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Buch-Review zum Buchtitel Medienrecht, der Autor heißt Frank Fechner

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Das Inhaltsverzeichnis ist auch für Einsteiger übersichtlich, es folgen aktuelle Literaturhinweise zum Medienrecht. Eine Liste mit relevanten Abkürzungen und dazu gehörenden Erklärungen folgt. Die Welt der Medien spielt für die Bevölkerung eine zentrale Rolle. Die Menschheit hat ein Urbedürfnis, Nachrichten auszutauschen. Daran hat sich bei zum heutigen Tage nichts geändert. Als Mittel, sich eine eigene Meinung zu bilden, sind Nachrichten und Pressemeldungen einer freie Medienlandschaft unverzichtbar. In Zeiten der Digitalisierung ist es rund um die Uhr möglich, Informationen auszutauschen. Die unvoreingenommene Meinungsbildung wird erst durch den angemessenen Freiheitsgrad der Medien aktiv unterstützt. Der Autor meint, dass es wichtig ist, unliebsame Meinungsäußerungen nicht an den digitalen Pranger zu stellen. Die pluralistische Bildung der Meinung innerhalb der Bevölkerung wird nur durch eine sachliche und breit gefächerte Berichterstattung möglich, die wichtige Sachverhalte von unterschiedlichen Seiten darstellt, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann.

Für die Meinungsbildung der Bevölkerung sind die Journalisten als Vermittler weltweit aktiv

 

In aller Welt sind Journalisten unterwegs, um vor Ort zu recherchieren und danach über aktuelle weltweite Ereignisse zu berichten. Das Medienrecht ist für Studentinnen und Studenten kein einheitliches Rechtsgebiet, betont der Autor. Als Grundlage für das Medienrecht dienen beispielsweise das Grundgesetz, das Urhebergesetz, das Telemediengesetz, das Strafgesetzbuch sowie das Presse- und Rundfunkgesetz. Hinzu kommen Richtlinien der Europäischen Union mit den aktuellen Verordnungen. „Medius“ kommt aus dem lateinischen und bedeutet „in der Mitte“: Ziel der journalistischen Berichterstattung ist es, als Vermittler tätig zu werden und optische, geistige oder akustische Inhalte so zu veröffentlichen, dass sie den Lesern verständlich und ohne Über- oder Untertreibungen vermittelt werden. Je nach Art der Medien kann die Erreichbarkeit bei den Lesern unterschiedlich hoch sein: Massenmedien sprechen die Allgemeinheit an, Mischformen wie die sozialen Netzwerke beziehen sich zum Beispiel auf bestimmte Themenbereiche. Mit der Individualkommunikation wird ein begrenzter Personenkreis gezielt informiert.

 

Wie sehen die Rechtsgrundlagen in den einzelnen Medienbereichen aus?

 

Das zweite Kapitel des Buches befasst sich mit der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, die sich auch auf das Medienrecht in Form der Presse- und Meinungsfreiheit auswirkt. Das dritte Kapitel beschreibt verständlich die Kommunikationsrechte der Medien inklusive des geltenden Zensurverbots. Der Umgang mit den Persönlichkeitsrechten wird im vierten Kapitel deutlich geschildert. Die Gratwanderung zwischen der möglichst aktuellen Berichterstattung und der Wahrung der Persönlichkeitsrechte ist nicht immer leicht. Spannende Erläuterungen des Autors bringen Erklärungen in leicht lesbarer Form zu diesem Thema. Das Urheberrecht kommt im fünften Kapitel an die Reihe: Wie kann der Autor die Rechte am eigenen Werk in den schnelllebigen Zeiten des Internets am besten schützen?

Die Geschichte der Presse mit interessanten Details

Nach der fachgerechten Behandlung des Themas Jugendschutz kommt im darauffolgenden Kapitel das Europarecht an die Reihe. Kulturelle Darbietungen benötigen Platz, aus diesem Grund werden die europäischen Grundrechte und die kulturellen Platzhalter der EU näher vom Autor betrachtet. Das Medienrecht und die Geschichte der Presse sind ein untrennbares Team. Der Autor wendet sich  im achten Kapitel den historischen Fakten rund um die Pressegeschichte zu.  Spezialfragen, die den Buch-Bereich betreffen, beantwortet der Autor im neunten Kapitel auf eine nachvollziehbare Art und Weise. Fakten zum beliebten Rundfunkbereich inklusive der Grundlagen des Rundfunks warten im zehnten Kapitel auf die lernfreudigen Studenten und Studentinnen, die zusätzlich gerne Radio hören und mehr zum Medienrecht der Radiosender erfahren möchten. Nicht fehlen darf im elften Kapitel die Filmfreiheit, wo fängt die Freiheit des Films an und wo hört sie auf? Solche und andere Fragen beantwortet der Autor durch seinen Schreibstil klar und deutlich. Das letzte Kapitel hat der Autor dem Themenbereich Multimedia gewidmet. Das digitale Zeitalter macht den ungebremsten Informationsaustausch möglich, welche Einschränkungen gibt es und worauf ist im Multimediabereich besonders zu achten?

Fazit

 

Die Schreibweise des Autors stellt das ermüdungsfreie Lesen und Lernen sicher. Dank der übersichtlichen Einteilung der Kapitel werden die Facetten des Medienrechts auf jeden Fall sichtbar. Dadurch lässt sich der Lernstoff in angemessene und überschaubare Etappen einteilen. Das Ziel der Prüfung mit dem Schwerpunktbereich Medienrecht erreichen:  Nach der Lektüre dieses fachgerecht geschriebenen Lehrbuches wird der Weg zu den Prüfungsvorbereitungen deutlich informativer. Kontrollfragen sind am Ende des Buches zu finden. Dank dieser Fragen wird auf eine angenehme Art und Weise sichergestellt, dass das Gelesene dauerhaft bei den Studierenden und Praktikanten ankommt.

 

Details zum Buch

 

  • Titel: Medienrecht
  • Lehrbuch des gesamten Medienrechts unter besonderer Berücksichtigung von Presse, Rundfunk und Multimedia
  • Autor Frank Fechner
  • 477 Seiten
  • Verlag: Utb GmbH und Verlag Mohr Siebert
  • ISBN-13: 978-3825253073
  • Größe des Buches: 15,2 x 3 x 21,6 cm
  • Auflage vom (7. Oktober 2019
  • Preis: 19,99 Euro (D)
  • Rezensionsexemplar

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