HANNOVER. Fast ein Jahr ist vergangenen. Erst heute (18. Oktober) wurde der Borgentrickstein für Horst Dralle am Döhrener Turm zumindest symbolisch verlegt. Bereits am 24. November vergangenen Jahres hatte der engagierter Heimatforscher und Aktivisten aus Hannover-Limmer diese Auszeichnung im Neuen Rathaus vom hannoverschen Bürgermeister Thomas Hermann, und Heinz-Siegfried Strelow, Präsident Heimatbund Niedersachsen, verliehen bekommen.Horst Dralle ist Gründungsmitglied und Vorsitzender des Arbeitskreises „Ein Mahnmal für das Frauen-KZ in Limmer“. Er leistete umfangreiche Archivrecherchen über das Schicksal der Häftlinge und knüpfte zudem enge Kontakte zu deren Angehörigen.
Der neue Stein – es ist mittlerweile bereits Stein Nummer 17 – blieb nicht lange am Döhrener Turm. Nachdem mit einem Gläschen alkoholfreien Sekt auf das Ereignis angestoßen wurde, packte der Heimatbund die tönerne Ehrenurkunde wieder ein. Mitarbeiter der Stadt Hannover werden aber in den nächsten Tagen den Borgentrickstein dauerhaft neben einem alten Grenzstein der Stadt Hannover im Erdboden verankern
Mit dem Borgentrickstein zeichnen der Heimatbund Niedersachsen und die Landeshauptstadt jedes Jahr eine Person aus, die sich besondere Verdienste um die Geschichte, die Tradition und der Erinnerungskultur Hannovers erworben hat. Benannt ist der Preis nach Cord Borgentrick, einem Bürger Hannovers, der am 24. November1490 durch Zivilcourage einen Angriff des Herzogs von Braunschweig auf Hannover vereitelte,
Der diesjährige Preisträger des Borgentricksteins steht bereits fest. Am Borgentricktag – den 24. November – wird im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Neuen Rathaus dann Prof. Dr. Hans-Georg Aschoff mit dem 18. Stein ausgezeichnet.