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Autobiografie erschienen: Rückblick auf die Kindheit Anfang der 50ger Jahre

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Autor Rolf Ohlendorf schrieb sein Leben auf Jens Schade Autor Rolf Ohlendorf schrieb sein Leben auf

HANNOVER. Für Jüngere ist es ein Ausflug in eine andere Welt, bei Älteren werden vielleicht eigene, ähnliche Erinnerungen geweckt. Rolf Ohlendorf hat eine Autobiografie geschrieben und blickt darin auch zum Beginn der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts zurück. Als der Autor im Frühjahr 1953 geboren wurde, erholte sich die noch junge Bundesrepublik gerade von den Folgen des schrecklichen Krieges. Ohlendorf erlebte noch Plumpsklos und über den Fernsehbildschirm bei den Nachbarn (der eigene Vater erwarb erst relativ spät einen Fernseher) ritten die Herren von Bonanza in Schwarzweiß über die Graslandschaften ihrer Pondarosa-Ranch.

„Osterode und Hannover waren mir nie so nah“ lautet der Titel des neuen Buches. Soweit es in Hannover spielt, öffnet sich der Vorhang vor allem in der Südstadt und in Döhren-Wülfel. Denn Rolf Ohlendorf ist Mitbegründer des Amateurtheaters „Südstädter Komöd’chens“ und des „Hannoverschen Show Ensembles“. Das Südstädter Komöd’chen wurde zwar in der hannoverschen Südstadt gegründet und entfaltete dort seine erste Tätigkeit. Mit dem Wechsel zum Freizeitheim Döhren als ständiger Spielstätte und Probenraum könnte man das Komöd'chen eigentlich schon als eine Art Döhrener Verein bezeichnen. Und auch die schauspielerischen Aktivitäten von Rolf Ohlendorf und dem Theaterleiter des Südstädter Komöd’chens, seinem Ehepartner Peter Gärtner, gehen in den Stadtbezirk Döhren-Wülfel zurück. Denn beide standen schon beim „Kleinen Hoftheater“ (einem Amateurtheater, das es heute leider nicht mehr gibt) in Wülfel auf den (Bühnen-) Brettern, die auch hier die Welt bedeuteten.

Hier kam es auch einmal zu einer gefährlichen Situation. Der Leiter des Kleinen Hoftheaters, so schildert Rolf Ohlendorf in seinem Rückblick, hatte in den Bühnenboden einen kleinen Elektromotor eingebaut. Dessen Aufgabe war es, auf Knopfdruck den Vorhang zu bewegen. Doch während einer Vorstellung 1995 überhitzte sich das Gerät und begann fürchterlich zu qualmen. Stinkende Qualmwolken traten unter den Bühnenvorhang hervor. Autor Ohlendorf unterbrach sofort das Spiel und schaffte den Motor hinaus. Rolf Ohlendorf: „Danach bedienten wir den Vorhang grundsätzlich nur noch per Hand.“

Die Lebenserinnerungen von Rolf Ohlendorf sind sowohl als Paperback (ISBN-Nr. 978-3-7482-2656-7) als auch als E-Book (ISBN 978-3-7482-2657-4) im Verlag Tredition GmbH, Hamburg, erhältlich.

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