Log in

30.000 BESUCHER FEIERTEN BEI DER 9. AUSGABE DES ELBJAZZ IM HAMBURGER HAFEN

Gelesen 2040
(0 Stimmen)
ELBJAZZ 2019  IM HAMBURGER HAFEN (C) Christoph Eisenmenger ELBJAZZ 2019 IM HAMBURGER HAFEN (C) Christoph Eisenmenger

HAMBURG. Vergangene Nacht ging das ELBJAZZ erfolgreich zu Ende. Insgesamt wurden für die neunte Ausgabe eines der größten deutschen Jazzfestivals 20.000 Tages- und Zweitagestickets verkauft. An beiden Festivaltagen (31. Mai und 1. Juni) besuchten jeweils 15.000 Besucher die zwei Festivalzentren in der HafenCity und auf dem Werftgelände von Blohm+Voss.  Über 50 Konzerte auf acht verschiedenen Bühnen standen auf dem zweitägigen Spielplan, der durch ein vielseitiges Rahmenprogramm und eine Aftershowparty ergänzt wurde.  Noch bevor ein sichtlich gut gelaunter Joja Wendt das musikalische Programm am Freitagnachmittag auf der Hauptbühne eröffnete, sprach Hamburgs Senator für Kultur und Medien Carsten Brosda bei der „Opening Reception“ im Foyer des Kleinen Saals der Elbphilharmonie vor geladenen Gästen einleitende Worte zur positiven Bedeutung von ELBJAZZ und der Improvisationskraft des Jazz.  Diverse Programm-Highlights folgten: Zum zweiten Mal hatte ELBJAZZ einen „Artist in Residence“ für das Festival verpflichtet – in diesem Jahr war es die deutsche Pianistin Julia Hülsmann, die mit drei verschiedenen Formationen an drei verschiedenen Orten auftrat: Ihr Julia Hülsmann Octet, bis auf Sänger Michael Schiefel ein komplett weibliches Ensemble, überzeugte auf der Hauptbühne mit Interpretationen bekannter Songs aus Soul, Pop und Jazz. Improvisationen von purer Schönheit zeigte sie im intimen Rahmen der Hauptkirche St. Katharinen zusammen mit dem Vibrafonisten Christopher Dell. Im Großen Saal der Elbphilharmonie konzertierte sie mit einem Quintett und einem Programm, das die Beatles in den Fokus rückte.Jazzpianist Michael Wollny trat mit seinem Trio bei Blohm+Voss auf und verblüffte die Zuschauer wieder einmal mit seiner atemberaubenden Improvisationskunst.    „Ich liebe dieses Festival und ich liebe Hamburg!“, verkündete Jamie Cullum (Foto) Freitagnacht bei seinem Auftritt auf der Hauptbühne. Die Liebe ist gegenseitig, denn auch seine vielen Fans feierten den Jazz-Star, der sich zuletzt etwas rar gemacht hatte, aber am 7. Juni 2019 ein neues Album herausbringt und daraus bereits ein paar brandneue Songs präsentierte. Cullums Sound ist soul-lastiger geworden, was auch mit der Besetzung zu tun hat, mit der er bei Blohm+Voss aufspielte. Neben einer fünfköpfigen Band gehören auch zwei Sängerinnen zu seinem Ensemble. Cullums Auftritt war gespickt mit Akrobatik auf dem Flügel, groovenden Tanznummern und emphatisch gesungenen Balladen. In der Elbphilharmonie tauchte der in New York lebende Pianist Jason Moran tief in die Jazzgeschichte ein. Der im Anschluss spielende Saxofonist Benny Golson verkörpert mit seinen 90 Jahren diese Jazzgeschichte. Der Hard-Bop-Veteran hat sieben Jahrzehnte mit den bedeutendsten Musikern Nordamerikas gespielt, sein „Blues March“ gehört zu den bekanntesten Songs des modernen Jazz. Die stilistische Bandbreite des Programms war auch in diesem Jahr gewohnt breit und reichte unter anderem vom Neo-Fusion-Sound des Londoner Trios Kamaal Williams über den Soul von J.P. Bimeni, den Retro-Bluesrock der dänischen The Savage Rose und dem „minimal electronic folk“ von Sophie Hunger bis zum  mitreißenden Funk des US-Ensembles Tower of Power.  ELBJAZZ-Festivalleiter Alexander Schulz zieht eine durchweg positive Bilanz: „Wir sind mit dem gesamten Ablauf des Festivals sehr zufrieden. Die aufgetretenen Künstlerinnen und Künstler waren, ob sie nun bei Blohm+Voss, in der Elbphilharmonie, in St. Katharinen oder auf der MS Stubnitz aufgetreten sind, gleichermaßen von der einmaligen Festivalatmosphäre, den außergewöhnlichen Spielorten und dem Publikum begeistert. Alles lief nach Plan! Das Wetter hat auch mitgespielt und uns mit frühsommerlichen Temperaturen verwöhnt. Wir freuen uns sehr über diese zwei erfolgreichen Tage, aber insbesondere darüber, dass wir erneut zehntausende Besucher mit Jazz begeistern konnten. Der Zuspruch der Besucher war und ist enorm – wir konnten, was deren Anzahl angeht, an das Rekordniveau von 2018 anknüpfen. Die Nachfrage nach Tickets lief sehr gut – und wir sind bereits mit dem Vorverkauf für 2020 gestartet.“Der Termin für das kommende ELBAZZ steht fest: Es findet am 5. und 6. Juni 2020 statt. Wer sich schnell entscheidet, kommt in den Genuss der preisvergünstigten Early Bird-Karten für 89€ (inkl. aller Gebühren) für das gesamte Festivalwochenende – erhältlich ab sofort unter www.elbjazz.de. Das Early Bird-Angebot (ausschließlich für die Zweitagestickets) gilt bis Sonntag, den 9. Juni 2019, um Mitternacht. Danach gelten folgende reguläre Vorverkaufspreise: Das Zweitagesticket (5. + 6. Juni 2020) kostet 109€, das Tagesticket Freitag (5. Juni 2020) 59€, das Tagesticket Samstag (6. Juni 2020) 74€. Die ersten 11.000 Ticketkäufer haben die Möglichkeit, eine Reservierung für das von ihnen bevorzugte Konzert im Großen Saal der Elbphilharmonie während des ELBJAZZ 2020 vorzunehmen. Dort wird es insgesamt sechs Konzerte geben. Der Start der Reservierungsphase beginnt am 13. November 2019.Alle Infos & Tickets unter: www.elbjazz.de.

 

Schreibe einen Kommentar