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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 7.April 2020

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Indizes vom 06.04.2020 (C) finanzen.net Indizes vom 06.04.2020 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Europas Börsen sind sehr fest in die neue Woche gestartet. Positive Nachrichten kamen aus Österreich. Dort sollen ab dem 14. April die Geschäfte schrittweise wieder geöffnet werden, und die Schulen dann ab Mitte Mai. Größere Veranstaltungen gebe es frühestens ab Juni wieder. Der DAX stieg um 5,8 Prozent auf 10.075 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gewann 5 Prozent auf 2.796 Punkte. In Wien kletterten die Kurse um 4,2 Prozent.

Auch sonst gab es positive Signale zur Coronavirus-Epidemie. Italien meldete am Sonntag die niedrigste Zunahme seit mehr als zwei Wochen. In Spanien ging die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle den dritten Tag in Folge zurück, während Frankreich den niedrigsten Anstieg seit einer Woche registrierte. Kritisch ist die Lage unverändert in den USA, wo sich die Zahlen schnell nach oben entwickeln. Auch in einigen Schwellenländern kommt die Pandemie erst langsam an.

Konjunktursensible Aktien erholen sich

Die Aktien aus den Branchen Auto, Touristik, Banken und Bau führten die Gewinnerliste bei den Sektoren an - sie gewannen bis zu 9,5 Prozent. "Sie würden am meisten von einem Ende des Shut-Down profitieren", sagte ein Händler. Schlusslicht waren Titel aus dem Öl- und Gassektor mit Aufschlägen von 0,4 Prozent. Hier drückte ein nachgebender Ölpreis.

Der von Sentix erhobene Konjunkturindex ist derweil für den Euroraum im April auf ein Allzeittief von minus 42,9 (minus 17,1) Punkte gefallen. Das scheint an den Märkten allerdings in der Zwischenzeit eingepreist zu sein.

Nach der jüngsten Rally gab der Brent-Ölpreis am Montag um 3,5 Prozent nach. Der Opec-Krisengipfel ist zunächst auf Donnerstag verschoben worden, was die Ölpreise belastete. Die Opec wollte ursprünglich am Montag per Videokonferenz mit Partnerstaaten wie Aserbaidschan und Russland über die Folgen der Coronavirus-Pandemie beraten.

Die Notierungen bewegten sich zuletzt auf dem niedrigsten Stand seit 18 Jahren. Grund waren die im Zuge der Coronavirus-Pandemie weltweit eingebrochene Ölnachfrage sowie ein Preiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien, dem größten Produzenten in der Opec. Zuletzt trieb die Hoffnung auf eine Einigung zwischen Saudi-Arabien und Russland die Preise.

Für Rolls-Royce ging es an der Londoner Börse gleich um 18,3 Prozent nach oben. Und das, obgleich das Unternehmen sowohl die Dividende für 2019 gestrichen hat sowie den Ausblick für das laufende Jahr zurückgenommen hat. Laut Analysten sind beide Maßnahmen keine Überraschung - das Unternehmen folge damit lediglich anderen Unternehmen aus dem Sektor. Für Jefferies ist die Rolls-Royce-Aktie auf dem aktuellen Niveau zu billig - es werde praktisch eine mögliche Insolvenz eingepreist.

DIC will Dividende zahlen

Die Deutsche Bank rechnet bei den von ihr analysierten Halbleiter-Unternehmen nicht mit roten Zahlen. Die Gewinnschätzungen hat das Haus allerdings zurückgenommen, im Schnitt um 14 Prozent für dieses und um 9 Prozent für das kommende Jahr. Noch stärker zurückgenommen worden seien zwar die Kursziele, sagte Ulrich Stephan, Anlagestratege des Hauses. Für den Techsektor ging es 4,9 Prozent nach oben.

Der Immobilienkonzern DIC Asset hat zwar wegen der Coronavirus-Krise seine Jahresziele gesenkt, allerdings wurde der Dividendenvorschlag von 0,66 Euro bekräftigt. Verwiesen wurde auf die Ertragsstärke. Dies wurde an der Börse positiv gewertet, für die Aktie ging es um 9,1 Prozent nach oben.

 

(Quelle: finanzen.net)

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