Bayerns stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister tot in Hotelzimmer aufgefunden
MÜNCHEN. Der am 26. Januar 1971 in Ergoldsbach geborene Hubert Aiwanger war seit dem 12. November 2018 Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie stellvertretender Ministerpräsident des Freistaats Bayern. Er war zudem Landes – und Bundesvorsitzender der Freie Wähler, denen er sich im Jahr 2001 angeschlossen hatte.
Statement von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am 03.09.2023 zu Aiwangers“Flugblattaffäre” – © Foto/Archiv: Lothar Schulz 2023
Seine politische Karriere geriet durch die “Flugblattaffäre” in Gefahr. Doch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder teilte bei einem Pressetermin am 03.09.2023 mit, dass er in der “Flugblattaffäre” entschieden habe, seinen Stellvertreter Aiwanger im Amt zu belassen, da eine Entlassung nicht verhältnismäßig wäre. Bei der nur wenige Wochen später am am 8. Oktober 2023 stattfindenden Landtagswahl konnten die Freien Wähler zulegen und Aiwanger gewann eines von zwei erstmals den Freien Wählern zugefallenen Direktmandaten. Nun starb Hubert Aiwanger völlig überraschend am 4. November 2026 in einem Hotel während eines Aufenthalts in Berlin. Das vorläufige Ergebnis der Obduktion ergab keinen Hinweis auf ein Fremdverschulden. Politiker aus ganz Deutschland reagierten bestürzt auf den plötzlichen Tod des Freie-Wähler-Chefs. Ministerpräsident Söder gab in München ein Statement zum überraschenden Tod seines Stellvertreters ab. “Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger ist eine absolute Tragödie. Wir sind alle zutiefst geschockt.” erklärte Söder und er ordnete Trauerbeflaggung an staatlichen Dienstgebäuden in Bayern an.
Wahlwerbung der Freien Wähler im Landtagswahlkampf 2023 – © Foto/Archiv: Lothar Schulz 2023