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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 7. November 2019

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Indizes vom 06.11.2019 (C) finanzen.net Indizes vom 06.11.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Europas Aktienmärkte haben am Mittwoch leicht zugelegt. Der DAX zog um 0,2 Prozent an auf 13.180 Punkte, ein neues Jahreshoch wurde bei 13.187,66 Punkten markiert. Der Euro-Stoxx-50 legte um 0,3 Prozent zu auf 3.689. "Der Markt setzt weiterhin auf eine Lösung des Handelsstreits und auf einen geregelten Brexit", sagte ein Marktteilnehmer. Damit setze er auch auf einen konjunkturellen Aufschwung und steigende Unternehmensgewinne im kommenden Jahr. Von daher dürften zurückgebliebene konjunkturabhängige Aktien weiterhin favorisiert werden.

Gestützt wurde die Stimmung auch von einem so nicht erwarteten Anstieg des deutschen Auftragseingangs um 1,3 Prozent im September. Die Einzelkurse wurden unterdessen vor allem von der Berichtssaison gemacht.

 

Societe Generale mit guter Kernkapitalquote

Zahlen gab es aus dem Bankensektor. Societe Generale stiegen um 3,4 Prozent. Die französische Großbank hat im dritten Quartal zwar unter einem deutlichen Einnahmenrückgang gelitten und weniger verdient als erwartet. Positiv wurde allerdings der deutliche Anstieg der Kernkapitalquote gewertet. Außerdem konzentrierte sich der Markt offenbar auf die Erfolge der laufenden Umstrukturierung.

Die italienische Unicredit bucht ein Portfolio mit notleidenden Krediten im Umfang von 4,1 Milliarden Euro aus. "Damit werden sie Ballast los und können wieder auf Wachstumskurs gehen", kommentierte ein Marktteilnehmer. Der Kurs stieg um 1 Prozent. Monte dei Paschi di Siena (MPS) verloren derweil trotz besserer Zahlen 2,9 Prozent. Hier dürften auch Gewinnmitnahmen eine Rolle gespielt haben.

Swiss Re (plus 2 Prozent) hat Interesse an einem möglichen Einstieg bei China Pacific Insurance (CPIC) bestätigt. Eine Vereinbarung sei aber noch nicht getroffen worden. Die Schweizer planen derzeit keine Kapitalmaßahmen. Auf ein positives Echo stießen die Geschäftszahlen von Ahold Delhaize (plus 5 Prozent). Der niederländische Einzelhandelskonzern Ahold hat den Gewinn im dritten Quartal um 5,5 Prozent gesteigert und damit fast doppelt so stark wie den Umsatz.

Virgin Media wechselt zu Vodafone

Für BT Group ging es 4,7 Prozent nach unten, während es für Vodafone um 0,3 Prozent nach oben ging. Hintergrund war der Wechsel des bisherigen Großkunden Virgin Media von BT Group zum Konkurrenten Vodafone. Alstom reagierten mit einem Kursplus von 0,4 Prozent auf die Quartalszahlen. Der operative Gewinn ist im Geschäftshalbjahr bis Ende September um fast 30 Prozent gestiegen, und der Auftragsbestand ist weiter gewachsen auf über 41 Milliarden Euro.

Adidas waren mit Abgaben von 5,4 Prozent Tagesverlierer im DAX. Baader Helvea bemängelte die nachlassende Gewinndynamik auf Konzernebene. Wirecard gaben 1,2 Prozent nach. Das Unternehmen ist im dritten Quartal mit einem Umsatzplus von 37 Prozent stark gewachsen, laut Bryan Garnier hat die Marge jedoch enttäuscht. Für Dialog Semiconductor ging es nach Zahlen gleich um 6,7 Prozent nach unten. Händler sprachen von übertriebenen Gewinnmitnahmen, nachdem sich die Aktie seit Jahresbeginn fast verdoppelt hat.

BMW gewannen 1 Prozent. Die Ergebnisse von BMW für das dritte Quartal entsprachen laut Citigroup den Erwartungen. Die Stimmung für den Autosektor hat zuletzt aber noch oben gedreht: Die Anleger setzen auf bessere Zeiten. Salzgitter verloren dagegen nach Zahlen 3,1 Prozent. Das Unternehmen hat die Umsatzprognose gesenkt. Hannover Rück stiegen nach Zahlen um 3,2 Prozent.

Tom Tailor sichert sich Finanzierung

Für Brenntag ging es um 4,5 Prozent nach oben. Die Zahlen waren hier über denen des entsprechenden Vorjahreszeitraums ausgefallen. "Gemessen an dem schwierigen Umfeld schlägt sich der Chemikalienhändler gut", sagte ein Marktteilnehmer. Fraport verloren nach dem Zahlenausweis 3,7 Prozent.

Um 11,5 Prozent nach oben schossen Heidelberger Druck. Der bereinigte operative Gewinn schlug sogar die höchsten am Markt kursierenden Prognosen. Tom Tailor gewannen 4,3 Prozent. Der angeschlagene Modekonzern hat seine Finanzierung für drei Jahre so gut wie gesichert.

(Quelle: finanzen.net)

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