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Stadtteilkulturpreis für „ALTONA MACHT AUF!“

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Stadtteilkulturpreis für „ALTONA MACHT AUF!“ Nachrichten und News aus Hamburg (C) Ulrich Stamm
Stadtteilkulturpreis für „ALTONA MACHT AUF!“ 

Die partizipatorische Stadtteilperformance der theater altonale erhält heute den mit 10.000 Euro dotierten Preis. Heute Nachmittag wird zum vierzehnten Mal der Hamburger Stadtteilkulturpreis verliehen. Mit dem Preis werden wegweisende Projekte und Programme der Lokalen Kultur in Hamburg gewürdigt. Dieses Jahr wird die partizipatorische Stadtteilperformance „ALTONA MACHT AUF!“ der theater altonale mit dem größten Preis der Stadtteilkultur ausgezeichnet. Der Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda verleiht den Preis in der Halle 424 im Oberhafen. 

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Stadtteilkultur berührt und begeistert, weil sie Kultur mitten in der Gesellschaft und mitten aus der Gesellschaft ist und die ganze Vielfalt der Kulturen unserer Stadt spiegelt. Mit dem Stadtteilkulturpreis zeichnen wir herausragende Projekte aus, die in besonderer Weise für Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger und Mitgestaltung der Stadtgesellschaft stehen. Verankert in Altona, fordert ‚ALTONA MACHT AUF!‘ die Bewohnerinnen und Bewohner auf, zu zeigen, was sie bewegt. Ein beispielhaftes Projekt, das ihnen einerseits die Möglichkeit eröffnet, sich auf ihre ganz eigene Weise in den gesellschaftlichen Diskurs unserer Stadt einzubringen und das andererseits die identitätsstiftende Funktion von Kunst und Kultur zeigt.“ 

Carsten Brandau und Tania Lauenburg, Projektleiter von „ALTONA MACHT AUF!“: „ALTONA MACHT AUF! ist nicht einfach nur ein Performance-Projekt unter vielen – ALTONA MACHT AUF! ist eine Herzenssache. Jedes Mal wieder ist es faszinierend zu sehen, wie die Altonaer mit ihren ‚Sehnsuchtsfenstern & Balkontheatern‘ ihren Stadtteil in Bewegung bringen, ihm ihr Gesicht geben und sich miteinander auseinandersetzen. Deshalb freuen wir uns wahnsinnig über diese Auszeichnung, die an alle Aufmacherinnen und Aufmacher geht – denn ohne sie gäbe es dieses Projekt gar nicht! Der ‚Hamburger Stadtteilkulturpreis‘ geht also in diesem Jahr an einen ganzen Stadtteil und seine außergewöhnliche Nachbarschaft: Herzlichen Glückwunsch, Altona!“ 

Die Stadtteilperformance ALTONA MACHT AUF! findet seit 2012 jährlich mit großem Erfolg im Rahmen der altonale statt. Unter dem Motto „Sehnsuchtsfenster & Balkontheater“ sind die Bewohner Altonas eingeladen, mit Hilfe eines Teams von Künstlerinnen und Künstlern aus der Nachbarschaft ihre Wünsche und Sehnsüchte auf ihren Balkonen und in ihren offenen Fenstern zu inszenieren. Durch Partizipation und kulturelle Teilhabe setzt sich das Projekt mit den Mitteln der Kunst nachhaltig mit der nachbarschaftlichen Lebenswelt „Altona“ auseinander und fragt: Wie wollen wir im Stadtteil zusammenleben? 

Preisstifter und Unterstützer des Hamburger Stadtteilkulturpreises sind die Hamburgische Kulturstiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Patriotische Gesellschaft von 1765 und die Behörde für Kultur und Medien. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterstützt die Umsetzung. STADTKULTUR HAMBURG, der Dachverband für Lokale Kultur und Kulturelle Bildung, ist als Experte und Szenekenner für Konzeption und Durchführung des Wettbewerbs zuständig. 

Von Anfang November 2016 bis Anfang Januar 2017 konnten sich freie Träger der Kulturarbeit und Einzelpersonen, die sich in der Stadtteilkulturarbeit in Hamburg engagieren, für den Preis bewerben. Eine unabhängige Jury – bestehend aus Prof. Dr. Gesa Birnkraut von Birnkraut Partner, Stefan Reckziegel vom Hamburger Abendblatt und Robert Hillmanns aus dem zakk Düsseldorf – ermittelte den Preisträger aus einer Vorauswahl der Preisstifter. 

Neben „ALTONA MACHT AUF!“ wurden folgende Projekte bzw. Programme als Beispiele herausragender Stadtteilkulturarbeit in Hamburg nominiert: das Mitmach-Kunstprojekt „Bauen mit Lehm für Groß und Klein“ vom Bunte Kuh e.V., das Buchprojekt „Bergedorf. Das Kinderbuch“ vom Kultur- & Geschichtskontor Bergedorf, das berufsvorbereitende Bildungsprojekt und Festival „Daughterville“ vom Lüttville e.V., der performative Spaziergang „Horn to night“ im Rahmen von „Horn to go“ vom Theater das Zimmer, das „Kölibri Küchenkonzert“ der GWA St. Pauli, die Literaturreihe „Literakula – Bramfeld wird belesen“ des Bramfelder Kulturladen, die Veranstaltungsreihe „MOMENTAUFNAHMEN #1+2“ der W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., der Kunstausstellungswettbewerb „Rahlstedter Publikumspreis“ des KulturWerk Rahlstedt und das inklusive Theaterprojekt „theater 36“ von Leben mit Behinderung Hamburg.

 

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