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Ausgrenzung in der Kunst? Podiumsdiskussion in der Kestner Gesellschaft am 1.März 2018

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Ausgrenzung in der Kunst?  Podiumsdiskussion in der Kestner Gesellschaft am 1.März 2018 Guerrilla Girls | How Many Women Artists Had One-Person Exhibitions in NYC Art Museums Last Year? , 1985 (C) Guerrilla Girls, Courtesy guerrillagirls.com

HANNOVER. Anlässlich der aktuellen Ausstellungen von Christa Dichgans und den Guerrilla Girls veranstaltet die Kestner Gesellschaft am Donnerstag, den 1. März 2018 um 18.30 Uhr eine Podiumsdiskussion zu Ausgrenzungsmechanismen in der Kunstwelt unter dem Motto »Mehrheiten – Minderheiten? Exklusion? Inklusion!«. Prof. Dr. Annette Tietenberg (HBK Braunschweig) führt spezifische Dynamiken vor Augen, welche es Künstlerinnen erschweren, Eingang in den Kanon der Kunstgeschichte zu finden. Dabei wird auch die künstlerische Laufbahn von Christa Dichgans beleuchtet. Prof. Dr. Jörg Heiser (UdK Berlin) stellt eine jüngere feministische und postkoloniale Debatte vor, in der Science Fiction als Strategie dient, um starre Muster zu verdeutlichen und gleichzeitig neue gesellschaftliche Modelle und Auswege aufzuzeigen. Das Podiumsgespräch wird moderiert von Christina Végh.


Installationsansicht Ausstellung Christa Dichgans (C) Raimund Zakowski

Christa Dichgans (geb. 1940 in Berlin)  zählt zu den wichtigsten deutschen Protagonistinnen der Pop Art und ist insbesondere für ihr Frühwerk aus den 1960er Jahren bekannt. Gleichzeitig ist Dichgans’ Werk auch in der Geschichte der Malerei wie der Neuen Sachlichkeit und des Surrealismus verwurzelt. Mit der Ausstellung »Kein Stillleben« in der Kestner Gesellschaft erfährt ihr Werk nun erstmals eine tiefgreifende Auseinandersetzung und umfassende institutionelle Würdigung. Gezeigt werden rund 75 Gemälde, die zwischen 1963 bis 2013 entstanden sind. 

Mit der Ausstellung »The Art of Behaving Badly« der Guerrilla Girls präsentiert die Kestner Gesellschaft eine der international bedeutendsten Positionen feministischer Institutionskritik. Seit 1985 operieren die Guerrilla Girls aus den USA als eine anonyme Gruppe von Aktivistinnen, die auf die Unterrepräsentanz von Frauen und People of Color in Galerien, Museen und anderen Kunstinstitutionen aufmerksam machen. Die Kestner Gesellschaft zeigt erstmals eine institutionelle Einzelausstellung der Guerrilla Girls in Deutschland mit rund 30 ausgewählten Plakaten und Bannern aus den Jahren 1985 bis heute sowie vier Videoarbeiten von 2015 und 2016.

Mehr Informationen unter: www.kestnergesellschaft.de

 

 

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