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Börsen- und Wirtschaftnachrichten vom 23.Januar 2020

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Indizes vom 22.01.2020 (C) finanzen.net Indizes vom 22.01.2020 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Die europäischen Aktienmärkte haben nach einem fulminanten Start am Mittwoch dann doch noch im Minus geschlossen. Der DAX sowie der Stoxx-600-Index notierten am frühen Vormittag auf Allzeithochs. "Der deutsche Aktienmarkt sollte langfristig weiter gut unterstützt sein", so Christoph Ohme, Fondsmanager für deutsche Aktien bei der DWS. Im anhaltenden Niedrigzinsumfeld seien Aktien weiter eine sehr attraktive Anlageklasse, da es nur sehr wenig renditestarke Alternativen gebe.

Doch die Anschlusskäufe fehlten, zudem lieferte Daimler schlechte Nachrichten für den Automobilsektor. Dieser stellte nach einem Start im Plus mit einem Abschlag von 1 Prozent den Verlierer unter den Branchenindizes. Und Automobilwerte sind am deutschen Aktienmarkt stark vertreten. Zudem breitete sich der Coronavirus weiter aus, was einige Anleger vorsichtiger werden ließ. Der DAX schloss 0,3 Prozent tiefer bei 13.516 Punkten nach seinem Rekordhoch bei 13.640 Zählern. Der Euro-Stoxx-50 handelte 0,5 Prozent tiefer bei 3.770 Zählern. 

Daimler mit Gewinndelle

Daimler standen mit einem überraschenden Gewinneinbruch unter Druck und verloren 2,1 Prozent. Das EBIT wurde vom Unternehmen nun mit 5,6 Milliarden Euro beziffert, der Konsens lag bei etwa 6 Milliarden Euro. Die Gewinnwarnung wurde begründet in zusätzlichen Kosten für Restrukturierung und Ausgaben für behördliche und gerichtliche Verfahren sowie Maßnahmen bei Dieselfahrzeugen. BMW gaben um 0,6 Prozent nach und VW um 1,2 Prozent. An der Wall Street haussierte die Aktie von Tesla dagegen weiter, die Marktkapitalisierung liegt nun über 100 Milliiarden Dollar. Damit hat das Unternehmen von Visionär Elon Musk an der Börse den größten Automobilhersteller der Welt - VW - überholt.

ASML schlossen nach Zahlenausweis 0,4 Prozent tiefer. "Die Zahlen sind stark, aber vielleicht ist man nach dem Superergebnis von ASMI schon etwas zu bullisch hineingegangen", sagte ein Händler. Vor allem der schwächere Auftragseingang bei ASML überrasche etwas. Gewinn und Marge seien wie erwartet stark ausgefallen, jedoch habe es auch noch höhere Erwartungen gegeben. Auch der Umsatzausblick für das erste Quartal liege nur in der Mitte der bisherigen Erwartungsspanne.

Alstom profitierten von Berichten über eine geplante Zusammenlegung des Eisenbahngeschäfts mit der kanadischen Bombardier. Dazu sollen bereits erste Gespräche stattgefunden haben, hieß von der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Allerdings sehe ich noch nicht, inwiefern sich das fundamental von der Siemens-Alstom-Sache unterscheidet", sagte ein skeptischer Händler. Die EU-Kartellbehörde hatte damals den Zusammenschluss zwischen den Deutschen und Franzosen verhindert. Alstom verbesserten sich um 1,7 Prozent.

K+S knicken nach Analystenkommentar ein

K+S stellten im MDAX mit einem Minus von 8,2 Prozent den Verlierer. Ein Grund war die Wiederaufnahme der Aktie durch Bank of America mit "Underperform". Die Kollegen der Societe Generale schlossen zudem nicht aus, dass das Unternehmen den Kapitalmarkt anzapfen werde.

Für Varta ging es um 6,9 Prozent abwärts. Laut Commerzbank wird der Wettbewerbsdruck auf den Batteriehersteller nicht wieder verschwinden. Die Analysten senkten daher ihre Einstufung für die Aktie auf "Reduce" von "Hold".

S&T stiegen um 11,3 Prozent. Sehr positiv wurde die erhöhte Gewinnprognose des österreichischen Konzerns gesehen. Das EBITDA-Ziel soll im laufenden Jahr um weitere 10 Prozent ansteigen auf 220 Millionen Euro. Dies entspräche insgesamt einem Gewinnanstieg von rund 25 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2019.

Als extrem gut wurden die vorläufigen Umsatzzahlen der Versandapotheke Zur Rose im Handel gewertet. Das Umsatzwachstum von über 30 Prozent sei höher als erwartet ausgefallen. Allerdings könnten einige Teilnehmer verschnupft auf die negative Marge reagieren. Die Aktie verbesserte sich um 4,6 Prozent.

(Quelle: finanzen.net)

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