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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 12. Dezember 2019

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Indizes vom 11.12.2019 (C) finanzen.net Indizes vom 11.12.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. In einem lustlosen Geschäft haben Europas Börsen am Mittwoch zugelegt. Die Anleger warteten auf die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank am Abend, bevor dann am Donnerstag die EZB über ihre Politik entscheidet. Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass die Fed die Leitzinsen bestätigen wird. Auch der Ausblick sollte unspektakulär ausfallen: angesichts der stabilen Wirtschaft dürfte die US-Notenbank bis auf weiteres stillhalten. Tendenziell stützend an den Börsen wirkte die grundsätzliche Erwartung, dass am Sonntag keine neue US-Strafzölle auf chinesische Importe verkündet werden.

Der DAX gewann 0,6 Prozent auf 13.147 Punkte, im Euro-Stoxx-50 ging es um 0,4 Prozent nach oben auf 3.687 Punkte. Am Donnerstag wird zudem in Großbritannien gewählt. Die jüngste YouGov-Umfrage legt nahe, dass der Vorsprung der Tories von Boris Johnson knapper ist als bislang geschätzt. Dennoch würde ein solches Ergebnis bei der Zahl der Unterhaus-Sitze das beste Abschneiden der Konservativen seit dem Jahr 1987 bedeuten. Die Umfrage belastete nur zeitweise das Pfund, auch an der Londoner Börse blieb es ruhig.

Bei den Unternehmen am deutschen Markt standen Aurubis im Blick. Die Geschäftszahlen fielen zwar wie erwartet schwach aus. Allerdings sei im vierten Geschäftsquartal eine kleine Belebung zu erkennen, hieß es im Handel. Die Aktie gewann 10,9 Prozent.

Telefonica Deutschland gaben dagegen um 1 Prozent nach. Das Unternehmen will wegen der anstehenden Investitionen die Dividende kürzen.

Enttäuschende Studienergebnisse von Medigene

Medigene brachen um 17,8 Prozent ein nach der Veröffentlichung von Daten der laufenden klinischen Phase-I/II-Studie mit Medigenes dendritischen Zellimpfstoff (DC) zur Behandlung von akuter myeloischer Leukämie (AML) auf einer Tagung. Die vorläufigen Ergebnisse deuteten eine nicht signifikante Wirkung des Impfstoffs an, so ein Händler.

Hornbach Holding stiegen um 7,4 Prozent. "Das dritte Quartal ist extrem gut gelaufen", sagte ein Aktienhändler zur Anhebung der Ertragsprognose bei der Baumarktkette Hornbach. Das Plus auf der Ertragsseite stieg überproportional zum Umsatz. So verzehnfachte sich zum Beispiel das EBT auf 15 Millionen Euro.

Inditex schlossen in Madrid nach überzeugenden Zahlen 5,2 Prozent fester. Sowohl Ergebnisse als auch Umsätze fielen über den Erwartungen aus. Die Citigroup zeigte sich zudem angetan vom "beeindruckenden" Anstieg der Bruttomarge um 30 Basispunkte.

Credit Suisse schlossen mit Abschlägen von 0,9 Prozent. Belastend wirkte, dass die Bank das bisherige Renditeziel aufgegeben hat.

Die Zahlen zum ersten Halbjahr des britischen Transportunternehmens Stagecoach kamen an der Börse gut an, für die Aktie ging es um 8,9 Prozent nach oben. Für die Liberum-Analysten sind die Ertragszahlen oberhalb der Erwartung ausgefallen. Während das Busgeschäft den Fahrplan einhielt, lieferte das Bahngeschäft die positive Überraschung.

Jubel beim BVB - Trauer bei Ajax

An der Börse war man nicht davon überzeugt, dass es Borussia Dortmund in das Achtelfinale der Champions League schaffen würde. Doch mit Schützenhilfe von Barcelona und einem Sieg gegen Slavia Prag winken nun weitere Millioneneinnahmen aus der Königsklasse. Die BVB-Aktie gewann 8,2 Prozent.

Nachdem Ajax Amsterdam in der Gruppenphase der UEFA Champions League an Valencia gescheitert ist, fiel die Aktie des niederländischen Fußballklubs dagegen um 8,1 Prozent.

Die Euromicron-Aktie brach um 90,6 Prozent ein. Das Unternehmen ist überschuldet und wird deshalb ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung beantragen. Verhandlungen über einen Überbrückungskredit oder andere Maßnahmen zur Sicherung der Finanzierung seien gescheitert, teilte das Unternehmen mit.

Aumann stiegen um 8,1 Prozent auf 15,42 Euro. Hauck & Aufhäuser hat die Aktie mit einem Kursziel von 22 Euro auf die Kaufliste genommen.

 

(Quelle:finanzen.net)

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