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Kestner Gesellschaft: Jahresprogramm 2020.

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Kestner Gesellschaft: Jahresprogramm 2020. Wilfred Feege Kestner Gesellschaft: Jahresprogramm 2020.
Kestner Gesellschaft: Jahresprogramm 2020.

Die Kestner Gesellschaft startet ins neue Ausstellungsjahr: In 2020 werden insgesamt siebenAusstellungen gezeigt, darunter sechs Einzelausstellungen und eine internationale Gruppenausstellung.Das programmatische Interesse der Kestner Gesellschaft verfolgt dabei drei verschiedeneSchwerpunkte, die das Profil des Hauses seit der Gründung prägen: Der Fokus liegt auf wichtigeninternationalen künstlerische Positionen, die in Deutschland noch nicht allzu bekannt sind; gleichzeitigrichtet sich ein Schlaglicht auf die lokale Anbindung an die Stadt Hannover; darüber hinaus werdenaktuelle gesellschaftliche Debatten aufgegriffen.Vor diesem Hintergrund bilden die ersten beiden Einzelausstellungen den fulminanten Auftakt imFrühling 2020. Der französische Künstler Jean-Luc Mylayne (*1946 in Marquise, Frankreich) ist seitüber 40 Jahren von einem Motiv fasziniert: den Vögeln. Die großformatigen Fotografien, die aus einermonate- manchmal jahrelangen Beobachtung entstehen, sind poetische wie radikale Portraits, die voneiner tiefen Verbundenheit mit den Tieren und der Natur zeugen. Darüber hinaus reflektiert Mylaynedas Medium Fotografie, wie zum Bespiel den Aspekt der Zeitlichkeit bei der Entstehung der Bilder. Mitüber 40 Werken gibt die international gezeigte Ausstellung »Herbst im Paradies« einen umfassendenÜberblick über das künstlerische Schaffen des Künstlers. (6. März bis 17. Mai 2020)Mit Zeitlichkeit beschäftigt sich auch die Künstlerin Katinka Bock (*1976 in Frankfurt am Main), derenspektakuläre, neun Meter große Skulptur »Rauschen« parallel im Oberlichtsaal zu sehen sein wird. Dieaus den originalen Kupferplatten der Kuppel des Anzeiger-Hochhaus entstandene Skulptur ist daszentrale Werk der gleichnamigen Ausstellung, die sich sowohl mit der Geschichtlichkeit des Materials alsauch dem Medium Zeitung auf verschiedenen Ebenen nähert. Die Schau, die im Herbst vergangenenJahres im renommierten Ausstellungshaus Lafayette Anticipations in Paris zu sehen war, kehrt damitzurück an ihren Ursprungsort. (6. März bis 17. Mai 2020)Das Interesse am Material steht auch bei der im Sommer präsentierten Gruppenausstellung mit demTitel »KUNST ⇆ HANDWERK. Zwischen Tradition, Diskurs und Technologien« im Vordergrund.Neun internationale Künstler*innen – darunter Haegue Yang, Jorge Pardo und Olaf Holzapfel –beschäftigen sich auf vielfältige Art und Weise mit handwerklichen Techniken, die in den letzten Jahrenvermehrt in der zeitgenössischen Kunst zu finden sind. Die Künstler*innen verbinden dabeitraditionelles, lokales Handwerk mit einer technologisierten, globalen Gegenwart.(13. Juni bis 13. September 2020)Mit der französischen Künstlerin Camille Henrot (*1978 in Frankreich) präsentiert die KestnerGesellschaft im Herbst einen Shooting-Star der Kunstszene. 2013 erhielt sie den Silbernen Löwen derBiennale in Venedig und wurde damit einem breiteren Publikum bekannt. Die vielfältige Künstlerinvereint Fundstücke aus der Popkultur, Literatur, Philosophie und Wissenschaft zu einem humorvollenkreativen Chaos, das mit einem Augenzwinkern nichts weniger will als die Welt erklären.(16. Oktober 2020 bis 17. Januar 2021)

Mit Wissensproduktion beschäftigt sich auch Susan Hiller (1940-2019), parallel zu Camille Henrot wirdihre Video-Arbeit »Lost and Found« (2016) in der Claussen-Halle präsentiert. In der Zusammenschauder beiden Künstlerinnen wird ein Dialog der Generationen zu diesem Thema ermöglicht. Sprache spieltdabei in Hillers Werken eine zentrale Rolle. So auch in der Arbeit »Lost and Found«, die vom Aussterbenbedrohte Sprachen und damit auch Kulturen in den Fokus rückt. (16. Oktober 2020 bis 17. Januar 2021)








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