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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 18. Juli 2019

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Indizes vom 17.07.2019 (C) finanzen.net Indizes vom 17.07.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. An den europäischen Börsen haben die Kurse am Mittwoch den Rückwärtsgang eingelegt. Der Euro-Stoxx-50 fiel um ein 0,6 Prozent auf 3.502 Punkte. "Die Anleger bleiben risikoscheu", so ein Händler. Während Öl-Aktien, Banken und die Auto-Titel schwach im Markt lagen, zogen die konjunkturunabhängigen Aktien der Hersteller antizyklischer Konsumgüter und von Nahrungsmitteln sowie die Versorger deutlich an. Sie profitierten von den weiter fallenden Renditen. Der DAX gab 0,7 Prozent ab auf 12.341 Punkte. Impulse kamen auch von der anlaufenden Berichtssaison zum zweiten Quartal.

Ausreißer nach unten waren die Ölaktien, deren Index 2,1 Prozent verlor. Laut US-Außenminister Mike Pompeo ist der Iran zu Gesprächen über sein Atomprogramm bereit, die Aussagen drückten auf den Ölpreis. Auf der anderen Seite stiegen Nestle mit der guten Nachfrage nach konjunkturunabhängigen Aktien um 1,3 Prozent auf den neuen Rekordkurs von 103,26 Franken.

Im DAX wurde die Verliererseite von Fresenius Medical Care angeführt. Sie fielen um 3,5 Prozent, und im Sog gaben Fresenius um 2,4 Prozent nach. Händler verwiesen auf den Einstieg von CVS Health in das US-Heimdialyse-Geschäft. Für FMC mit seinem stationären Dialyse-Geschäft sei die Entwicklung negativ. Covestro fielen um 2,1 Prozent, Thyssenkrupp um 1,3 Prozent und BASF um 1,4 Prozent. Deutsche Bank legten mit einem Minus von 2,4 Prozent ebenfalls den Rückwärtsgang ein.

Dagegen gewannen Beiersdorf gegen den Trend 0,6 Prozent und Vonovia 0,8 Prozent. Der Versorger RWE legte ebenfalls etwas zu.

ASML auf Rekordkurs - Ericsson und Swedbank schwach

Star des Tages waren ASML mit einem Plus von 5,2 Prozent, die Aktie markierte neue Rekorde. Der Nettogewinn fiel im zweiten Quartal deutlich oberhalb des Konsenses aus.

Ericsson brachen dagegen um fast 12 Prozent ein. Das positive Umsatzmomentum sei durch höhere Kosten überschattet worden, was negativ auf die Marge gewirkt habe, so Citigroup. Ericsson warnte davor, dass die vielen "strategischen Verträge" zum Ausbau der Marktposition, besonders in Asien, kurzfristig Bruttomarge und Gewinne negativ beeinflussten.

In Stockholm fielen Swedbank um 7,1 Prozent. Die Swedbank hat das Ziel für die Dividenden-Quote auf 50 von 75 Prozent des Gewinns gesenkt und will so die Kapitalbasis stärken. Bei der ING hieß es, der Kapitalpuffer sei vergleichsweise dünn.

Swatch mit positivem Ausblick - BHP mit guten Produktionszahlen

Swatch wiederum stiegen um 5,9 Prozent. Der Luxusgüterhersteller hat nach Aussage der Citi-Analysten für das erste Halbjahr zwar nur "durchwachsene" Geschäftszahlen vorgelegt. Swatch geht aber von einem starken Wachstum in der zweiten Jahreshälfte aus. Das Ergebnis der Handelsgespräche zwischen den USA und China, eine potenzielle Yuan-Aufwertung und die chinesische Nachfrage nach Luxusgütern sollten im zweiten Halbjahr und auch im kommenden Jahr die Wachstumstreiber stellen.

Als positive Überraschung stuften die RBC-Analysten die Produktionszahlen des Rohstoffgiganten BHP Billiton ein. Dabei hätten alle Bereiche zu der Entwicklung beigetragen. Für BHP ging es um 0,2 Prozent nach oben.

Brenntag nur leicht unter Druck - Salzgitter deutlich

Im MDAX fielen Brenntag um 0,8 Prozent. Das Unternehmen geht beim bereinigten EBITDA im laufenden Jahr nur noch von einem Wachstum von 0 bis 4 Prozent statt den bisher genannten 3 bis 7 Prozent aus. Andererseits meinte Berenberg, die Gewinnwarnung sei weitgehend erwartet worden und die Aktie weiterhin kaufenswert.

Airbus lagen dagegen weiter auf Rekordkurs und gewannen 0,4 Prozent auf 131,76 Euro. Im TecDAX legten Morphosys und Carl Zeiss Meditec weiter zu. Dagegen gaben Dialog Semiconductor anfängliche Gewinne wieder ab und verloren 0,1 Prozent. Der Chiphersteller hat gute Geschäftszahlen geliefert und den Ausblick angehoben. Beim Umsatz liegt Dialog nun etwa 1 Prozent über dem oberen Rand der ursprünglich genannten Spanne.

Im SDAX fielen Salzgitter um 3,7 Prozent. Die Deutsche Bank hat die Aktien des Stahlunternehmens auf "Halten" abgestuft. In der vierten Reihe gewannen Villeroy und Boch trotz einer Gewinnwarnung 1,1 Prozent ein. Das saarländische Unternehmen erwartet nun einen leichten Rückgang des Konzernumsatzes und des EBIT. Bisher war eine Umsatz- und Gewinnsteigerung von jeweils 3 bis 5 Prozent in Aussicht gestellt worden.

(Quelle: finanzen.net)

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