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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 21. Januar 2020

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Indizes vom 20.01.2020 (C) finanzen.net Indizes vom 20.01.2020 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Montagnachmittag uneinheitlich. Während es für den DAX um 0,2 Prozent auf 13.549 Punkte nach oben ging, gab der Euro-Stoxx-50 um 0,2 Prozent auf 3.799 Punkte nach. Übergeordnet fehlten zum Start in die Woche einfach die Impulse. Die Nachrichtenlage über das Wochenende war ruhig, auch die Berichtssaison legte eine kleine Pause ein. Zudem war die Wall Street wegen des Feiertages Martin-Luther-King-Day geschlossen. Als leicht belastend wurde gesehen, dass der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft etwas gesenkt hatte. Und nicht zuletzt warteten Marktteilnehmer auf den Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos. Am Abend wird dieses mit einem Konzert eröffnet.

Airlines schwach

Europaweit tendierten die Aktien der Fluglinien leichter, belastet von der Aussicht auf eine höhere Klimasteuer. Die Analysten von Davy Research stellten heraus, dass die Lufthansa Probleme haben werde, die signifikant höheren Flugsteuern 2020 zu kompensieren. Für Streckenlängen bis 2.500 km stiegen sie um 74 Prozent. Zudem ist ein möglicher Streik der Flugbegleiter weiterhin möglich. Aber auch die neue Lungenkrankheit in China könnte die Reisefreude zumindest in jener Region der Welt und mit Blick auf das nahende Neujahrsfest dämpfen. 

Der Index der europäischen Reiseaktien gab um 0,8 Prozent nach, Air France fielen 4,6 Prozent und IAG sowie Lufthansa 2,1 und 2 Prozent. Der Branchenindex der Einzelhändler führte die Verliererliste unter den Stoxx-Branchenindizes mit einem Abschlag von 1,1 Prozent an, die Aktien der Herstellern von Konsumgütern des täglichen Bedarfs gaben im Mittel um 0,8 Prozent nach.

Um 12,6 Prozent nach oben sprangen die Aktien des finnischen Edelstahlherstellers Outokumpu. Kurstreiber war hier eine Gewinnüberraschung. In einer vorgezogenen Mitteilung für das vierte Quartal sieht Outokumpu das adjustierte Ebitda nun bei rund 70 Millionen Euro. Zuvor war man eher von einem Ergebnis nahe dem des dritten Quartals von rund 45 Millionen Euro ausgegangen. Die kompletten Zahlen werden erst am 5. Februar veröffentlicht.

Telefonica mit Südamerika im Fokus

Telefonica legten um 2,7 Prozent auf 6,32 Euro zu. Kurstreiber ist ein Bericht der spanischen Zeitung "El Mundo", dass die Gesellschaft ein Kaufangebot für ihr Geschäft in Lateinamerika ex Brasilien erhalten habe. Telefonica hatte dieses Ende letzten Jahres zum Verkauf gestellt. Laut der Zeitung sollen für die Mehrheit am Geschäft 10 Milliarden Euro geboten worden sein. Die Analysten von Jefferies kommentierten, diese Bewertung des Konsortiums aus lokalen Geschäftsleuten würde sich mit ihrer hauseigenen Schätzung des Lateinamerika-Wertes von 9,3 Milliarden Dollar decken.

Den Verkauf werten die Analysten als sinnvoll, da er hauptsächlich aus Festnetz-Geschäft bestehe. Die Verschuldung von Telefonica würde deutlich sinken: Selbst wenn die Gesellschaft 25 Prozent an dem Unternehmen behielte, würde der Nettoverschuldungshebel vom 3,15-fachen auf das 2,98-fache sinken. Jefferies empfiehlt die Aktien weiter mit "Buy".

Jenoptik fielen um 0,5 Prozent, nachdem am Freitagabend der Verkaufsstopp der Sparte Vincorion bekanntgegeben worden war. Als Grund gab die Mutter Unzufriedenheit mit den Preisgeboten an.

Dic Asset stiegen um 5,2 Prozent. Positiv wurde an der Börse unter anderem gewertet, dass die Dividende auf 0,66 nach zuvor 0,48 Euro angehoben werden soll. Borussia Dortmund kletterten um 3,9 Prozent. Damit feierte die Börse den Sieg gegen Augsburg mit dem Einstand des Neuzugangs Erling Haaland. Nach dem 3-Tore-Paket sprachen Beobachter von einem "Traumstart".

(Quelle:finanzen.net)

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