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Kunst im Vorbeigehen: Open-Air-Aktion im Vorgarten

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HANNOVER. Jeden Sonnabendnachmittag wird ein Stückchen Landwehrstraße zu einem Open-Air-Atelier. Künstler aus dem Süden Hannovers stellen ihre Leinewand auf eine Staffelei, greifen zu Pinseln und Farbtöpfen. Weil sein Kulturcafé Gingo in Döhren wegen der Coronapandemi schon seit Monaten die Türen geschlossen halten muss, bringt Inhaber Jens Klinkert die Kunst jetzt eben auf die Straße. Im Vorgarten vor dem Café entstehen jeden Sonnabendnachmittag für ein paar Stunden neue Kunstwerke unter den Augen der Passanten. Wer möchte, darf den teilnehmenden Künstlern beim Zeichnen und Malen über die Schulter schauen und den Fortgang der Arbeit von der weißen Leinwand bis zum fertigen Gemälde mitverfolgen.

Das Bildthema gibt Klinkert den beteiligten Künstlern erst unmittelbar vor dem Start der Aktion bekannt. Am 2. Aprilsonnabend musste sich die Künstler aus dem Stehgreif Gedanken zum Begriff „Entfaltung“ machen. Begonnen hatte alles am Osterwochenende mit einer Malaktion zum Thema „Tierliebe“.

Bei der zweiten Aktion unter dem Motto „Art to go“ arbeiteten Anfang April bei kalten, zum Glück aber trockenen Wetter Vera Wolter, Gundula Zimmermann und Fred Rabe und kreierten neue Bilder. Daneben gab es auch etwas für die Ohren. Rainer Ranis hatte seine Gitarre und seine Mundharmonika mitgebracht, spielte zur Freude der Künstler und der Zuschauer mitreißende Stücke. „Toll, dass es so etwas in Döhren gibt“, meinte eine Frau, die auf ihren Weg dann doch erst einmal verweilte und das Geschehen vor dem kleinen Café verfolgte.

Daneben läuft die Aktion Kunst im Schaufenster weiter. In einer ganzen Reihe von Geschäften in der Landwehrstraße haben Künstler aus Döhren und der Südstadt ihre Werke in den Schaufenstern ausgestellt. So wird ein Bummel entlang der Straße zum Kunstgenuss. 


Mit dabei. Gundula Zimmermann

Rainer Ranis begleitete das Malen auf seiner Gitarre

Vera Wolter war eine der Künstlerinnen bei der Sonnabendaktion

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