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70 Jahre Zuwanderung – Ausstellung zur Migration in Mittelfeld

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70 Jahre Zuwanderung – Ausstellung zur Migration in Mittelfeld Jens Schade

 

Schnipp, schnapp und das Band war ab: Mit einer Schere eröffnete Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner zusammen mit der "Ausstellungskonzeptionistin" Daniela Gingrich heute am späten Nachmittag (7. Februar) eine informatove Schau zum Thema "70 Jahre Zuwanderung" in Mittelfeld. Der Verein SchMitt (das steht für schönes Mittelfeld) war zusammen mit der Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld und dem Nachbarschaftstreff auf Spurensuche gegangen, hatte die Ausstellung organisiert. Nachdem die Tafeln mit Texten und Bildern bereits im "Treffpunkt der Kulturen" an der Karlsruher Straße zu sehen war, zog sie nun im Rahmen eines "Spaziergangs" mit dem Bollerwagen um zum Nachbarschaftstreff Am Mittelfelde 104. Hier werden die Tafeln noch bis Anfang März zu sehen sein.


Umzug in den Nachbarschaftstreff mit einem Spaziergang durch Mittelfeld

Der Chor Heimatmelodie brachte Lieder zur Eröffnung mit

Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner überbrachte die Grüße des Bezirksrates

Das auf der Wülfeler Feldmark herangewachsene Quartier ist praktisch erst durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen entstanden. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts  bestand die damalige „Kolonie Wülfel“ nur aus wenigen Häusern. Doch das änderte sich mit Ende des Zweiten Weltkriegs. „Der größte Teil der Bebauung des Stadtteils Mittelfeld datiert nämlich aus der Zeit nach 1949. Damals galt es, für die vielen Ausgebombten und Flüchtlinge möglichst schnell angemessenen Wohnraum zu schaffen“, blickte Antje Kellner in ihrer Rede zur Eröffnung der Ausstellung zurück. Die Bezirksbürgermeisterin überbrachte die Grußworte des Stadtbezirksrates.Eine Reihe von Gästen war der Einladung in den Nachbarschaftstreff gefolgt, darunter die CDU-Regionsabgeordnete Maria Hesse und der Fraktionsvorsitzende der SPD im Bezirksrat. Umrahmt wurde die kleine Feierstunde mit Liedern des Mittelfelder Chors „Heimatmelodie“.

„In Mittelfeld kann ich in Amerika sein, oder in Vietnam, in Russland oder der Türkei. Manchmal sogar alles zusammen und das dann auch noch auf einem christlichen Weihnachtsmarkt“, fasste Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner zusammen und meinte: „Wenn also jemand Integration schafft, dann sind das die Mittelfelder. Ich traue ihnen das jedenfalls zu und sie selbst sollten sich das auch noch viel mehr zutrauen. Sie haben schließlich jahrzehntelang praktische Erfahrung damit. Mehr Kompetenz geht ja gar nicht.“

Das Titelfoto zeigt Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner  (rechts) zusammen mit der „Ausstellungskonzeptionistin“ Daniela Gingrich.

 

 

 

 

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