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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 7.Mai 2021

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Indizes vom 06.05.2021 © finanzen.net Indizes vom 06.05.2021 © finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Nach zwei turbulenten Tagen haben sich Europas Börsen am Donnerstag vergleichsweise unspektakulär entwickelt. Im Fokus stand einmal mehr die Quartalsberichtssaison der Unternehmen.

Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) schloss 0,08 Prozent schwächer bei 3999,44 Punkten. Seit Mitte April erweist sich der Bereich um die 4000 Punkte als schwer zu überwindende Widerstandszone für den Eurozonen-Leitindex, der hier immerhin auf dem höchsten Niveau seit dem Jahr 2008 notiert.

Derweil schaffte der französische CAC 40 am Donnerstag ein Plus von 0,28 Prozent auf 6357,09 Zähler und erreichte den höchsten Stand seit der Internetblase um die Jahrtausendwende. Für den britischen FTSE 100 ging es um 0,52 Prozent auf 7076,17 Punkte bergauf.

Am Mittwoch hatte die ehemalige US-Notenbank-Präsidentin und aktuelle Finanzministerin, Janet Yellen, ihre vortags belastenden Aussagen über mögliche Zinserhöhungen in der weltgrößten Volkswirtschaft relativiert. Damit hatten die Börsen zur Wochenmitte stark zugelegt und ihre deutlichen Verluste vom Dienstag wieder ausgebügelt.

Im marktbreiten Stoxx Europe 600 führte am Donnerstag der Subindex der Lebensmittel- und Getränkehersteller mit plus 0,9 Prozent die Gewinnerliste an. Als Zugpferd erwies sich Anheuser-Busch Inbev (AB InBev SA-NV (Anheuser-Busch InBev)). Eine anziehende Biernachfrage und der stärkere Fokus auf Premium-Biermarken im ersten Quartal bescherten dem Brauereikonzern Rückenwind: Die Aktien waren mit einem Plus von 5,2 Prozent unangefochtener Spitzenreiter im EuroStoxx.und so teuer wie zuletzt im Februar 2020.

Mehrheitlich gute Nachrichten gab es aus dem Bankensektor. Die Papiere von Societe Generale (Société Générale (Societe Generale)) setzten sich mit einem Gewinn von fast fünfeinhalb Prozent an die Spitze des Cac 40. Das Finanzinstitut startete dank eines starken Geschäfts im Aktienhandel überraschend gut ins neue Jahr.

In Mailand zogen die Anteilscheine von UniCredit um fünf Prozent an. Dank eines starken Handelsgeschäfts, höherer Gebühreneinnahmen und einer gesunkenen Risikovorsorge für faule Kredite kehrte die italienische Großbank im ersten Quartal in die Gewinnzone zurück.

Die Aktien von ING (ING Group) büßten hingegen die anfänglichen Gewinne schnell ein und verloren am Ende 0,7 Prozent. Geringere Sorgen wegen ausfallender Kredite bescherten der niederländischen Großbank zwar im ersten Quartal einen überraschend starken Gewinnanstieg. Doch den Analysten von Jefferies zufolge könnten die Anleger dies schon vorweggenommen haben.

Branchen-Schlusslicht waren die Titel der Reise- und Freizeitunternehmen, deren Index 1,7 Prozent verlor. Die Papiere von Air France-KLM gaben mit minus 2,6 Prozent überdurchschnittlich nach. Der Geschäftseinbruch in der Corona-Krise brockte der Fluggesellschaft auch im ersten Quartal einen Milliardenverlust ein. Nun arbeitet sie an einer weiteren Kapitalspritze.

(Quelle: finanzen.net)

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