Log in

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 19. Februar 2019

Gelesen 253
(0 Stimmen)
Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 19. Februar 2019 Indizes vom 18.02.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN.

Wenig verändert haben sich die europäischen Börsen am Montag aus dem Handel verabschiedet. Marktteilnehmer sprachen von einer Verschnaufpause nach dem deutlichen Plus am Freitag. Der Handel verlief auch deshalb in ruhigen Bahnen bei dünnen Umsätzen, weil die US-Börsen wegen des Feiertags "George Washingtons Geburtstag" geschlossen waren. Der DAX schloss kaum verändert bei 11.299 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 0,1 Prozent auf 3.245 Punkte. Auffallend war die Entwicklung des Goldes, der Preis für eine Feinunze notierte 0,4 Prozent höher bei 1.326 Dollar und damit auf Jahreshoch.

Wirecard haussieren 

Einen Freudensprung von 15,1 Prozent auf 115 Euro legte die Aktie von Wirecard hin. Die Finanzaufsicht Bafin hat Leerverkäufe von Aktien des Zahlungsabwicklers verboten. Die Allgemeinverfügung untersagt ab sofort, neue Netto-Leerverkaufspositionen in Aktien der Wirecard AG einzugehen oder bestehende Netto-Leerverkaufspositionen zu erhöhen. Die Anlegerschützer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz hießen diesen Schritt gut. 

 
 

 

"Das ist eine absolut richtige Entscheidung", kommentierte Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Anlegerschutzorganisation DSW. Damit bestehe endlich die Chance, in Ruhe zu analysieren, was an den erhobenen Vorwürfen dran sei. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt nun gegen einen Journalisten der Financial Times. Es liege eine konkrete Strafanzeige eines Anlegers vor, sagte eine Sprecherin der Behörde. Für die Analysten von Hauck & Aufhäuser, die ein Kursziel von 220 Euro für die Aktie nennen, ist das aktuelle Kursniveau eine Kaufgelegenheit. 

Auto-Aktien und Zulieferer mit Relativer Schwäche 

 

Zu den schwächsten Sektoren gehörten die Automobilwerte, die im Schnitt 0,2 Prozent abgaben. Sollte US-Präsident Donald Trump tatsächlich Strafzölle auf Autoimporte beschließen, dürfte dies nach Einschätzung der Analysten von Evercore ISI zu "verheerendem Gegenwind" für die deutschen Autohersteller wie auch für Jaguar Landrover führen. Eine Zollabgabe von 25 Prozent würde alleine den Volkswagen-Konzern 2,3 Milliarden Euro kosten, bei BMW und Daimler sei mit Belastungen von jeweils 1,7 bis 2 Milliarden Euro zu rechnen, schätzen die Experten. Das entspreche einem Bremseffekt auf den Gewinn je Aktie zwischen 13 und 20 Prozent. Renault verloren 1,2 Prozent, VW 1,1 und Daimler 0,4 Prozent.

Reckitt Benckiser legten nach Vorlage von Geschäftszahlen um 4,6 Prozent zu. Das Wachstum sei erfreulich, so ein Marktteilnehmer. Die Reckitt Benckiser Group hat ihren Vorsteuergewinn 2018 um 8,9 Prozent gesteigert. Für 2019 stellt der auf Reinigungsmittel und Gesundheitsprodukte spezialisierte Konsumgüterhersteller ein schnelleres vergleichbares Umsatzwachstum in Aussicht. 

Der Stahlhändler Klöckner & Co ist offenbar schwach ins Jahr gestartet. Das SDAX-Unternehmen erwartet im ersten Quartal ein operatives Ergebnis deutlich unter Vorjahr. Klöckner geht für das Auftaktquartal von einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 20 bis 30 Millionen Euro aus. Für die Aktie ging es um 6 Prozent nach unten. 

(Quelle: finanzen.net)

 

Schreibe einen Kommentar