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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 7.August 2019

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Indizes vom 06.08.2019 (C) finanzen.net Indizes vom 06.08.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Die Stimmung unter den Anlegern ist nicht gut. Zwar notieren die meisten europäischen Indizes seit Jahresbeginn noch im Plus, dieses schmilzt momentan allerdings von Tag zu Tag. Auch wenn am Dienstag im Tagesverlauf bereits sogenannte Schnäppchenkäufer zu beobachten waren, konnten sich diese Käufer nicht gegen das im späten Handel an den Markt drängende Angebot stellen. Am Nachmittag rutschten die europäischen Aktienmärkte erneut ins Minus. Eine schwache Berichtssaison, der andauernde US-chinesische Handelskonflikt, der in einen Abwertungswettlauf der Währungen münden könnte, sowie sich eintrübende Konjunkturdaten sind keine Argumente, Aktien zu kaufen.

So schloss der DAX 0,8 Prozent tiefer bei 11.568 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,6 Prozent auf 3.292 Punkte nach unten. Gesucht waren abermals Bundesanleihen, wobei man sich fragen könnte, wer zehnjährige Staatsanleihen bei einer Rendite von Minus 0,50 Prozent noch kauft. Hält er diese Papiere bis zur Fälligkeit, ist ein Verlust unumgänglich.

Gold auf Sechsjahreshoch

Getrieben von der Zinspolitik der Notenbanken und der Suche nach sicheren Häfen wird momentan viel Geld in Gold getauscht. Da die Feinunze Gold inzwischen 1.468 Dollar kostet und damit auf einem Sechsjahreshoch notiert, wird die Frage immer lauter: Ist Gold nun teuer? Einen interessanten Ansatz verfolgt dabei Sven Lehmann, Fondsmanager bei HQ Trust.

Er hat die Entwicklung des Goldpreises mit der Marktkapitalisierung von Anleihen mit einer negativen Verzinsung verglichen. Dabei hat er beobachtet, dass sich der Goldpreis in den vergangenen Jahren relativ synchron zur Marktkapitalisierung von Anleihen mit negativer Verzinsung entwickelt hat. Gold wird am Kapitalmarkt wie die Anleihen als sicherer Hafen - eben nur ohne Zinsen - gewertet. Da Anleihen nun immer häufiger negative Zinsen mit sich bringen, hat sich dieser Malus beim Edelmetall zum Vorteil entwickelt.

Tencent will bei UMG einsteigen

Vivendi reagierten mit einem Kurssprung von 4 Prozent auf den möglichen Einstieg von Tencent bei der Vivendi-Musiksparte UMG. Die Chinesen planen den Erwerb von 10 Prozent der Anteile. Die Musiksparte habe auf vollständig verwässerter Basis dabei eine vorläufige Equity-Bewertung von 30 Milliarden Euro, heißt es. UMG ist die Cashcow von Vivendi. Der Markt setzt laut Citigroup derzeit eine konservative Bewertung für UMG von 25 Milliarden Euro an. Allerdings gebe es auch bullishere Einschätzungen von 30 bis 40 Milliarden Euro im Markt.

Die Berichtssaison lieferte derweil Impulse für Einzelwerte. Besser als erwartet fielen die Zahlen der Deutschen Post (plus 2,3 Prozent) aus. Der Trend bei der Post gestaltet sich nach Einschätzung von Bernstein trotz des schwierigen Konjunkturumfelds robust. Zudem wurde die Prognosespanne für das Jahres-EBIT nach oben eingeengt.

Im erwarteten Rahmen lagen die Zahlen von Beiersdorf (plus 3,2 Prozent), hieß es aus dem Handel. Die Prognosen für das Gesamtjahr wurden bestätigt. Das organische Umsatzwachstum im zweiten Quartal sei leicht besser ausgefallen.

Varta hebt erneut den Ausblick an

Besser als befürchtet fielen die Zahlen der Gea Group aus. Vor allem der Umsatz im zweiten Quartal sei überraschend gut gewesen, auch der Auftragseingang überzeuge, hieß es. Die Steigerung des Umsatzes im zweiten Quartal sei von den Regionalmärkten Asien-Pazifik, Nord- und Mitteleuropa sowie Lateinamerika getragen worden, jeweils mit guten Wachstumsraten. Für die Gea-Aktie ging es gleich um 6,1 Prozent nach oben.

Bei Varta beschleunigte sich das Wachstum im zweiten Quartal weiter. Der Batteriehersteller hob deshalb nach der ersten Erhöhung im Mai zum zweiten Mal die Prognose an. Außerordentlich starkes Wachstum verzeichnet Varta zuletzt im Segment Microbatteries. Mit Batterien für Hörgeräte und Kopfhörer sei das beste Halbjahresergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt worden. Varta legten um 3,3 Prozent zu.

EPGC ist bei der Übernahme von Metro weiterhin weit vom selbst gesetzten Ziel entfernt. Die Gesellschaft des Investors Daniel Kretinsky teilte mit, dass sie rund 36,51 Prozent der Metro-Aktien hält. Die Mindestannahmeschwelle der Offerte liegt bei 67,5 Prozent der Stammaktien. Damit dürfte das Gebot in dieser Form scheitern, die Aktie gab es 8 Prozent billiger bei 13,90 Euro.

(Quelle:finanzen.net)

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