen auf den Wert ihrer Arbeit und ihren Beitrag zur Integration von Flüchtlingsmädchen Schön, dass es SIE gibt! (C) Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau
"Gut, dass es SIE gibt": Mädcheneinrichtungen verweisen auf den Wert ihrer Arbeit und ihren Beitrag zur Integration von Flüchtlingsmädchen

 

 

 

Was bewährt ist, soll erhalten bleiben, erklärt der Bremer Arbeitskreis Mädchenpolitik anlässlich des Weltmädchentags am Sonntag (11. Oktober 2015) und verweist mit einer bunten Postkarte "Gut, dass es SIE gibt" auf die lebendige Mädchenarbeit in Bremen.

"Mit einer ausdifferenzierten und vielfältigen Mädchenarbeit haben wir im Land Bremen ein gut funktionierendes Angebot und tragfähige, seit vielen Jahren gewachsene Strukturen", erklärt Kerstin Arfmann vom Arbeitskreis Mädchenpolitik, "diese Strukturen sind aktuell sehr gefordert: Viele Einrichtungen der Mädchenpolitik kümmern sich intensiv um Mädchen aus Krisen- und Kriegsgebieten, sind in Flüchtlingseinrichtungen präsent und leisten mit ihrer Beratung und Unterstützung einen wichtigen Beitrag zur Integration." Allerdings hätten viele Einrichtungen in den vergangenen Jahren Kürzungen hinnehmen und damit auch Angebote einschränken müssen. Der Arbeitskreis Mädchenpolitik verweist auf die Koalitionsvereinbarung, die die weitere Förderung der bremischen Jugendeinrichtungen ausdrücklich zusagt. "Hier nehmen wir die Politik beim Wort", so Kerstin Arfmann für den Arbeitskreis, "die Bremer Mädchen- und Jugendeinrichtungen werden bei der anstehenden Integration junger Flüchtlinge wichtige Aufgaben übernehmen, die sie bei weiteren Kürzungen nicht zu leisten imstande sind."

 
 

Mädcheneinrichtungen arbeiten konkret mit Übergangswohnheimen zusammen und holen Mädchen in ihre Einrichtungen. Sie arbeiten mit anderen in der Flüchtlingsarbeit Tätigen, organisieren Fahrradfahrkurse oder Tanzworkshops und sind auch in Schulen präsent. Sie beraten Mädchen, die Gewalt erleben und geben ihnen Sicherheit, die viele dringend brauchen.

"Gerade jetzt sind wir auf die bestehenden Angebote der Mädchenarbeit dringend angewiesen, denn unter den Flüchtlingen sind viele Mädchen und junge Frauen, die Schlimmes hinter sich haben und Unterstützung brauchen", so Landesfrauenbeauftragte Ulrike Hauffe und Leiterin der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF), unter deren Dach der Arbeitskreis Mädchenpolitik angesiedelt ist, "wir können froh sein, auf die Angebote der Mädchen- und Jugendeinrichtungen zurückgreifen zu können und müssen darauf achten, dass diese Schätze nicht dem Sparzwang zum Opfer fallen." 

Die Karte "Gut, dass es SIE gibt" ist in den Bremer Mädchen- und Jugendeinrichtungen sowie der ZGF erhältlich.

Die Geschichte zum Mädchentag

Die Ursprünge des Welt-Mädchentages liegen in Nepal. Die ehemalige Geschäftsführerin von Plan Deutschland, Marianne M. Raven, reiste 1998 mit Senta Berger in das südasiatische Land. Die Eindrücke dieser Tour gaben Anlass zum Start der internationalen Mädchen-Kampagne "Because I am a Girl", auf die der Welt-Mädchentag zurückzuführen ist. Plan Deutschland veranstaltete den ersten Internationalen Mädchentag des Plan-Verbundes bereits 2008 in Berlin. 2009 schlossen sich die Plan-Organisationen zusammen, um gemeinsam einen internationalen Mädchentag auf UN-Ebene zu fordern. Im September 2011 entschied der Deutsche Bundestag fraktionsübergreifend, sich bei den Vereinten Nationen für den von Plan initiierten UN-Mädchentag einzusetzen. Im Dezember 2011 stimmten die Vereinten Nationen für den Welt-Mädchentag.

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