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kreHtiv Netzwerk Hannover zeigt Gesichter von Kreativen in der Corona-Krise

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v.l. Ilka Theurich (Perfomancekünstlerin, Coach), Ninia LaGrande (Schriftstellerin, Moderatorin), Damian Marhulets (Komponist, Visueller Künstler) berichten über ihre Situation in der Corona-Krise © Tom Wesse/Kai Nolda v.l. Ilka Theurich (Perfomancekünstlerin, Coach), Ninia LaGrande (Schriftstellerin, Moderatorin), Damian Marhulets (Komponist, Visueller Künstler) berichten über ihre Situation in der Corona-Krise © Tom Wesse/Kai Nolda

HANNOVER.  Mit der Online-Kampagne CREATIVE FACE(T)S macht das kreHtiv Netzwerk in Kooperation mit den Fotografen Kai Ivo Nolda und Tom Wesse auf die aktuelle existenzgefährdende Situation vieler Solo-Selbstständiger aus der Kultur- und Kreativszene aufmerksam. Im Zentrum stehen die Portraits und Aussagen der Kreativen selbst, denn oftmals wird vergessen, dass hinter den erschreckenden Zahlen zur wirtschaftlichen Situation auch Menschen stecken, die ihre individuelle Geschichte haben und mit ihrer Arbeit ganz erheblich zur Wertschöpfung beitragen.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft zählt schließlich zu den wirtschaftsstärksten Branchen in Deutschland. In kurzen Video-Clips und längeren Interviews bekommen die Kreativen die Möglichkeit, ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen und dabei auch offen zu fordern, wie ihnen jetzt geholfen werden müsste.

 

Viele der Kreativen berichten von einschneidenden Veränderungen. Der sofortige Wegfall an Auftritten oder Aufträgen führt zu einer großen Ungewissheit, wie es für sie weitergeht. Ersparnisse waren oft schnell aufgebraucht, die Hilfsmaßnahmen der Regierung häufig nicht auf Solo-Selbstständige ausgerichtet, vielen blieb so nur die Aussicht auf Grundsicherung.

Sie berichten, dass mit den finanziellen Sorgen auch häufig die eigene Kreativität nicht mehr wie gewohnt funktionierte: Schreibblockaden, Ideenlosigkeit und Frustration waren die Folgen.

 

DIE KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT IST BESONDERS HART GETROFFEN

 

Die Zahlen sind erschreckend. Eine verhältnismäßig hohe Anzahl der in der Kreativwirtschaft Tätigen arbeiten als Solo-Selbstständige. Erste Umfragen und Prognosen zeigen, dass diese von den Pandemie-bedingten Einschränkungen mit am stärksten betroffen sind. Leere Theater und Konzertsäle, eine schlechte Auftragslage und eine unklare Perspektive machen ihnen zu schaffen und führten bisher zu Umsatzeinbußen von europaweit 31% der gesamten Branche. Einzelne Teilbranchen wie Darstellende Künste und die Musikwirtschaft erlitten Verluste von 90% bzw. 76%.

 

Das kreHtiv Netzwerk Hannover, das dieses Jahr sein 10-jähriges Jubiläum nach der Gründung durch die Wirtschaftsförderung hannoverimpuls feiert, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die erste Anlaufstelle für Kreative in der Region Hannover zu sein. Dementsprechend sind die vielseitigen, oft sehr individuellen, existentiellen Probleme bekannt, vor denen viele Solo-Selbstständige aber auch die ganze Branche aktuell stehen.

 

„Uns war es wichtig, auch in der breiteren Öffentlichkeit ein Verständnis für die Situation der selbstständigen Kreativen zu schaffen. Wenn diese in der Krise weiterhin nicht ausreichend unterstützt werden, geht ein riesiger Teil an Kunst, Kultur aber auch Wirtschaftskraft verloren“, sagt Tobias Lüttig, Vorstandsschaftsmitglied des kreHtiv Netzwerks und selbst auch Selbstständiger in der Branche.

 

Die von den beiden Fotografen initiierte Kampagne soll ein Aufruf an die Gesellschaft und auch die Politik sein, Kultur, Kunst und Kreativität in dieser Krise nicht zu vergessen. Ihr Wegfall würde eine zu große, nicht so schnell wieder aufzufüllende Lücke in das gesellschaftliche Leben reißen. Zu sehen ist die Kampagne auf den Facebook- und Instagram-Kanälen des Netzwerks und auf creativefacets.krehtiv.de

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