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In der Eisfabrik sind "wilde Zeiten" angebrochen

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Burghard Rump in einem Video zur Ausstellung in der GAF Jens Schade Burghard Rump in einem Video zur Ausstellung in der GAF

HANNOVER. Das waren wilde Zeiten: barbusige junge Damen übten sich in Diskos im Schlammcatchen oder präsentierten sich in voller Schönheit zur Wahl der „Miss Busen“.  Auf kleinen Bühnen, in düsteren Kellern oder baufälligen Hallen organisierte die damalige Jugend ihre eigene Kultur, zeigte, wie es in der Mitteilung der GAF heißt, „der Gesellschaft den subkulturellen Stinkefinger, ihre Waffe gegen den Muff und die Wohlsstandsdusseligkeit ihrer Eltern.“ Der hannoversche Fotograf Burghardt ED Rump verfolgte das Geschehen auf und vor den kleinen Bühnen, bannte die damaligen Größen der hannoverschen Punk-Szene mit seiner Hasselblad auf analogen Schwarzweißfilm.

Die GAF (Galerie für Fotografie) in der Eisfabrik (Südstadt, Seilerstraße) zeigt eine Auswahl der Arbeiten des Fotokünstlers noch bis 3. Oktober. Geöffnet ist donnerstags - sonntags von 12 - 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Wer die Erinnerung an die Zeit vor rund 40 Jahren gern auch zu Hause haben möchten – kein Problem. Für 74 Euro kann jedermann einen großformatigen dicken Wälzer mit den eindrucksvollen Aufnahmen bestellen. Der Bildband hat zwar seinen Preis, dafür aber auch viele, viele Seiten und ein ungewöhnlich großes Format, durch das die eindrucksvollen Aufnahmen gut zur Geltung kommen.


Blick in die Ausstellung

Anlässlich des Zinnober-Parcour war auch der Fotograf persönlich in der GAFs

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