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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 16.Januar 2021

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Indizes vom 15.01.2021 © finanzen.net Indizes vom 15.01.2021 © finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Europas Börsen haben am Freitag ihre Verluste im Sog einer schwachen Wall Street etwas ausgeweitet. Marktbeobachter sehen die Aktienmärkte derzeit in einer Konsolidierung nach dem starken Jahresauftakt - in den USA belasteten zudem überwiegend enttäuschende Konjunkturdaten. Das vom designierten US-Präsidenten Joe Biden in Aussicht gestellte, erwartungsgemäße Konjunkturpaket lieferte den Anlegern ebenfalls keine Kaufargumente. Zudem pausiert der US-Börsenhandel am Montag wegen des Martin Luther King Day - vor dem langen Wochenende und Bidens Vereidigung am Mittwoch wollten viele Investoren offenbar nicht ins Risiko gehen.

Am Ende blieben die europäischen Indizes aber ebenso über ihren Tagestiefs wie zuletzt die Notierungen in den USA. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) schloss 1,15 Prozent tiefer bei 3599,55 Punkten. Damit erlitt der Leitindex der Eurozone einen Wochenverlust von rund 1,2 Prozent. In Paris verlor der CAC 40 am Freitag letztlich 1,22 Prozent auf 5611,69 Punkte. Der Londoner FTSE 100 schloss 0,97 Prozent tiefer bei 6735,71 Punkten.

Im europäischen Branchentableau konnten sich lediglich die Aktien des Gesundheitssektors im Plus behaupten: Der Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 gewann am Ende 0,7 Prozent.

Die Aktien konjunkturabhängiger Branchen kamen derweil unter die Räder. Der Index der Rohstoffunternehmen büßte über drei Prozent ein, gefolgt vom Index der Ölkonzerne, der mehr als zweieinhalb Prozent verlor. Letzterer litt auch unter einem deutlichen Preisrückgang für den wichtigen Rohstoff. Der Index der Autoindustrie sank um fast zwei Prozent.

Die vormittags noch von den Anlegern favorisierten Bankentitel bekamen ordentlich Gegenwind aus den USA, wo Geschäftszahlen der großen Institute JPMorgan (JPMorgan ChaseCo), Citigroupund Wells Fargo (Wells FargoCo) überwiegend enttäuschten: Der europäische Sektorindex schloss 1,8 Prozent im Minus.

Zu den schwächsten Einzelwerten zählten erneut die Aktien von Carrefour, die knapp drei Prozent verloren. Händlern zufolge belastet nach wie vor der Umstand, dass sich der französische Staat gegen eine geplante Übernahme des Handelskonzerns durch die kanadische Alimentation Couche-Tard (Alimentation Couche-Tard B) in Stellung gebracht hat. Allerdings sei der Deal bislang noch nicht verboten worden, hieß es.

Dagegen ging es für die Anteilscheine von Valeo um über ein Prozent aufwärts. Die Aktien profitierten von einigen positiven Analystenkommentaren nach den unerwartet gut ausgefallenen Eckdaten des Autozulieferers für das abgelaufene Quartal.

(Quelle: finanzen.net)

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