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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 14. November 2019

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Indizes vom 13.11.2019 (C) finanzen.net Indizes vom 13.11.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Für die europäischen Aktienmärkte ist es am Mittwoch etwas nach unten gegangen. Wiederaufflammende Sorgen um den Handelsstreit sorgten dafür, dass Anleger ihr Risiko an den Börsen herunterfuhren. Die Marktstrategen der DZ Bank wiesen darauf hin, dass der US-Präsident am Vortag zudem eine Warnung an weitere Handelspartner parat hatte. Demnach könnten auch andere Länder mit höheren Zöllen bedacht werden, die die USA im Warenaustausch unfair behandelten. Trump dürfte noch im weiteren Tagesverlauf darüber entscheiden, ob zum Beispiel Einfuhrzölle auf europäische Fahrzeuge erhoben werden.

Der DAX gab um 0,4 Prozent auf 13.230 Punkte nach, der Euro-Stoxx-50 verlor 0,3 Prozent auf 3.700 Punkte. Nach dem Dreimonatstief am Vortag legte Gold auf 1.461 Dollar je Feinunze zu. In Spanien wirkte der Wahlausgang vom Wochenende nach. Dort deutete sich eine Linkskoalition zwischen Sozialisten und den Linkspopulisten Podemos an. Allerdings haben auch sie zusammen keine Mehrheit, so dass die beiden auf weitere Parteien angewiesen wären. Vor allem die spanischen Bankenwerte litten darunter und fielen in Madrid um bis zu 3,5 Prozent. Der IBEX-35 gehörte zu den schwächsten Indizes mit 1,2 Prozent Minus. 

Investor steigt bei Schaeffler ein

Die Nachricht des Tages stellte der überraschende Einstieg von Byron D. Trott bei Schaeffler mit rund 25 Prozent bei den Vorzugsaktien. Der ehemalige Vizechef des Investmentbankings von Goldman Sachs ist über seine Gesellschaft BDT Capital Partners eingestiegen. Er gilt als langfristiger Investor in Familienunternehmen und Mittelständler. Händler werteten dies als reines Finanzinvestment. Schaeffler-Aktien notierten mit der Nachricht 4,4 Prozent im Plus.

Daneben stand die Berichtssaison weiter im Fokus. Für die Aktie des Immobilienentwicklers Taylor Wimpey ging es um 2,1 Prozent nach unten. Das Unternehmen hatte für das laufende Geschäftsjahr eine etwas niedrigere Marge in Aussicht gestellt. Laut Peel Hunt wird die Marge rund 30 Basispunkte niedriger bei rund 19,60 Prozent erwartet.

Für die Aktie der Coca-Cola Hellenic Bottling Company (CCH) ging es um 5 Prozent auf 28,93 Euro nach oben. Die Aktie des drittgrößten Produzenten und Abfüllers von Coca-Cola ist mit einer Marktkapitalisierung von gut 10 Milliarden Euro eines der Schwergewichte an der Athener Börse, der FTSE-Athex Large Cap legte um 1,1 Prozent zu. Die Geschäftszahlen zum dritten Quartal sind nach Aussage der Citi-Analysten solide und im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. CCH waren in den vergangenen Monaten ein schlechter Performer, da Handelshemmnisse und Kommunikationsprobleme die Aktie belastet hatten. Im Luxusmodensektor überzeugte Salvatore Ferragamo mit Geschäftszahlen, die Aktie legte um 4 Prozent zu. ABN Amro gaben um 3,5 Prozent nach, nachdem die operative Entwicklung leicht schwächer als erwartet ausgefallen war.

Zahlen über Zahlen

Der IT-Dienstleister Bechtle beschleunigte im dritten Quartal sein Wachstum überraschend stark. Die Ziele für das laufende Jahr wurden bekräftigt. Die Aktien notierten 7,1 Prozent im Plus. Insgesamt seien die Drittquartalszahlen von Leoni wie erwartet schwach ausgefallen, resümierte Warburg. Der freie Cashflow habe sich zwar im Quartalsvergleich verbessert, falle jedoch immer noch negativ aus. Sorgen bezüglich der Liquiditätslage dürften angesichts der Entwicklung im dritten Quartal bestehen bleiben. Die Aktie brach um 8,2 Prozent ein.

Bei Lanxess ging es um 0,9 Prozent nach unten. Wegen der bestehenden Skepsis über die Entwicklung der Autoindustrie blieben die Analysten von Baader Helvea zurückhaltend. Nordex legten nach als durchwachsen bezeichneten Ergebnissen um 0,5 Prozent zu. Das Umsatzwachstum habe sich im dritten Quartal weiter beschleunigt, der Nettogewinn sei aber deutlich zurückgegangen, hieß es. Während die Bilfinger-Zahlen für das dritte Quartal "inline" mit der Erwartung der UBS-Analysten ausgefallen seien, mahne der Ausblick zur Vorsicht. An der Börse wurde die Aktie mit einem Minus von 7,3 Prozent abgestraft.

Deutsche Wohnen hatte sich operativ gut geschlagen, die Titel legten um 4,4 Prozent zu. Zudem hatte das Unternehmen einen Aktienrückkauf angekündigt. Deutsche Wohnen ziehe die Konsequenz daraus, dass die Aktie fortgesetzt unter dem Nettoinventarwert gehandelt werde, so Baader Helvea zum Aktienrückkauf. Das Volumen von 750 Millionen Euro entspreche in etwa 7 Prozent des Aktienkapitals

(Quelle: finanzen.net)

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