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Der Erlebniszoo Hannover berichtet von der erfolgreichen Nachzucht gefährdeter Tierarten

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HANNOVER. Molch und Frosch: Der Erlebniszoo Hannover berichtet über die erfolgreiche Nachzucht von zwei in ihrem Bestand gefährdeten Tierarten. Die eine ist unauffällig schwarz mit krokodilartigen Zacken auf dem Rücken, die andere leuchtend gelb und hochgiftig. Tylototriton ziegleri (Krokodilmolche ) und Phyllobates terribilis (Schreckliche Pfeilgiftfrösche) haben im Amphibium des hannoverschen Zoos jetzt Nachwuchs bekommen.

Fünf Larven von Zieglers Krokodilmolch haben die Metamorphose zum „Landgänger“ durchlaufen, 21 Larven befinden sich noch in der Entwicklung. „Die fünf Landgänger der Krokodilmolche sind jetzt aus dem Gröbsten raus, wir sind uns sicher, dass wir sie durchbringen“, freut sich Tierpfleger Alexander Klimcuk. Zieglers Krokodilmolche kommen ursprünglich nur in einem sehr kleinen Verbreitungsgebiet in der Grenzregion von Süd-China und Nord-Vietnam vor. Gefährdet ist der zur Familie der Salamander gehörende Schwanzlurch durch den zunehmenden Verlust seines ohnehin schon kleinen Lebensraums.

Bei den Schrecklichen Pfeilgiftfröschen sind sogar über 200 dieser kleinen gelben Amphibien geshclützt und konnten zur weiteren Zucht an andere zoologische Einrichtungen abgegeben werden. Bei den Pfeilgiftfröschen tragen übrigens die Männchen die größte Verantwortung in der Aufzucht des Nachwuchses. Sie tragen die geschlüpften Quappen auf ihrem Rücken zur nächsten Wasserquelle – nachdem sie den Laich über drei Wochen bewacht und bewässert haben. Im Amphibium machen es die Tierpflegenden den Frosch-Vätern etwas leichter: Sie entnehmen den meisten Laich aus den vorgefertigten Eiablageplätzen und lassen die Quappen in der Aufzuchtstation heranwachsen.

„Phyllobates terribilis“, der schreckliche Pfeilgiftfrosch, kommt nur in einem kleinen Verbreitungsgebiet im kolumbianischen Regenwald vor, das zunehmend zerstört wird. „Wir freuen uns sehr über den Zuchterfolg bei diesen beiden gefährdeten Arten“, so Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff in einer Pressemitteilung. „Casdorff weiter: „Im Amphibium zeigen wir, dass die Haltung und Zucht von Wildtieren wichtige Bestandteile im Kampf gegen das Artensterben und den Verlust von Biodiversität sind.“

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