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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 11. Januar 2020

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Indizes vom 10.01.2020 (C) finanzen.net Indizes vom 10.01.2020 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Nach schwächeren US-Arbeitsmarktdaten ist es an Europas Börsen am Freitag zu leichten Gewinnmitnahmen gekommen. Die US-Wirtschaft hat im Dezember 145.000 neue Stellen geschaffen und damit etwas weniger als die erwarteten 160.000. Schwächer entwickelten sich auch die durchschnittlichen Stundenlöhne. Wie die Commerzbank anmerkte, bleibt der US-Arbeitsmarkt aber eine wichtige Stütze des privaten Konsums und damit des konjunkturellen Aufschwungs.

Der DAX verlor 0,1 Prozent auf 13.483 Punkte - im Hoch stand er bei 13.548. Im Handel gilt es als ausgemachte Sache, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis er das bisherige Allzeithoch bei 13.597 erreichen wird. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,2 Prozent auf 3.790 Punkte. Konjunkturseitig kam zunächst etwas Rückenwind aus Frankreich. Dort ist die Industrieproduktion im November etwas stärker gestiegen als gedacht. Am Vortag hatten bereits deutsche Produktionsdaten positiv überrascht.

RWE-Aktionäre hoffen auf höhere Entschädigungszahlungen

RWE waren klarer Tagessieger im DAX mit einem Plus von 6,4 Prozent. Für Käufe sorgte die Spekulation, dass die Entschädigung für den Braunkohleausstieg höher ausfallen könnte als weitgehend erwartet. Wie die Rheinische Post berichtete, könnte RWE bis zu 2 Milliarden Euro dafür erhalten. "2 Milliarden wären deutlich mehr als unser Analyst erwartet hat", so ein Aktienhändler. Analysten sprachen vom Beginn einer Neubewertung der Aktie. Daneben sorgten Umstufungen für Bewegung im Versorgersektor, der 1 Prozent zulegte.

Siemens verloren 2 Prozent. Nach Angaben aus dem Handel belastete der zunehmende öffentliche Druck wegen des geplanten Kohleminenprojekts in Australien.

Für Kauflaune bei den Aktien der Fluggesellschaften sorgte Ryanair mit einer erhöhten Prognose. Die Aktie stieg um 5,7 Prozent und zog auch IAG um 4,6 Prozent mit und Easyjet um 4,2 Prozent. Air France gewannen 0,7 Prozent, während Lufthansa zurückblieben und um 2,1 Prozent nachgaben. Nächste Woche steht ein erneuter Schlichtungsversuch zwischen der Lufthansa und der Flugbegleitergewerkschaft Ufo an. Ufo sprach im Vorfeld von einem "letzten Versuch".

Die angehobene Gewinnprognose von Ryanair ist für die Analysten von Bernstein eine gute Nachricht für den gesamten Sektor. Damit werde nämlich erstmals der Nachweis erbracht, dass eine Entspannung beim Kapazitätswachstum die Renditen stütze.

Medigene haussieren nach positiven Studienergebnissen

Medigene reagierten mit Aufschlägen von 34,8 Prozent auf positive Ergebnisse der klinischen Phase-I/II-Studie für den Leukämie-Impfstoff Dendritische Zell-Vakzine (DC). Diese wurden im Handel als statistisch signifikant eingestuft.

Für Superdry ging es in London um 6,7 Prozent abwärts, nachdem die Textilhandelskette von einem schwachen Weihnachtsgeschäft berichtet hat. Aston Martin schlossen dagegen 15,3 Prozent fester. Auslöser für den Kurssprung war ein Bericht in der "Financial Times", laut dem der chinesische Autobauer Geely mit Aston Martin Gespräche über eine Beteiligung führen soll.

(Quelle:finanzen.net)

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