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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 17. Oktober 2019

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Indizes vom 16.10.2019 (C) finanzen.net Indizes vom 16.10.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Auch wenn Europas Börsen am Mittwoch kaum zugelegt haben, so blieb die Stimmung doch konstruktiv. Die Anleger setzen zunehmend auf einen positiven Verlauf der Brexit-Verhandlungen zwischen London und Brüssel. Laut EU-Ratspräsident Donald Tusk wurden die Grundzüge, jedoch noch kein vollständiges Brexit-Abkommen ausgehandelt. Tusk stellte allerdings eine Lösung in den nächsten Stunden in Aussicht. Das Pfund zog in dem Umfeld weiter an und stand zu Börsenschluss bei 1,2856 Dollar.

Schwache US-Einzelhandelsumsätze spielten in dem Umfeld nur eine untergeordnete Rolle. Auch steht der vorläufige Handelsdeal zwischen den USA und China weiter auf wackeligen Beinen. "Sollten sich die USA wirklich in Hongkong einmischen, bleibt abzuwarten, ob China dem Deal tatsächlich zustimmt", so die Einschätzung von Thomas Altmann, Portfoliomanager bei QC Partners. Der DAX gewann 0,3 Prozent auf 12.670 Punkte, der Euro-Stoxx-50 schloss unverändert bei 3.599 Punkten.

Bei Bayer dürfte die Zahl der Klagen steigen

Bayer verloren 0,6 Prozent. Das Unternehmen geht im dritten Quartal von einem signifikanten Anstieg der Zahl der Glyphosat-Klagen aus. Das berichteten sowohl Reuters als auch Bloomberg. Im Juli belief sich die Zahl der Klagen auf 18.400. Bayer dürfte noch in diesem Monat die neuesten Zahlen veröffentlichen. Analysten schätzen, dass die Beilegung der Klagen das Unternehmen Milliarden kosten dürfte.

Roche büßten 1,4 Prozent ein. Im Handel war von Gewinnmitnahmen die Rede. An den Zahlen selbst sei nichts auszusetzen, hieß es. Im Gegenteil, diese seien besser als erwartet ausgefallen. Roche hat den Ausblick angehoben, was allerdings von Analysten teilweise erwartetet worden war.

Ceconomy gaben um 2,7 Prozent nach. Hier herrscht Unsicherheit über die zukünftige Führung und damit die künftige Strategie. Der Mutterkonzern von Media-Markt und Saturn könnte sich am Donnerstag von seinem Vorstandsvorsitzenden Jörn Werner trennen.

Nach einem volatilen Verlauf gewannen Wacker Chemie 1,8 Prozent. Und das, obwohl das Unternehmen angesichts der ausbleibenden Erholung der Preise für Polysilizium die Prognosen für das laufende Jahr gesenkt hat. Ganz überraschend kam die Warnung aber nicht. Die Citigroup hat die Kaufempfehlung für das Papier nach der Warnung bestätigt. Für die Wacker-Chemie-Tochter Siltronic ging es dagegen um 1,6 Prozent nach unten.

Data Modul brachen um 10,1 Prozent ein. Nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang im dritten Quartal hat das Unternehmen nun die Prognosen gesenkt. Infineon gaben nach einem negativen Analystenkommentar 1,9 Prozent ab. Als neuerliche Enttäuschung wurde die Entwicklung bei Intershop gewertet, die Aktie sackte um 15,5 Prozent ab. Das Unternehmen kassierte die Umsatzziele für 2019 und 2020.

Corestate brechen ein - Muddy Waters geht short

Corestate Capital brachen sogar um 19,3 Prozent ein. Laut Angaben des Bundesanzeigers hat Muddy Waters am 15. Oktober eine Shortposition von 0,5 Prozent aufgebaut. Im Handel hieß es dazu, dass allein der Name des Leerverkäufers ausreichen dürfte, dass einige Anleger ihre Papiere verkauften.

Positiv bewerteten Marktteilnehmer die Zahlen von Telekom Austria. Das Unternehmen ist im dritten Quartal weiter gewachsen und hat die Prognosen bekräftigt. Die Aktie gewann 3,6 Prozent. Klöckner & Co erholten sich von den Vortagesverlusten und zogen um 6,8 Prozent an.

(Quelle:finanzen.net)

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