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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 29. November 2019

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Indizes vom 28.11.2019 (C) finanzen.net Indizes vom 28.11.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Etwas leichter haben Europas Börsen am Donnerstag geschlossen. Das Geschäft verlief extrem ruhig angesichts des "Thanksgiving"-Feiertages und den deswegen geschlossenen US-Börsen. Etwas belastend wirkte, dass US-Präsident Donald Trump Gesetze zur Solidarität mit der Demokratie-Bewegung in Hongkong unterschrieben hat. China hat darauf sehr verstimmt reagiert. Dies könnte die weiter laufenden Handelsgespräche verkomplizieren, so die Befürchtung am Markt.

Stratege Jochen Stanzl von CMC Markets sieht hinter dem Gesetz eine mögliche "Steilvorlage für die Bären". Die Tatsache, dass sich die USA so deutlich auf die Seite der Demokratie-Bewegung in Hongkong stellen, erhöhe ganz klar das Risiko des Scheiterns eines Handelsabkommens. Zudem sei der DAX schon mehrfach an der Marke von 13.300 Punkten gescheitert.

Der DAX gab um 0,3 Prozent nach auf 13.246 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 0,2 Prozent auf 3.704 Punkte.

Trotzdem bleiben Marktanalysten optimistisch: Die derzeitige Seitwärtsbewegung an den Börsen bestätige nur den übergeordneten Aufwärtstrend. Der Startschuss für eine Jahresendrally könne daher jederzeit fallen. Sie war zwar vergangenes Jahr ausgefallen, "sie kommt aber in 7 bis 8 von 10 Jahren vor", sagte Holger Struck von hs-livetrading. Besonders stark ist laut statistischen Auswertungen auch die Phase um Thanksgiving und die Woche danach.

Düsseldorf macht bei RWE Kasse

Vodafone brachen nur optisch um 3,9 Prozent ein, da hier ein Dividendenabschlag von rund 2,3 Prozent verbucht wurde. Positive Nachrichten gab es zu Spaniens Telefonica, die umstrukturieren und ein Umsatzpotenzial von 2 Milliarden Euro heben will. Zudem will der Konzern die Cashflow-Marge dadurch um 2 Prozentpunkte steigern. Telefonica gewannen 1,2 Prozent.

RWE gingen unverändert bei 27,08 Euro aus dem Handel und zeigten sich damit nicht belastet vom Ausstieg der Stadt Düsseldorf. Die Stadt hat 5,7 Millionen Aktien zum Stückpreis von durchschnittlich 27,44 Euro verkauft. Der Verkaufspreis lag damit deutlich über dem Schlusskurs von 27,09 Euro am Mittwoch.

Schoeller-Bleckmann kletterten um 5,0 Prozent. Der Ölfeld-Ausrüster leidet zwar unter den schwachen Preisen in der Branche; günstig habe sich aber der Auftragseingang entwickelt. Baywa schlossen 2,9 Prozent fester. Wie das Unternehmen mitteilte, befindet es sich in Endverhandlungen über die Aufnahme eines neuen Gesellschafters bei der Tochter Baywa r.e. renewable energy.

Remy Cointreau mit enttäuschenden Zahlen

Die Aktien des Spirituosenherstellers Remy Cointreau fielen nach Zahlen um 2,4 Prozent. Der organische Umsatz liege mit einem Minus von 3,6 Prozent im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres zwar noch im Rahmen der Erwartungen, die Marge von 26,4 Prozent liege aber einen vollen Prozentpunkt unter den Schätzungen, hieß es. Die Citigroup sprach von größtenteils enttäuschenden Zahlen.

Südzucker legten um 8,1 Prozent zu. Im Handel wurde zur Begründung auf anziehende Bioethanolpreise verwiesen. Cropenergies gewannen 3,5 Prozent.

Borussia Dortmund fielen um 3,4 Prozent. Eine schwache Leistung im Gruppenspiel der Champions League gegen den FC Barcelona gefährdet den Einzug in das lukrative Achtelfinale. Für Isra Vision ging es um 5,6 Prozent nach unten, nachdem Warburg die Einstufung auf "Hold" gesenkt hatte. Eine Kaufempfehlung der UBS verhalf dagegen Stabilus zu einem Kursplus von 4,3 Prozent.

 

(Quelle: finanzen.net)

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