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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 30. Juni 2020

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Indizes vom 29.06.2020 (C) finanzen.net Indizes vom 29.06.2020 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Der Rückenwind von der Wall Street hat Europas Börsen am Montag einen erfreulichen Wochenstart beschert. Der US-Häusermarkt erholte sich stark von der Corona-Krise. Die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe sprang im Mai deutlich stärker an als Analysten erwartet hatten. Diese positive Nachricht trieb die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks an.

Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) als Leitindex der Eurozone schloss nach einem verhaltenen Start 0,87 Prozent höher bei 3232,02 Punkten. Für den französischen Leitindex CAC 40 ging es um 0,73 Prozent aufwärts auf 4945,46 Punkte. Der britische FTSE 100 gewann 1,08 Prozent auf 6225,77 Zähler.

Im Hintergrund schwelen allerdings weiter die Sorgen vor dem Coronavirus. Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Capital verwies vor allem auf den Corona-Hotspot USA, wo sich noch immer die erste Infektionswelle rasant ausbreitet. "Je länger sich diese Welle fortsetzt, desto größer wird der Schaden für die Wirtschaft am Ende sein."

Die 19 Branchen in Europa legten in dem freundlichen Umfeld überwiegend zu. Den größten Sprung nach oben schafften die Bankaktien mit einem Plus von 2,3 Prozent. Vordere Plätze im Branchentableau sicherten sich auch der Chemie- und Automobilsektor mit Gewinnen von jeweils rund 1,7 Prozent. Diese Branchen gelten als besonders konjunktursensibel. Dementsprechend schnellten die Anteilsscheine von Renault an der Spitze des Cac 40 um mehr als fünf Prozent in die Höhe.

Unter den Einzelwerten im EuroStoxx zogen unter anderem die Papiere von Danone Aufmerksamkeit auf sich, die um mehr als zwei Prozent fielen. Analysten verwiesen auf die trübe Quartalsprognose des Nahrungsmittelherstellers zum Wassergeschäft. Sowohl Analystin Celine Pannuti von der US-Bank JPMorgan als auch Goldman-Sachs-Analyst John Ennis hoben die Aussagen des Managements hervor, das für das zweite Quartal in diesem Bereich einen Umsatzrückgang um 30 Prozent erwartet.

Am Index-Ende verloren die Anteilsscheine von Unilever NV (Unilever) 2,5 Prozent. Hier schrieb der Fachmann Guillaume Delmas von der Schweizer Großbank UBS, in die Papiere des Konsumgüterkonzerns sei ein zu hohes Umsatzwachstum eingepreist. Delmas sieht vor allem Herausforderungen in der Sparte Kosmetik & Körperpflege.

In London stiegen die Anteilsscheine von BAE Systems um mehr als zwei Prozent. Der Rüstungs- und Luftfahrtkonzern hatte Halbjahreszahlen vorgelegt und ist auf dem Weg, seine Ziele für 2020 zu erreichen.

Neue Rekordhöhen erreichten derweil die Anteilsscheine des Bezahldienstleisters Adyen (Adyen BV Parts Sociales) bei 1325,50 Euro und die Aktien der Schweizer Online-Apothekengruppe Zur Rose bei 252,00 Franken. Adyen gilt als Profiteur des nach einem Bilanzskandal ums Überleben kämpfenden Konkurrenten Wirecard. Die US-Bank Morgan Stanley hob zudem angesichts unvermindert starker Wachstumstreiber ihr Kursziel für Adyen auf 1485 Euro an. Die Papiere von Adyen gingen 0,7 Prozent höher aus dem Handel.

Die Analysten von Berenberg und Warburg Research äußerten sich positiv zur angekündigten Übernahme der deutschen Online-Apotheke Apotal und hoben ihr Kursziel für die Aktie der schweizerischen Zur Rose Gruppe an. Deren Aktien gewannen mehr als drei Prozent.

(Quelle:finanzen.net)

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