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Passt die E-Zigarette zu einer gesundheitsbewussten Zukunft?

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Innocigs-Filiale Hamburg (C) Innocigs Innocigs-Filiale Hamburg (C) Innocigs

HAMBURG. Nachdem die E-Zigarette in westlichen Industrieländern immer größere Erfolge feiern konnte, wurde auch die Skepsis immer größer. Direkt damit zusammen hängt die Frage, welches Ziel eigentlich dahintersteckt.

Rasante Wachstumsraten in kürzester Zeit

Das technische Konzept hinter der E-Zigarette ist keineswegs neu. Schon vor mehr als einem halben Jahrhundert, nämlich 1963, entwickelte der US-Amerikaner Herbert A. Gilbert das erste Modell dieser Art und meldete darauf ein Patent an.

 

Zur Produktion des Geräts kam es jedoch nie und es mussten rund 40 Jahre vergehen, bis das Thema erneut aufgegriffen wurde. Dies geschah 2004 in China, 2006 folgte in England der Vorläufer der jetzigen E-Zigaretten und seitdem zeigte die Wachstumskurve der Branche konstant nach oben. Mittlerweile werden E-Zigaretten in England durch das britische Gesundheitsministerium als „weniger gesundheitsschädliche Alternative“ für den Rauchausstieg propagiert.

Die Entwicklung lässt sich durch Zahlen veranschaulichen. Griffen im Jahr 2010 noch 300.000 Menschen hierzulande zur E-Variante, waren es 2017 bereits 3,7 Millionen.

Dass dieser sprunghafte Anstieg wesentliche Folgen für die immer noch junge Branche hatte, liegt auf der Hand. Beispiele dafür finden sich in allen Teilen der Welt, darunter auch in Deutschland, wo Händler wie InnoCigs zu den Marktführern gehören und als Indikator dienen.

So ist das Unternehmen aus dem Norden online wie lokal aktiv, legt dabei jedoch großen Wert auf den stationären Handel.

Dies ist der Thematik an sich geschuldet: Die E-Zigarette ist speziell am Anfang ein sehr beratungsintensives Produkt. Der langfristige Erfolg hängt wie in kaum einer anderen Branche davon ab, wie kompetent der Einstieg vermittelt wird zu welchen Geräten bzw. Systemen geraten wird.

Helfer zum Aufhören statt Dauerlösung?

Doch so lukrativ die Zukunft für Händler und Hersteller momentan auch aussieht, so wichtig ist eine weitere Spezialität des Markts. Bei dieser handelt es sich um das gestiegene Gesundheitsbewusstsein, das sich auch bei Themen wie Ernährung und dem allgemeinen Lebenswandel seit Jahren bemerkbar macht.

Da die E-Zigarette in erster Linie zum Umstieg und zur Entwöhnung empfohlen wird, sollten viele Nutzer bei idealem Verlauf nicht dauerhaft dabei bleiben.

Dass das Aufhören in der Praxis nicht ganz so einfach geht und oft scheitert, steht außer Frage; dennoch bedeutet es, dass dem Markt möglicherweise natürliche Grenzen gesetzt sind.

 

Dies zu beachten, ist wichtig für die generelle Einordnung von E-Zigaretten. Denn während nicht wenige langjährige Nutzer die technische Innovation als Allheilmittel anpreisen, ist sie genau dies nicht. Sie sollte als Mittel zum Zweck und vielleicht – denn selbst das ist noch nicht final geklärt – als das kleinere Übel gesehen werden.

In einer perfekten Welt kommen Menschen jedoch ganz ohne die Inhalation von Dampf oder Rauch aus; für dieses Ziel könnte die E-Zigarette ein Hilfsmittel sein, ein temporär befristeter Begleiter, der allerdings nicht den Blick auf das große Ganze trüben darf. Ein Großteil der Dampfer bleibt allerdings dem Produkt “treu”, der Konsum der verdampfenden Flüssigkeit verschiebt sich tendenziell zur nikotinfreien Variante.

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