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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 19. November 2019

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Indizes vom 18.11.2019 (C) finanzen.net Indizes vom 18.11.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag im Minus geschlossen, nachdem im Lauf des Nachmittags etwas Verkaufsdruck aufgekommen war. Weiterhin hing der US-chinesische Handelskonflikt wie ein Damoklesschwert über den Börsen. Im Handel wurde darauf verwiesen, dass sich die Stimmung in Peking bezüglich eines baldigen Handelsdeals mit den USA wohl eingetrübt hat. So wurde auf einen Tweet von CNBC Beijing verwiesen, wonach China auf eine Annullierung der bereits eingeführten US-Zölle auf chinesische Güter gesetzt habe.

Am Morgen hatte die chinesische Notenbank mit einer Zinssenkung überrascht. Mit dem Zinsschritt will sie das Vertrauen in die Märkte stärken und auch das sich verlangsamende Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ankurbeln. Der DAX gab um 0,3 Prozent auf 13.207 Punkte nach, der Euro-Stoxx-50 verlor 0,2 Prozent auf 3.705 Punkte.

Qiagen von Übernahme-Interesse beflügelt

Qiagen profitierten von Übernahmefantasie. Die Analysten von Berenberg bezeichneten es als nicht überraschend, dass es potenzielles Interesse an Qiagen gleich von mehreren Seiten gebe. Es handele sich um ein Qualitätsunternehmen, das in attraktiven Märkten stark positioniert sei. Es gebe starke defensive Wachstumsaussichten, eine gute Margenentwicklung und ein starkes Barmittel-Generierungspotenzial. Entscheidend sei die Frage, ob das Management zu dem Schluss komme, dass Qiagen als Teil eines größeren Konzerns noch bessere Wachstumsaussichten hätte. Abhängig vom Preis glaubt Berenberg, dass das Management zunehmend dieser Meinung sein dürfte. Für die Aktie ging es um 8,3 Prozent auf 36,90 Euro nach oben.

Als überraschend stuften die Analysten von Bank of America-Merrill Lynch dagegen ein, dass der Versicherer Aviva die Standorte in Singapur und China behalten will. "Die Entscheidung enttäuscht die Anleger, die darauf gesetzt haben, dass die Erlöse zur Beschleunigung des Deleveraging verwendet werden", so die Analysten. Für die Aktie ging es in London um 4,6 Prozent nach unten.

Bieterkampf um die spanische Börse

Um den spanischen Börsenbetreiber Bolsas y Mercados Espanoles (BME) zeichnet sich eine Bieterschlacht ab. Die schweizerische SIX Group bietet 34 Euro je Aktie für die BME, eine Prämie von über 30 Prozent. Zugleich hat aber auch die französische Euronext Interesse geäußert. "Der Markt ist in Bewegung", so ein Marktteilnehmer. Die Konsolidierung unter den Börsenbetreibern gehe nun weiter. Die Deutsche Börse bleibe da aber wahrscheinlich zunächst außen vor.

Die Aktie von BME schoss um 38 Prozent nach oben. Deutsche Börse verbesserten sich um 0,5 Prozent, Euronext zogen um 0,9 Prozent an.

Die Aktien von VW gaben deutlicher nach, der Kurs fiel um 4,1 Prozent. Belastend wirkte sich aus, dass der Konzern die Prognosen für 2020 heruntergenommen hat. Er rechnet nun noch mit einem Anstieg des operativen Gewinns um mindestens 25 Prozent statt von über 30 Prozent verglichen mit 2016. Auch der Umsatz werde nicht so stark zunehmen wie bisher erwartet. "Nach den jüngsten Zahlen überrascht das negativ", so ein Händler.

Deutsche Wohnen legten um 3,3 Prozent zu. Nun hält auch das Bundesbauministerium den geplanten Berliner Mietendeckel für verfassungswidrig. Die Deutsche Wohnen rechnet mit einer möglichen Cashflow-Belastung von kumuliert bis zu 330 Millionen Euro innerhalb der fünf Jahre, in denen der Mietendeckel gelten soll. Das Unternehmen will nun die Investitionen stark zurückfahren.

Grand City Properties legten nach ihren Zahlen leicht zu. Das flächenbereinigte Wachstum der Mieteinnahmen deutet nach Ansicht der Citigroup auf ein starkes und anhaltendes Wachstum hin. Für den Gewinn je Aktie im Gesamtjahr 2019 stellen die Analysten 1,19 Euro in Aussicht - und damit zum Vorjahr rund 5 Prozent mehr.

(Quelle:finanzen.net)

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