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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 6. Juni 2018

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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 6. Juni 2018 Indizes nach Handelsschluß am 05.06.2018 (C) Finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. An den europäischen Börsen hat sich am Dienstag keine einheitliche Tendenz durchgesetzt. Der Euro-Stoxx-50 verlor knapp 0,4 Prozent. Der DAX legte um gut 0,1 Prozent zu auf 12.787 Punkte, auf der anderen Seite ging es aber in Mailand, London, Zürich und Wien mehr oder weniger deutlich nach unten.

Auch bei den Branchen und den Einzeltiteln ergab sich keine einheitliche Tendenz. Während Technologie-Aktien auf breiter Front stark gefragt waren, gerieten die Aktien der Banken unter Druck. 

 

Der Branchenindex der Banken in der europäischen Stoxx-Welt fiel um 1,7 Prozent. Die italienischen Renditen stiegen wieder, die zehnjährige auf 2,74 Prozent von 2,54 Prozent am späten Montag. "Die neue Regierung will wohl Schulden abbauen, indem sie neue Schulden aufnimmt", sagte ein Händler zur Regierungserklärung von Guiseppe Conte. Intesa fielen um 3,8 Prozent und Unicredit um 3,6 Prozent, Commerzbank gaben 2,8 Prozent ab. 

Technologie weiter rauf 

Dagegen bauten Technologie-Aktien ihre Stärke weiter aus. Der Stoxx-Branchenindex der Technologiewerte führte mit einem Plus von 1,4 Prozent die Gewinner bei den Sektoren an. In Deutschland stieg der TecDAX zeitweise auf den höchsten Stand seit dem Platzen der Technologieblase der Jahrtausendwende.

"Technologiewerte profitieren weiter von den Innovationssprüngen und den damit verbundenen nötigen Investitionen", sagte ein Marktteilnehmer. In den USA stiegen Apple am Montag mit der Vorstellung von Software-Innovationen auf neue Allzeithochs. Und die großen Nasdaq-Indizes kratzten bereits an ihren Rekordständen von Mitte März. 

"Tech-Werte sind der herausragende Sektor, der nach einer strukturellen Wachstumsstory aussieht und weiterhin Gewinnwachstum zeigen wird", sagte Nick Peters, Portfoliomanager bei Fidelity International. Im DAX führten Infineon mit einem Plus von 2,7 Prozent den Aufschwung an. Mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 99,00 Euro standen SAP nur noch knapp unter der Marke von 100 Euro. 

Mit Blick auf den Gesamtmarkt war weiter von einem zurückhaltenden Geschäft die Rede wegen der schwelenden diversen Handelskonflikte der USA. Deswegen wurde mit Spannung auf das G7-Treffen am kommenden Wochenende in Kanada gewartet. 

RBS unter Druck 

Unter den Einzelwerten verloren Royal Bank of Scotland (RBS) 5,3 Prozent nach der Ankündigung der britischen Regierung, einen Anteil von 7,7 Prozent an der Bank verkaufen zu wollen. Bislang beträgt die Beteiligung rund 70 Prozent. Die Regierung hatte die RBS während der Finanzkrise verstaatlicht und rund 5 Pfund je Aktie bezahlt; angesichts des aktuellen Kurses von 2,68 Pfund ist damit fast die Hälfte für den Steuerzahler verloren. 

In Paris stiegen Accor um 2,1 Prozent, während Air France-KLM um 5 Prozent nachgaben. Am Vortag hatten sich die Kurse jeweils in die andere Richtung bewegt mit der Nachricht, dass die Hotelkette Accor einen Einstieg bei der schwer gebeutelten Fluglinie erwägt. Analysten konnten dem aus Accor-Sicht wenig Positives abgewinnen. 

Im SDAX stiegen Takkt kräftig um 7,4 Prozent nach einer Hochstufung auf "Kaufen" durch Berenberg. Die Aktie sei unterbewertet, so das Haus. 

Indexänderungen im Blick 

Im Blick standen auch die für den Abend erwarteten Veränderungen bei der Zusammensetzung von MDAX, SDAX und TecDAX. Unter anderem drängten im Zuge eines Sofortaufstiegs ("Fast Entry") der Logistiker Delivery Hero, die Online-Plattform-Holding Scout24 und Puma in den MDAX. Alle drei zogen am Dienstag weiter an. 

Als Abstiegskandidaten aus dem MDAX gehandelt wurden Stada, Alstria Office, Krones, Ceconomy und Jungheinrich. Und im TecDAX dürften die Aktien der Siemens-Tochter Healthineers den Platz von Aumann einnehmen, die wohl in den SDAX wechseln. In diesen drängte auch DWS, Abstiegskandidat waren anderem Steinhoff.

(Quelle: Finanzen.net)

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