Die Berliner Feuerwehr ist die älteste und größte Berufsfeuerwehr Deutschlands
BERLIN. Am letzten Donnerstag (18.06.) vor 175 Jahren wurde die Berliner Berufsfeuerwehr gegründet. Sie ist damit die älteste und auch größte Berufsfeuerwehr Deutschlands. Seit 1851 sorgt sie für Sicherheit in der Hauptstadt. Am 16. Januar 1851 trat der Organisationsplan des Berliner Polizeipräsidenten für die königliche Feuerwehr in Kraft. Im Stadtgebiet sollten fünf Brandinspektionen eingerichtet werden. Geplant war auch der Bau von 18 Feuerwachen. Der Etat für die Feuerwehr wurde auf jährlich 70.740 Thaler festgesetzt. Am 1. Februar 1851 wurde Carl Ludwig Scabell zum Königlichen Branddirektor ernannt. Seine Ernennung war mit dem Auftrag verbunden, den Organisationsplan für die königliche Feuerwehr zu verwirklichen. Im März 1851 wurde das Personal für die Mannschaften ausgewählt und mit der Ausbildung begonnen und bereits am 18. Juni 1851 ist die Berliner Berufsfeuerwehr einsatzbereit. Die Feuerwehr wird vom Branddirektor geführt. Das Personal besteht aus
einem Brandinspektor
4 Brandmeistern
40 Oberfeuermännern
180 Feuermännern
360 Spritzenmännern
Die Mannschaften haben 48 Stunden Dienst und 24 Stunden Ruhe.
Aktuell gewährleisten über 7.400 hauptberufliche und ehrenamtliche Feuerwehrangehörige, dass jährlich weit über eine halbe Million Einsätze in den Bereichen medizinische und technische Gefahrenabwehr bewältigt werden (Stand 2024: 532.157 Einsätze). Das bedeutet, dass die Berliner Feuerwehr in jeder Minute eines Jahres zu einem Einsatz ausrückt. Zusätzlich bilden rund 1.300 Mitglieder der Jugendfeuerwehren eine gute Nachwuchsgrundlage.
Carl Ludwig Scabell beschrieb, worin die Erfordernisse eines geordneten Feuerlöschwesens bestehen: dem schnellen und sichern Bekanntwerden der Brandstelle,
- dem schnellen Herbeieilen der Löschmannschaften,
- guten und ausreichenden Geräthschaften,
- eingeübten Bedienungsmannschaften,
- einem einheitlichen Kommando
- und hinreichendem Wasservorrath
(Carl Ludwig Scabell – Das Feuerlöschwesen Berlins Verlag Julius Springer, 1853). Diese Erfordernisse sind auch heute noch unverzichtbar für eine effektiv arbeitende Feuerwehr.