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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 6. Dezember 2019

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Indizes vom 05.12.2019 (C) finanzen.net Indizes vom 05.12.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag leichter geschlossen. Übergeordnet ist es unverändert die Nachrichtenlage im US-chinesischen Handelsstreit, die die Richtung an den Börsen vorgibt. Als leicht belastend für die europäischen Unternehmen wurde der Euro gewertet, der über die Marke von 1,11 Dollar gestiegen ist. Der Vermögensverwalter Pimco rechnet langfristig mit einer Abschwächung des US-Dollar und begründet dies mit einer Lockerung der US-Geld- und Fiskalpolitik. Die Europäische Zentralbank habe dagegen kaum noch Möglichkeiten, ihre Geldpolitik zu lockern. Der DAX schloss 0,7 Prozent tiefer bei 13.055 Punkten, der Euro-Stoxx-50 verlor 0,3 Prozent auf 3.648 Punkte.

Nach einer bisher enttäuschenden Performance in diesem Jahr ging es für die Aktie von Aston Martin um 18 Prozent auf 594,60 Pence nach oben. Marktteilnehmer verwiesen dabei auf einen Online-Bericht von Autocar, wonach Lawrence Stroll, der Vater des Formel-1-Rennfahrers Lance Stroll, ein Angebot zum Kauf einer größeren Beteiligung an dem britischen Luxusautohersteller vorbereitet. Das Vermögen von Stroll, Eigentümer des Racing Point F1 Teams, wird auf über 2 Milliarden Pfund taxiert. Beim IPO im Jahr 2018 kostete die Aktie noch 1.900 Pence.

Luxus ist Trumpf

Kurz vor Weihnachten sind die Aktien der Hersteller von Luxusgütern gefragt. So sprangen in Mailand die Titel von Moncler um 6,5 Prozent nach oben. Anlass gab zunächst ein Medienbericht über Übernahmegespräche mit Kering. Auch deren Aktien zogen um 0,3 Prozent an. Kerings Interesse an einer Übernahme des italienischen Skibekleidungsherstellers erscheint den Analysten von Equita "plausibel" und dürfte auf die Konsolidierung der gesamten Gruppe ausgerichtet sein. Moncler sei eine Marke mit starker Dynamik, führend in ihrer Marktnische, mit einem Qualitätsmanagement und einer Rentabilität an der Spitze der Vergleichsgruppe. Am Nachmittag spielte dann allerdings Moncler-CEO und Aktionär Remo Ruffini die Berichte über M&A-Gespräche mit Kering etwas herunter.

Aktien der skandinavischen Luftfahrtgesellschaft SAS brachen dagegen um 15,4 Prozent ein. Zwar konnten die Geschäftszahlen zum vierten Quartal die Erwartungen leicht schlagen, der Ausblick fiel jedoch düster aus. Neben der Erwartung eines "signifikant geringeren" Nachfragewachstums leidet SAS auch unter Währungsproblemen der Krone.

Für die Aktie von Glencore ging es um 9 Prozent nach unten. Hier belastete die Nachricht, dass die britische Strafverfolgungsbehörde für schwere Betrugsdelikte (Serious Fraud Office) eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Bestechung angekündigt hat. Glencore wird mit der Behörde zusammenarbeiten. Die Nachricht zog den gesamten Rohstoff-Sektor nach unten, der mit einem Minus von 1,8 Prozent das Schlusslicht in Europa stellte.

Der Zwischenbericht des britischen Einrichtungshändlers Dunelm überzeugte, für die die Aktie ging es um knapp 20 Prozent nach oben. Die Analysten von AJ Bells stellten den neuen Internetauftritt des Unternehmens sowie die Margenentwicklung positiv heraus. Die Kollegen von CMC Markets werten den Einkauf sowie die Kosteneinsparungen positiv, was letztendlich auch an der Marge abzulesen sei. Peel Hunt reagierte sofort und stufte die Aktie auf Kaufen hoch.

Varta von Platzierung und Gewinnmitnahmen belastet

Varta notierten 4,7 Prozent im Minus bei 121,60 Euro. Hier belastete zum einen die Platzierung vom Vorabend durch den Großaktionär Montana Tech, der über seine Tochter VGG 808.000 Aktien platzierte, was einem Anteil von knapp 2 Prozent an dem Unternehmen entspricht. "Die Platzierung fand bei 121,00 Euro statt", so ein Händler. Damit sei die Nachfrageseite zunächst bedient worden. Zudem sei die MDAX-Aufnahme ein Problem, sagte ein anderer Händler. Statistisch sei erwiesen, dass Aktien im Vorfeld der Index-Aufnahme stiegen, danach aber zu Underperformern mutierten.

(Quelle:finanzen.net)

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