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DASTGAH - Festival zeitgenössischer iranischer Musik, Literatur, Kunst und Filmkunst vom 14. bis 26.September

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DASTGAH - Festival zeitgenössischer iranischer Musik, Literatur, Kunst und Filmkunst vom 14. bis 26.September DASTGAH (C) Stadt Hannover
DASTGAH - Festival zeitgenössischer iranischer Musik, Literatur, Kunst und Filmkunst vom 14. bis 26.September

Vom 14. bis zum 26. September findet DASTGAH – das Festival zeitgenössischer iranischer Musik, Literatur, Kunst und Filmkunst in Hannover, Hildesheim, Tosterglope und Völksen statt. Und auch wenn das Festival im Untertitel iranisch heißt, ist damit keine Festlegung auf eine Nationalität gemeint, sondern vielmehr die Weite und Verschiedenartigkeit von Musik, Literatur, Kunst und Filmkunst, die Menschen mit iranischen Wurzeln hervorbringen.

 

PROGRAMM im Überblick

 

FILM

14.09.2016 / 20.15 Uhr

Kino im Künstlerhaus

Eintritt 6,50 €, erm. 4,50 €

Iranische Filmkunst und DASTGAH

Ein musikalisch begleitetes Kurzfilmprogrammzur Eröffnung der Filmreihe

Über Jahrzehnte kommen immer wieder inhaltlichund ästhetischherausragende Fil-me aus dem Filmland Iran auf die Festivalsund in die internationalen Kinos. Filme, die zum Teil unterprekären Bedingungen entstehen, unter großen Risiken, die dieRegisseur/innen auf sich nehmen. Filmemacher/innen werdenzensiert, inhaftiert und drangsaliert. Trotzdem entstehen heuteim Iran fast genauso viele Filme wie in Deutschland –und esentsteht in der Tat wirklich Aufregendes. Zwei Goldene Bärender Berlinale gingen in den letzten Jahren an iranische Filme,Asghar Farhadis „Nader und Simin –eine Trennung“ gewannden Oscar. Die Namen Farhadi, Kiarostami, Makhmalbaf,Panahi, Ghobadi und Pitts stehen heute für Großes Kino. Undes gibt immer wieder neue Entdeckungen zu machen –auch beiiranischen Filmkünst-ler/innen, die außerhalb ihres Heimatlandes arbeiten.

Begleitet wird die Eröffnung der Filmreihe von einem Konzert:

Duo Santronic

(Arsalan Abedian und Ehsan Ebrahimi / Santur und Elektronik)

19.09.2016 und 20.09.2016 / 16.00 Uhr

Kino im Künstlerhaus

Eintritt 6,50 €, erm. 4,50 €

Der Apfel

Samira Makhmalbaf, Iran 1997 / 85 Min., OmU

 

Ein Armenviertel in Teheran. Zwei 12-Jährige Mädchen werdenvom streng religiösen Vater festgehalten. Doch dann kommensie frei. Ein Film zwischen Fiktion und Do-kumentation. Das aufregende Debüt der damals 18-Jährigen Regisseurin und und Ausdruckeiner neuen Generation iranischer Filmemacher.

 

25.09.2016 / 16.00 Uhr

26.09.2016 / 18.00 Uhr

Kino im Künstlerhaus

Eintritt 6,50 €, erm. 4,50 €

Manuscripts don’t burn

Mohammad Rasoulof, Iran 2013 / 124 Min., OmU

Ein Krimi!? Ein Polit-Thriller!? Eine dunkle und beunruhigendeGeschichte aus einem Alltag, der geprägt ist von Überwachung,Einschüchterung, Folter. Ein wütender Film!

Weitere Termine der Reihe Fokus: Iran (bis Dezember 2016) sindProgramm des Ki-nos im Künstlerhaus zu finden.

Veranstaltungen des Kinos im Künstlerhaus in Kooperation mit der HGNM

 

AUSSTELLUNG 

 

15. –25.09.2016 

Kunstraum Tosterglope

Eintritt 10 €, bis16 Jahre frei

Positionen junger iranischer Kunst

Eröffnung am 15.09.2016 um 19.30 Uhr

Fotografien von Roya Noorinezhad

Malereien und Collagen von Tala Ranjbaran

Der Kunstverein Tosterglopewidmet sich in seinem Ausstellungs-Beitrag zum DAST-GAH-Festival der Frage nach demSelbstverständnis und den Lebensbedingungen der Künstler/innen im Iran der Gegenwart. Insbesondere die unterschiedlicheberufliche Situation –Roya Noorinezhad ist derzeitDAAD-Stipendiatinan der Folkwang-Universität in Essen,Tala Ranjbaran lebt und arbeitet in Teheran –aber auch die jeverschiedene künstlerische Bildsprache werfen Fragen zu denArbeitsbedingungen auf.Mit dem begleitenden Konzert zusammen wird der Bogengespannt von traditio-neller iranischer Musik bis zur zeitgenössischenelektronischen Komposition und zeigt zugleich zweiPositionen iranischer Künstlerinnen zwischen Malerei, Collageund Fo-tografie. Der Kunstverein in ländlicher Off-Lage erforschtdas Fremde im Vertrauten und wiederholt die Betrachtungen

zur Hospitalität –setzt also unsere und die Position der Gästein unserer Festivalbe-gegnung in Beziehung zueinander.

Begleitet wird die Eröffnung der Ausstellung von einem Konzert:

Duo Santronic

Arsalan Abedian und Ehsan Ebrahimi / Santur und Elektronik

 

Eine Veranstaltung des Kunstraums Tosterglope

 

19. –21.09.2016 / 10.00–20.00Uhr 

Foyer der Hochschule für Musik Theater und Medien Hannover

Eintritt frei

C4H8Cl2S

Interaktive Klanginstallation von Farhad Ilaghi Hosseinimit schwingenden Lautspre-chern und Lichtsensoren

C4H8Cl2S ist die Formel von Senfgas. Senfgas wurde nicht nurauf den Schlachtfel-dern des Ersten Weltkriegs eingesetzt,sondern auch 1988 von der irakischen Armee Saddam Husseinsgegen das kurdische Dorf Halabja.

Die Klanginstallation von Farhad Ilaghi Hosseini verbindetelektronisch bearbeitete Klänge von Explosionen mit Fetzenvon Schlafliedern für Kinder aus verschiedenen Kulturen. DieLautsprecher können wie eine Kinderwiege vom Publikum inBewegung gesetzt werden. Je nach Bewegung werden andereKlänge erzeugt.

Eine Veranstaltung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover(HMTMH)

KONZERT /Öffentliche Probe

16.09.2016 / 18.00 Uhr 

Hermannshof Völksen

Eintritt frei / Spende erbeten

Ensemble Laboratorium

anschließend Empfang der HGNM

Drei Tage ist das Ensemble Laboratorium zu Gast auf demHermannshof in Völksen. Dort proben die elf Musiker/innendie Auftragswerke des Festivals von Fozié Majd, ShahrokhKhajenouri, Ehsan Khatibi und Elnaz Seyedi. Am letzten Tagstellt das En-semble in einer öffentlichen Probe im Haus imPark die Stücke vor, die am folgenden Tag im Sprengel MuseumHannover uraufgeführt werden. Anschließend lädt die HGNMBeteiligte und Gäste ein zum Gespräch und geselligen Beisammenseinbei Brot und Wein.

Die Platzzahl ist begrenzt. Empfohlen wird die Online-Reservierung unter www.hermannshof.de

 

Eine Veranstaltung der HGNMin Kooperation mit Kunst und Begegnung Hermannshof e.V.

 

17.09.2016 / 19.00 Uhr 

Sprengel Museum Hannover

Eintritt 15 € / erm. 8 €

Ensemble Laboratorium

Vier Auftragswerke von Fozié Majd (Teheran), ShahrokhKhajenouri (Teheran), Ehsan Khatibi (Berlin), 

Elnaz Seyedi(Basel)

Uraufführungen

Von Béla Bartóks Erforschungen der Musik der „einfachenLeute“ angeregt, unter-nahm Fozié Majd (*1938) in den sechzigerund siebziger Jahren Reisen in verschie-dene Regionen desIran. Die Musik, die sie dort kennenlernte, ging in originellerWei-se in ihre Musik ein. Für DASTGAH komponiert sie nun nachlanger Pause wieder ein Werk für großes Ensemble. ShahrokhKhajenouri (* 1952) gilt –zusammen mit Alireza Mashayekhi

–vielen jungen iranischen Komponist/innen als Vaterfigur.Er kehrte noch während des Kriegs mit dem Irak nach einemStudium in England in den Iran zurück und be-gleitete dieverschiedenen Phasen der Kunst und Politik mit seinen Werken.Ehsan Khatibi (*1979) und Elnaz Seyedi (*1982) studierten imIran und in Deutschland und leben derzeit in Europa.

Das Ensemble Laboratorium wurde 2004 –inspiriert durch diegemeinsame Arbeit unter Pierre Boulez im Rahmen der LucerneFestival Academy –von jungen Musi-ker/innen aus 14 verschiedenenLändern von fünf Kontinenten gegründet. Seine Mit-gliederinteressieren sichbesonders für die Interpretation neuerMusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Das Ensemble Laboratoriumsucht die Zusammenarbeit mit jungen Komponist/innen

und steht für engagiertes Musizieren in besonderer Qualität.

Mitwirkende

Blandine Chemin / Violine, Rosa San Martin Valdor / Viola

Markus Hohti / Violoncello, Pilar Fontalba / Oboe

Horia Dumitrache / Klarinette, Rui de Castro Lopez / Fagott

Nenad Markovic / Trompete, Albin Lebossé / Horn

Patrick Crossland / Posaune, Artur Avanesov / Klavier

Jonathan Schapiro / Schlagzeug, Lin Liao / Dirigentin

Eine Veranstaltung der HGNM in Kooperation mit dem Sprengel Museum Hannover

 

Das Konzert wird vom Deutschlandfunk mitgeschnitten.

 

18.09.2016 / 11.00 Uhr 

Neues Rathaus, Mosaiksaal

Eintritt frei

Morghe Sahar–Der frühe Vogel …

Musik verbindet

In diesem Konzert für Kinder und Erwachsene begrüßt dieLandeshauptstadt Hanno-ver das Festival DASTGAH. InmärchenhafterForm bringen der Opernsänger MohsenRashidkhan, das aus Teheran angereiste Ensemble Delwinund das Ensemble Gohar aus Hannover den kleinen und großenZuhörern klassische und zeitgenössische irani-sche Musik undihre wunderbaren Instrumente nahe.

Musikalische Leitung: Ehsan Ebrahim

Begrüßung: Harald Härke,Stadtrat und Kultur-und Personaldezernent

Eine Veranstaltung des Kulturbüros der Landeshauptstadt Hannover

18.09.2016 / 16.00 Uhr 

Sprengel Museum Hannover

Eintritt 12 € / erm. 6 €

Tanbur –Akkordeon –Elektronik

Vier Auftragswerke von Kiawasch Sahebnassagh (Teheran),Ali Gorji(Berlin), Mehdi Jalali (Teheran), Farzia Fallah (Köln)

Uraufführungen

Für eine Kombination iranischer und europäischer Instrumentezu komponieren, ist eine Herausforderung. Die Tanbur alsZupfinstrument mit typisch orientalischer Klanglichkeit –dasAkkordeon als junges westliches Instrument, sehr beliebt inder zeitgenössischen Musik wegen seiner großen Ausdrucksfähigkeit.Und dazu noch, als Bindeglied oder dritter Partner,die Elektronik mit vier Lautsprechern, die das Publi-kum umgeben.

Wir dürfen gespannt sein auf die Ideen, die Farzia Fallah(*1980), Ali Gorji (*1979), Kiawasch Sahebnassagh (*1968) undMehdi Jalali (*1980) für diese Instrumente umgesetzt haben.

Vier neue Werke für einen neuen Klangkörper.

Mitwirkende

Mehdi Jalali / Tanbur

Margit Kern / Akkordeon

Arsalan Abedian / Elektronik

 

Eine Veranstaltung der HGNM in Kooperation mit dem Sprengel Museum Hannover

 

18.9.2016 / 19.00 Uhr 

Sprengel Museum Hannover

Eintritt 15 € / erm. 8 €

Ensemble Delwin

Delwin –„Folge Deinem Herz!“. Unter diesem Namen gründetenfünf junge, professi-onell ausgebildete Musikerinnen ausTeheran 2015 ein neues Ensemble. Sie präsen-tieren ein klassischespersisches Dastgah –Repertoire sowie Kompositionenauf Ra-difbasis von berühmten iranischen Komponisten des 20.Jahrhundert, darunter Ali Tajwidi und Hossein Alizadeh. Darüberhinaus werden auch einige kurdische Volkslie-der gespielt.

Gedichte aus der Sufi-Tradition und Liebeslyrik vertonen sie miteigenen Kompositio-nen.Ein außergewöhnliches Konzert klassischer persischer Musikund Dichtkunst –interpretiert auf einem Bouquet persischerMusikinstrumente!

Mitwirkende

Shilan Ardalan / Setar, Maryam Khoda Bakhsh / Ud

Solmaz Badri / Gesang, Azadeh Shams / Gheychak

Maryam Molla / Tombak

Eine Veranstaltung des Center for World Music / Universität Hildesheim

21.09.2016 / 13.00 Uhr

Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Raum E50

Eintritt frei

Neue elektroakustische Musik aus dem Iran

mit Werken aus dem Korourian-Wettbewerb in Teheran 2016

Im Frühjahr 2016 fand in Teheran der Korourian-Wettbewerb fürelektronische Musik statt. Die Gruppe für Neue Musik Yaravaund das CD-Label Contemporary Music Re-cords suchten nachneuen Werken, die sich als Bezug auf den jung verstorbenenKomponisten Reza Korourian verstanden. Unter zahlreichenEinsendungen wurden sieben Stücke ausgewählt und dreiPreise vergeben. Die Preisträgerinnen Aso Kohz-adi, MahoorPourmoghadam und Gelareh Soleimani werden nach der erstenAuffüh-rung im August 2016 in Teheran nach Hannover kommen

und bei diesem Konzert anwesend sein.Anschließend findet eine Diskussion mit ihnen zur Situation

elektroakustischer Musik im Iran statt.

 

Eine Veranstaltung der HGNM und der HMTMH in Kooperation mit der GruppeYaravaund Contemporary Music Records Teheran

 

DISKUSSION / GESPRÄCH

17.09.2016 / 16.00 Uhr 

Sprengel Museum Hannover

Eintritt frei

Neue Musik im Iran

Für die religiös konservative schiitische Tradition im Iran istMusik an sich ein Übel. Mehr noch als Kunst ist Musik von Verbotenbedroht. Dennoch gibt es im Iran nicht nur einen großenStolz auf die eigenen musikalischen Traditionen, sondern auchein enormes Interesse für Neue Musik. Wie passt das zusammen?Wie kommen junge Menschen im Iran zur Neuen Musik,wie arbeiten sie als Komponisten? Welches Pub-likum gibt es?Wie hat sich die Szene in den letzten fünfzig Jahren geändert?

Es diskutieren

Seyyed Mehdi Setayeshgar,Herausgeber der Zeitschrift „Honar e Mosighi“, Teheran

Fozié Majd, Komponistin (*1938),Teheran

Shahrokh Khajenouri (*1952), Komponist, Teheran

Kiawasch Sahebnassagh (*1968), Komponist, Teheran

Mehdi Jalali (*1980), Komponist und Ensembleleiter, Teheran

Farzia Fallah (*1980), Komponistin, Köln

Elnaz Seyedi (*1982), Komponistin, Basel

Moderation

Raimund Vogels(Center for World Music, Universität Hildesheim) undJoachim Heintz (HGNM)

Eine Veranstaltung der Hannoverschen Gesellschaft für Neue Musik in Kooperation

mit dem Sprengel Museum Hannover

19.09.2016 / 11.00 Uhr 

Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Raum E45

Eintritt frei

Komponistengesprächzum Konzert des Ensemble Laboratoriumsvom 17.09.

mit Fozié Majd (Teheran), Shahrokh Khajenouri (Teheran),Ehsan Khatibi (Berlin) und Elnaz Seyedi (Basel)

Eine Veranstaltung der HGNM und HMTMH

20.09.2016 / 11.00 Uhr 

Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Raum E45

Eintritt frei

Komponistengespräch zum KonzertTanbur –Akkordeon –Elektronikvom 18.09.

mit Kiawasch Sahebnassagh (Teheran), Ali Gorji (Berlin),Mehdi Jalali (Teheran) und Farzia Fallah (Köln)

 

Eine Veranstaltung der HGNM und HMTMH

 

21.9.2016 / 16.00 Uhr 

Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Raum E45

Eintritt frei

Elektronische Musik im Iran

Wie ist die Situation elektroakustischerMusik im Iran heute?Welche Arbeits-und Aufführungsmöglichkeiten bestehen fürKomponist/innen und Performer/innen? Die drei Preisträgerinnendes Korourian-Wettbewerbs für elektroakustische MusikAso Kohzadi, Mahoor Pourmoghadam und Gelareh Soleimanisprechen mit Arsalan Abedi-an und Joachim Heintz über ihreWerke und die Situation elektronischer Musik im Iran heute.

Eine Veranstaltung der HGNM und HMTMH in Kooperation mit der Gruppe Yaravaund Contemporary Music Records Teheran

25.09.2016 / 15.00 Uhr 

Kunstraum Tosterglobe

Eintritt frei

Wie Künstler und Künstlerinnen im Iran arbeiten

Gespräch über die Lage der Kunst im Iran zur Finissage derAusstellung von Roya Noorinezhad und Tala Ranjbaran

Begleitendes Konzert

Duo Santronic

Arsalan Abedian/ Ehsan Ebrahimi / Santur und Live-Elektronik

Special guest: Mehdi Jalali / Tanbur

 

Eine Veranstaltung des Kunstraum Tosterglope

 

LESUNG

19.9.2016 / 20.00 Uhr 

Literarischer Salon

Eintritt7 €, erm. 4 €

Shida Bazyar –Nachts ist es leise in Teheran

EinRomandebüt über Heimat

„Wir sagen immer, Deutschland ist unser Exil, und mir kommtdas Wort vor wie ein eingefrorener Zustand, in dem ich trotzdemnoch versuchen soll, mich zu bewegen.“ Dies denkt sichNahid, eine der Protagonistinnen in Shida Bazyars DebütromanNachts ist es leise in Teheran, als ihr Blick auf das Wort Exilin einem Buch fällt. Vier Stimmen über zwei Generationenund vier Dekaden erzählen die Geschichte von Behsad, demkommunistischen Revolutionär, der die Zukunft in den Wortenvon Marxund Engels las, seiner Frau Nahid, die nach der Flucht

in die BRD Trost in den Gedichten Hafis und in den Buchstabenihrer Sprache findet. Und ihrer Kinder Laleh und Mohrad,deren Leben durch Popmusik statt durch Lyrik oder Pamphletebestimmt werden.

Charlotte Milsch wird mit Shida Bazyar im Rahmen des Festivalsüber den Klang der Politik, über Worte als Musik und überSprache als beweglichen, eben nicht eingefro-renen Zustandsprechen.

Eine Veranstaltung des Literarischen Salons in Kooperation mit dem Kulturbüro derStadt Hannover

20.9.2016 / 19.30 Uhr 

Iranische Bibliothek Hannover-Nordstadt

Eintritt frei / Spende erbeten

Rumi, Hafez und Molla NasraddinPoesie und Weisheiten persischer Mystik

Gedichte, Geschichten, Anekdoten und Musik

Dieser Abend mit Tiefgang, Humor und Live-Musik führt ein indie Poesie und Weis-heit der persischen Mystik. Zu hören sindGedichte und Geschichten von Rumi und Hafez und Anekdotendes Mollah Nasreddin, dem orientalischen Till Eulenspiegel.Dazwischen erklingt rhythmische Sufi-Musik, gespielt auf demSaiteninstrument Tambur.

Mitwirkende

Seyedeh Atieh Sajadi (Magister für Iranistik und Islamwissenschaft)

Zarah Khoshbakht, Mehdi Jalali (Komponist undMusiker aus Teheran)

Eine Veranstaltung der Iranischen Bibliothek

 

Die Veranstaltung findet teilweise in deutscher und persischer Sprache statt.

 

21.9.2016 / 19.30 Uhr 

Literaturhaus Hannover

Eintritt 10 € / erm. 6 €

Sudabeh Mohafez –Kitsune. 3 Mikroromane

Die in Teheran geborene, deutsche Schriftstellerin SudabehMohafez debütierte 2004 mit den so poetischen wie ungeschönt-realistischen Erzählungen ihres Bandes Wüs-tenhimmel.Hierauf folgten die Romane Gespräch in Meeresnähe und brenntsowie die Ultrakurzgeschichten des Zehn-Zeilen-Buchs, die zunächstals Experimentauf einem literarischen Blog entstandenwaren und immer mehr begeisterte Leser fan-den.Nun ist ihr aktuelles Werk Kitsune erschienen. Eine glücklicheFügung im welt-weit wogenden Web führte Sudabeh Mohafezund die Schweizer Bildermacher Ritti-ner & Gomez zusammen.Gemeinsam schufen sie Bilder und Geschichten über rät-selhafteBegebenheiten: Sie erzählen von einem Haus mit wachsendenund schrump-fenden Räumen, von einer einsamen Insel mitBewohnern, die ihr Glück im Nichtstun finden, und von Vincentund seinem Überleben in der Stille –drei „Mikroromane“, diesich gängigen Plots verweigern.

Eine Veranstaltung des Literaturhaus Hannover in Kooperation mit dem Kulturbüro

der Landeshauptstadt Hannover 

23.9.2016 / 20 Uhr 

Kanapee

Eintritt frei / Spende erbeten/ Platzreservierung empfohlen

Zwischen Welten als Heimat

mit Tahere Asghary (Tanz und Lyrik), Mahmood Falaki (Prosa)und Kiomaars Musayyebi (Santur)

Drei Künstler verbinden ihre iranische Heimat mit Deutschland,das ihre zweite und weitere Heimat wurde. Ihnen begegnendie unterschiedlichsten Mitmenschen in un-terschiedlichstenSituationen. Mit Sprache, Musik und Literatur schaffen siean die-sem Abend eine spannende, unterhaltsame kulturelleVerbindung.

Mahmood Falaki (*1951 im Nordiran) liest aus seinen Erzählungenund Romanen, in denen er auf humorvolle Art vonBegegnungen mit Menschen verschiedener Kulturen erzählt,voll mit Banalitäten und Absurditäten des alltäglichen Lebensals „Fremder“ in Deutschland.Tahere Asghary (*1966 in Isfahan) vermittelt zwischen Lyrikund Tanz, Wort und Bewegung und bearbeitet poetisch innereund äußere Prozesse.Kioomars Musayyebi (*1977 in Teheran), Santurspieler, verknüpftauf faszinierende Weise verschiedene Musikstile miteinander

 

und hat Auftritte mit Musikern aus der ganzen Welt.

 

 

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