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Polizei nimmt am Abend drei Tatverdächtige fest !!!!

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Polizei nimmt am Abend drei Tatverdächtige fest !!!! ( Archivbild ) Versuchter Brandanschlag auf Neubau einer Flüchtlingsunterkunft am 26.08.2014 in Hannover-Bothfeld (C) Christian Wiethe

Salzhemmendorf : Nach Brandanschlag auf Asylunterkunft

Polizei nimmt am Abend drei Tatverdächtige fest !!!!

 

Nach  einem Brandanschlags auf eine Asylbewerberunterkunft in Salzhemmendorf hat die Sonderkommission drei Tatverdächtige festgenommen. Alle werden morgen einem Haftrichter vorgeführt.

 

Ersten Erkenntnissen zu folge handelt es sich um zwei Männer im Alter von 24 und 30-jahren aus Salzhemmendorf sowie einer 23-jährige Frau aus Springe (Region Hannover)

Durch Intensive Arbeit der Sonderkommission und nach Auswertung von Spuren, Zeugenaussagen und Vernehmungen konnten die zwei Männlichen Tatverdächtigen heute Nachmittag

und die 24-jährige in Coppenbrügge gegen 19.00 Uhr Festgenommen werden.   

Der 24-Jährige hat bereits Vorerkenntnisse aus den Deliktsbereichen Sachbeschädigung und Körperverletzung sowie politisch motivierten Einzeltaten. Der 30-Jährige ist wegen Sachbeschädigung und Diebstahls polizeibekannt.

Heute Nacht kam es gegen 02.00 Uhr zu einem Brandanschlag an einer Unterkunft für Asylbewerber. Es handelt sich dabei um ein ehemaliges Schulgebäude in der Hauptstraße von Salzhemmendorf. Im Gebäude waren zur Tatzeit 40 Personen. Neben deutschen Bewohnern befanden sich hier 29 Asylbewerber aus Irak, Pakistan, Syrien, Elfenbeinküste und Simbabwe.

In einen Wohnraum im Erdgeschoss wurde durch die geschlossene Fensterscheibe ein Brandsatz geworfen. Es kam zu einem Entstehungsbrand auf dem Boden und am Mobiliar. Die alarmierte Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Die Bewohner der Räumlichkeiten, eine Mutter (34) mit drei Kindern (4, 8 und 11) befanden sich zur Tatzeit in einem Nebenraum und blieben körperlich unverletzt. Sie wurden vor Ort medizinisch untersucht, psychologisch betreut und in einer Ersatzunterkunft untergebracht, die vom Flecken Salzhemmendorf zur Verfügung gestellt wurde. Die anderen Räumlichkeiten im Gebäude sind nicht von der Tat betroffen und können weiter bewohnt bleiben.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand sollen die Festgenommenen einen brennenden "Molotow-Cocktail" durch die Fensterscheibe der Unterkunft geworfen haben bzw. sollen sich während des Wurfes im mit laufendem Motor bereitstehenden Pkw befunden haben. Nach der Tat fuhr der Pkw mit hoher Geschwindigkeit davon.

Nach dem Bekanntwerden des Anschlags wurde innerhalb der Polizeiinspektion eine 30-köpfige Sonderkommission (Soko) gebildet. Noch in der Nacht wurde eine umfassende Tatortaufnahme und Spurensuche durchgeführt sowie Opfer, Bewohner und Zeugen vernommen und deren Aussagen bewertet. Es wurden Hinweise aufgenommen und bearbeitet; es wurde noch während der Spurensuche jeder Spur nachgegangen. Insbesondere Umfeldermittlungen führten schließlich zur Feststellung der Täter.

"Dieser Ermittlungserfolg ist der Aufmerksamkeit der Bevölkerung und der unverzüglich konsequenten Ermittlungsarbeit der Soko zu verdanken", sagte Inspektionsleiter Ralf Leopold nach der Festnahme.

Polizeipräsident Uwe Lührig äußerte nach dem Ermittlungserfolg: "Durch einen starken und professionellen Einsatz von Kräften ist es der Polizei und der Justiz gelungen, die Täter sehr schnell zu ermitteln. Ich bedanke mich ausdrücklich bei Allen, die dazu beigetragen haben."

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