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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 10. Januar 2020

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Indizes vom 10.01.2020 (C) finanzen.net Indizes vom 10.01.2020 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Nach der Berg- und Talfahrt der ersten Handelstage in diesem Jahr schlagen die europäischen Aktienmärkte eine klare Richtung ein. Es geht nach oben. Der Kapitalmarkt hat den durch den US-Raketenangriff im Irak ausgelösten Nahost-Konflikt nahezu so schnell abgearbeitet, wie er aufgekommen war. Die sicheren Häfen der Anleihen, Edelmetalle wie auch das Öl haben die zwischenzeitlichen Gewinne wieder abgegeben.

Nach der Berg- und Talfahrt der ersten Handelstage in diesem Jahr schlagen die europäischen Aktienmärkte eine klare Richtung ein. Es geht nach oben. Der Kapitalmarkt hat den durch den US-Raketenangriff im Irak ausgelösten Nahost-Konflikt nahezu so schnell abgearbeitet, wie er aufgekommen war. Die sicheren Häfen der Anleihen, Edelmetalle wie auch das Öl haben die zwischenzeitlichen Gewinne wieder abgegeben.

An der Wall Street steigen die Indizes seit Wochen von einem Rekordhoch zum nächsten. In Europa ist es der breite Stoxx-600-Index, der auf Allzeithoch notiert. Der DAX ist diesem Ziel heute einen großen Schritt näher gekommen. Der deutsche Benchmark-Index schloss 1,3 Prozent höher bei 13.445 Punkten - und damit rückt das Allzeithoch bei 13.597 Punkten in greifbare Nähe. Die DAX-Werte von MTU, Adidas oder auch Vonovia handeln bereits auf Rekordhoch. Für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,6 Prozent auf 3.796 Punkte nach oben. Auf seinem Tageshoch bei 3.807 Zählern notierte er auf dem höchsten Stand seit fast 5 Jahren.

Anleger gehen stärker ins Risiko

Die Entspannung in der US-Iran-Krise sorgt für eine Umkehr der jüngsten Kursbewegungen bei den Branchen. Der Stoxx-Öl-&-Gassektor notierte mit einem Minus von 0,6 Prozent, belastet vom leichteren Ölpreis. Die jüngst noch verschmähten Technologieaktien waren auf ganzer Breite gesucht, der Sektor-Index führte die Gewinner mit 1,3 Prozent an. Infineon stiegen um 1,5, AMS um 2,1 und STMicroelectronics um 2,4 Prozent. Ein überraschend kräftiger Anstieg der Passagierzahlen sowie der niedrigere Ölpreis trieb den Kurs von Air France-KLM um 4,0 Prozent nach oben, Lufthansa stellten mit einem Plus von 4 Prozent den Gewinner im DAX.

Bei Evotec ging es um 3,3 Prozent nach oben. Das Biotechnologieunternehmen erweiterte mit dem Pharmariesen Bayer seine Partnerschaft. Ziel ist die Entwicklung klinischer Kandidaten für die Behandlung von Unfruchtbarkeit. Evotec winken dadurch in Summe Meilensteinzahlungen von mehr als 330 Millionen Euro. Unmittelbar erhält das Unternehmen 16,5 Millionen.

Cancom verloren dagegen 6,6 Prozent, nachdem der Vorstandschef Thomas Volk das Unternehmen überraschend verlässt. "Es scheint Streit über die strategische Ausrichtung zu geben", kommentierte ein Händler. "So etwas verunsichert die Börse, weil es bedeuten könnte, dass das Geschäftsmodell doch nicht so klar oder erfolgversprechend ist".

Um 6,3 Prozent abwärts ging es mit Sodexo in Paris nach den Quartalszahlen. Das Catering-Unternehmen hat die Erwartungen an das organische Wachstum nur dank des Rugby World Cups leicht übertroffen.

Britische Aktien teils deutlich im Minus

Die Nachricht belastete die ganze Branche. Der Einzelhandelsumsatz in Großbritannien ist 2019 zum ersten Mal seit einem Vierteljahrhundert gefallen. Ein möglicher No-Deal-Brexit und andere politische Unwägbarkeiten hätten den ohnehin wachsenden Druck auf die Filialisten noch erhöht, erklärte ihr Lobbyverband British Retail Consortium. In Summe lagen die Umsätze im vergangenen Jahr um 0,1 Prozent unter denen des Vorjahres.

Zudem gab es schlechten Nachrichten von Marks & Spencer. Nach einem enttäuschenden Weihnachtsgeschäft und einer Bruttomarge im laufenden Geschäftsjahr am unteren Ende der Erwartungen brach die Aktie um gut 11 Prozent ein. Ocado notierten 4,3 Prozent tiefer und Kingfisher 2,9 Prozent leichter.

Die Aktie des britischen Baustoffhändlers SIG verlor rund ein Fünftel an Wert, nachdem der Umsatz pro Arbeitstag im Dezember gegenüber dem Vormonat ein Viertel niedriger ausgefallen ist. Hochgerechnet kam er im zweiten gegenüber dem ersten Halbjahr um 8,3 Prozent zurück. Dies hat auch Auswirkung auf den Gewinn. Er wird nach Unternehmensangabe mit 42 Millionen Pfund die Konsenserwartung von 62 Millionen deutlich verfehlen.

(Quelle:finanzen.net)

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