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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 28. November 2019

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Indizes vom 27.11.2019 (C) finanzen.net Indizes vom 27.11.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Europas Börsen haben am Mittwoch mit leichten Aufschlägen geschlossen. Die Anleger hielten sich aber zurück. Der steigende Optimismus bezüglich einer Teillösung im Handelskonflikt zwischen den USA und China liefert kein Kaufargument mehr. US-Präsident Donald Trump hatte am Vorabend gesagt, man liege in den letzten Zügen vor einem Deal. "Es macht sich Müdigkeit breit rund um diese Rhetorik", sagte Sean Simko, Leiter des globalen Fixed-Income-Bereichs bei SEI Investments: "Wir haben diese Story oft genug gehört - lasst uns endlich die Fakten sehen."

Der DAX gewann 0,4 Prozent auf 13.287 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,2 Prozent auf 3.713 nach oben. Mit der guten Performance an den Aktienmärkten und dem nahenden Jahresende werden die Anleger etwas vorsichtiger. Eine Besserung der Konjunktur im kommenden Jahr sei in den Aktienbewertungen größtenteils eingepreist. "Die 10-Prozent-Rally in Aktien seit August, der Anstieg der Bewertungen und die starke Rotation in Richtung zyklischer und weg von defensiven Aktien impliziert, dass eine ordentliche Erholung im Wachstumsmomentum und bei den globalen Einkaufsmanagerindizes bereits voll erwartet wird", so die Analysten von Goldman.

Orange und Deutsche Telekom sollen über Fusion sprechen

Orange und Deutsche Telekom zogen am Nachmittag kurzzeitig stärker an. Hintergrund war ein Bericht im "Handelsblatt", laut dem beide Telekom-Unternehmen über eine Fusion nachdenken sollen. Bereits in der Vergangenheit hatten beide Konzerne Fusionsgespräche geführt, diese aber letztlich verworfen. Nach Einschätzung aus dem Handel ist eine Fusion angesichts des stark zersplitterten Telekommarktes in Europa wünschenswert, die politischen Hürden seien aber hoch.

Da wäre zum einen die Form der Fusion. Angesichts der deutlich höheren Marktkapitalisierung der Deutschen Telekom wäre eine Fusion unter Gleichen kaum darstellbar. Auf der anderen Seite, dürfte der französische Staat einer Übernahme durch die Deutsche Telekom aus politischen Gründen kaum zustimmen. Gerade die Politik verhindere den Konsolidierungsbedarf im Sektor. Deutsche Telekom stiegen 1,3 Prozent, während Orange nach kurzem Anstieg unverändert aus dem Handel ging.

British American Tobacco (BAT) gewannen 3,1 Prozent. In einer ersten Reaktion auf ihren Zwischenbericht waren sie am Morgen fast 2 Prozent abgerutscht. "Die Aktie wird von ihrer enormen Dividendenstärke gestützt", sagte ein Händler. Die Rendite liege bei über 6 Prozent. Sorgen mache eher die Zukunft, denn wie befürchtet hat BAT den Umsatzausblick für ihre Vaping-Produkte gesenkt. Positiv hoben die Analysten der Citi hervor, dass BAT für den Gesamtumsatz des Konzerns die Prognose dennoch leicht nach oben präzisiert hat.

Aroundtown hebt die Prognose an

Der Immobilienkonzern Aroundtown ist auch im dritten Quartal weiter gewachsen. Die Prognose für das Gesamtjahr hat der auf Gewerbeimmobilien spezialisierte Investor angehoben. Das Unternehmen erwartet 2019 nun einen FFO I - eine in der Immobilienbranche gängige Kennziffer für das operative Geschäft - von mehr als 500 Millionen Euro, bisher lag die Messlatte bei über 490 Millionen Euro. Die Aktie gewann 2,3 Prozent.

Zudem legte Knorr-Bremse Zahlen vor, hier wurden im dritten Quartal sowohl der Umsatz als auch der operative Gewinn gesteigert. Unter dem Strich verdiente das MDAX-Unternehmen wegen des verlustreichen Verkaufs von Powertech allerdings deutlich weniger. Im vierten Quartal rechnet das Unternehmen dank einer Sale-and-Lease-Back-Transaktion am Standort München mit einem Buchgewinn von 46 Millionen Euro. Die Aktie verlor 3,7 Prozent.

 

(Quelle:finanzen.net)

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