Log in

487.Schützenfest Hannover 2016: News vom Schützenplatz - Bilanz nach 10 Tagen Party

Gelesen 1319
(0 Stimmen)
487.Schützenfest Hannover 2016: News vom Schützenplatz - Bilanz nach 10 Tagen Party Auf dem Schützenfest Hannover (C) Ulrich Stamm
487.Schützenfest Hannover 2016: News vom Schützenplatz - Bilanz nach 10 Tagen Party

Positive Bilanz im Jahr des Stadtjubiläums – Ausblick auf eine neue Phase 

 „Es war ein schönes, friedliches Fest mit vielen besonderen Akzenten – Oberbürgermeister Stefan Schostok, Klaus Timaeus, Geschäftsführer des Vereins Hannoversches Schützenfest, Schützenpräsident Paul Eric Stolle, Schausteller, Gastronomen, Polizei- und Rettungskräfte haben heute (10. Juli) zum Abschluss des 487. Schützenfestes eine positive Bilanz gezogen. „Die Mischung aus Tradition und Innovation macht die besondere Atmosphäre des Festes aus. In diesem Jahr wurde sie durch manches Highlight auf dem Platz noch unterstützt. Wie wir es uns gewünscht hatten, hatte das Fest einen würdigen Anteil an den Feiern zum 775-jährigen Stadtjubiläum“, freut sich OB Schostok. „Der Festakt hat auch für uns Maßstäbe gesetzt, an denen wir uns künftig orientieren werden – damit auch diejenigen Gäste, für die der Besuch eine Premiere auf dem Schützenfest war, nicht zum letzten Mal das Treiben auf dem Platz genossen haben.“ „Staunende Gesichter konnte man in diesem Jahr viele auf dem Platz sehen: vor den himmelstürmenden Neuheuten der Fahrgeschäfte genauso wie vor den historischen oder historisch anmutenden Schmuckstücken wie den Karussell-Orgeln. Rund eine Million Menschen jeden Alters, jeder kulturellen Herkunft und aus allen Schichten haben sich vom Fest begeistern lassen. Und ein paar mehr werden es durch dieses Sommerwochenende sicher noch werden“, ist sich Vereinsvorsitzender Timaeus sicher. „Obwohl das Wetter am Anfang das ein bisschen ‚Wilde Maus‘ gespielt hat, sehen wir: Das Fest ist nach einer Durststrecke vor einigen Jahren in den Herzen der Menschen angekommen.“ Nach sechs Jahren Schützenfest sagt der Organisator: „Das war ein gelungener Abschluss. Jetzt freue ich mich auf viel Zeit mit meiner Frau und meinem Hund“, und setzt schmunzelnd hinzu: „Nun hat meine Frau ihren ganz privaten Eventmanager.“ „Ein toller Schützenausmarsch, perfektes Klima in den Zelten, viele schöne Abende: Das Fest war rund!“ fasst Schützenpräsident Stolle die zehn Festtage zusammen. „Dazu gehört auch, dass die Schützinnen und Schützen während des Festes mit den Landesmeisterschaften wieder gezeigt haben, welch anspruchsvolle Sportart sie betreiben. Und dass Hannover dabei der beste Kreisverband geworden ist, freut uns natürlich besonders.“ „Das 487. Schützenfest war sein sechstes – Ende August beendet Klaus Timaeus seine Tätigkeit als ‚Mr. Schützenfest‘, in der er viel bewegt hat“, dankt OB Schostok Klaus Timaeus für seine Arbeit als Geschäftsführer des Vereins Hannoversches Schützenfest. „Dann beginnt eine neue Phase: Mit Schützenpräsident Paul-Eric Stolle als Vorstand des Vereins Hannoversches Schützenfest und unserem Eventmanagement unter der Leitung von Ralf Sonnenberg, zuständig für Planung, Organisation und Durchführung des Festes. In engem Schulterschluss von Schützen und Stadt und gut aufgestellt für die aktuellen Herausforderungen des Geschäftes ‚Großveranstaltungen‘“, kündigt Schostok an. „Die Details werden wir nach der Sommerpause den Ratsgremien vorstellen. Sicher ist aber: Mit den Traditionen, die mit dem Schützenfest verbunden sind, haben wir ein Pfund, mit dem wir wuchern können, um das wir international und national beneidet werden. Das werden wir mit einem modernen, qualitätsvollen Festangebot kombinieren.“ Und er gibt einen besonderen Hinweis: „Wir planen, mit Ziel des 500. Schützenfestes bei der UNESCO einen Antrag auf Anerkennung als immaterielles Weltkulturerbe zu stellen. Dafür ist eine Verbindung von Tradition und Moderne wesentlich – und sie genau sie macht doch unser Schützenfest so einzigartig!“ 

 

Bruchmeister blicken zurück 

 Zehn Tage mit Frack und Fliege: Sonnabend haben die vier Zylinderträger bei der Bruchmeisteraktion am Kröpcke in Hannovers Innenstadt für einen guten Zweck gesammelt. 7.200 Euro kamen für den Verein für krebskranke Kinder Hannover e.V. zusammen, über die sich heute Bärbel Dütemeyer, Vorsitzende des Vereins freuen konnte. Für Maximilian. Bode-Meyer, Norman Hennies, Markus Hirte und Dennis Wellner geht eine aufregende Zeit zu Ende, obwohl ihre einjährige Amtszeit gerade erst begonnen hat. Ihr Fazit: „Die Bruchmeisterverpflichtung, der Ausmarsch und der Bruchmeisterrundgang waren die Höhepunkte und bleiben unvergesslich“, sind sich die vier jungen Männer einig. 

 

Helfer auf dem Schützenplatz 

Zehn Tage im Einsatz: Die ehrenamtlichen HelferInnen des DRK-Region Hannover blicken auf einen „sehr ruhigen Verlauf“ zurück. „Die Zahl der Einsätze sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Drei vermisste Kinder wurden den Eltern zurückgebracht, 152 Versorgungen und 32 Krankenhaustransporte durchgeführt.“, sagt DRK-Gesamteinsatzleiter Florian Peters. Gründe dafür seien das an-genehme Wetter, die EM und die Sommerferien. Positiv: In diesem Jahr gab es erstmals eine zweite Unfallhilfestelle (Gildegasse). Auch die Polizei Hannover bilanziert einen positiven Trend. „Es war ein friedliches, stimmungsvolles Fest“, sagt Polizeipräsident Volker Kluwe. „In diesem Jahr hat alles zusammengepasst: Wetter, Publikum und Festakte. Bei 63 Straftaten wurde ein leichter Anstieg der Köperverletzungen und ein Rückgang der Diebstähle verzeichnet; es gab wenige Trunkenheitsdelikte.“ 

 

Bilanz ums kühle Blonde 

Zum Wohl! Die Macher vom Alt Hanovera ziehen zum Ende des Schützenfestes eine positive Bilanz. „Wir sind mit dem Verlauf des Festes zufrieden“, erläutert Jörg Politze von der Privat-brauerei Herrenhausen. „Das Bier ist in Mengen geflossen.“ Sein absoluter Höhepunkt war der Fanfaren-Wettbewerb am Mittwoch. „Die Leinegarde war sensationell“, sagt der Eventchef begeistert. Im nächsten Jahr sollen wieder sieben bis acht Fanfarenkorps teilnehmen können. „Die Veranstaltung hat Potenzial, weiter ausgebaut zu werden“, meint Politze. Auch beim Gilde Island ging’s rund auf dem Schützenfest. „Bei uns ist Fußball überragend gelaufen und das Bier dementsprechend geflossen“, bilanziert Zeltbetreiber Sascha Casado. „Auch das neue Gilde Radler vom Fass ist sehr gut angekommen“, erläutert er. Nur das Brauhaus war nicht ganz zufrieden. „Es ist immer schwierig, Leute anzulocken, wenn ein großes Fußballturnier ausgetragen wird“, erklärt Hannes Aulich. Positiv waren jedoch Aufbau und Abläufe auf dem Fest. „Das hat super geklappt“, sagt er, „und das ist auch immer wichtig.“ 

 

Party in den Festzelten 

Zehn Tage Zelt-Gaudi: Ob Alt Hanovera, Gilde Island, Brauhaus Live oder andere – in den Festzelten feierten Partygäste zu einem abwechslungsreichen Programm mit breitgefächerter Musik. Ein Höhepunkt war der Auftritt von Lena Meyer-Landrut in der Festhalle Marris. Beim offiziellen Festakt zum 775-jährigen Stadtjubiläum sang die ESC-Gewinnerin vor geladenen Gästen. Das bunt-heitere Gaypeople-Zelt sorgte als ein traditionelles Party-Epizentrum für viel Stimmung und jede Menge Lacher. Prominentester Bühnengast war Schlagersängerin Tina York, Schwester von Mary Roos. 

 

Schreibe einen Kommentar