Log in

Mehr als 836.000 Schülerinnen und Schüler starten ins Schuljahr 2016/2017

(0 Stimmen)
Mehr als 836.000 Schülerinnen und Schüler starten ins Schuljahr 2016/2017 Niedersachsenpferd (C) Ulrich Stamm
Mehr als 836.000 Schülerinnen und Schüler starten ins Schuljahr 2016/2017 - Inklusion, Ganztagsschule und Dialog bleiben schulpolitische Schwerpunkte

Für mehr als 836.000 Schülerinnen und Schüler an den allgemein bildenden Schulen in Niedersachsen beginnt am (morgigen) Donnerstag nach den Sommerferien das neue Schuljahr 2016/2017. Am kommenden Sonnabend erleben viele Schulanfängerinnen und Schulanfänger zudem ihre Einschulung: Im 1. Schuljahrgang an Grundschulen und Förderschulen werden rund 69.100 Schülerinnen und Schülererwartet. Im Vorjahr wurden insgesamt 70.591 Kinder eingeschult. Aufgrund der Flüchtlingssituation können die tatsächlichen Werte von diesen Prognosewerten abweichen, die genauen Zahlen werden in der jährlichen Schulstatistik Mitte August erhoben. 

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt wünscht allen einen guten Schulstart: „Sechs Wochen lang war es in unseren Schulgebäuden, den Turnhallen und auf den Pausenhöfen in Niedersachsen eher ruhig. Jetzt kehrt das Leben dorthin zurück und ein neues Schuljahr beginnt. Ich hoffe, dass alle gut erholt und mit Schwung den Unterricht wieder angehen und ihre selbst gesetzten Ziele erreichen können. Ich persönlich gehe mit großer Freude an die Arbeit für das neue Schuljahr und bin dankbar für den großen Einsatz und die tolle Unterstützung der an Schule Tätigen." 

Zum Schuljahr 2016/2017 gehen in Edemissen, Burgwedel, Isernhagen und Ihlow vier neue integrierte Gesamtschulen an den Start. Insgesamt erhöht sich damit die Zahl auf 126 öffentliche Gesamtschulen: 90 öffentliche IGS und 36 öffentliche KGS. Die neuen IGS werden aufsteigend, beginnend mit dem 5. Schuljahrgang im Schuljahr 2016/2017, eingerichtet. An sechs niedersächsischen Standorten (Nienburg, Bad Zwischenahn, Lohne und 3 x in Hannover) werden neue Oberschulen errichtet bzw. bestehende Schulen zu Oberschulen umgewandelt, damit gibt es landesweit jetzt 256 öffentliche Oberschulen. In der Landeshauptstadt Hannover wurde zum neuen Schuljahr ein neues öffentliches allgemein bildendes Gymnasium genehmigt. Die Gesamtzahl der öffentlichen Gymnasien in Niedersachsen wird damit 220 betragen.

Insgesamt gibt es in Niedersachsen im Schuljahr 2016/2017 rund 2.800 öffentliche Schulen: Rund 2.670 öffentliche allgemein bildende Schulen und etwa 135 berufsbildende Schulen. Mehr als 1.700 der allgemein bildenden Schulen verfügen über ein Ganztagsangebot. Zum Schuljahresbeginn sind 88 Anträge für Ganztagsschulen genehmigt worden.

Die inklusive Schule wird aufsteigend erweitert. Im vergangenen Schuljahr 2015/2016 galt das Elternwahlrecht für die Jahrgänge 1,2,3, 5,6 und 7. Im Schuljahr 2016/2017 kommen die Jahrgänge 4 und 8 hinzu, so dass damit die inklusive Schule nun bereits in den ersten acht Schuljahrgängen der öffentlichen allgemein bildenden Schulen eingeführt ist. In diesen Jahrgängen haben Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf einen Rechtsanspruch auf entsprechende Förderung in der inklusiven Schule. 

Ziel des Kultusministeriums ist es, auch im neuen Schuljahr die Rahmenbedingungen an den niedersächsischen Schulen weiter zu verbessern. Hierzu gehört in diesem Schuljahr insbesondere, den begonnen Dialogprozess zur Arbeitsbelastung und Arbeitszeit der Lehrkräfte fortzusetzen. Die Aus- und Bewertung der Online-Befragung von rund 10.000 niedersächsischen Lehrkräften zu deren Belastungssituation sowie das Einsetzen einer Expertenkommission zum Thema Arbeitszeit stehen hier im Mittelpunkt. 

Auch im Bereich Ganztag sind weitere Fortschritte zu verzeichnen, die Zukunftsoffensive Bildung läuft nach wie vor auf Hochtouren. Bereits heute sind rund 1.700 der etwa 2.670 öffentlichen allgemein bildenden Schulen in Niedersachsen Ganztagsschulen - mit deutlich mehr Ressourcen als früher. Bis Ende 2020 stellt Niedersachsen insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro für die Ganztagsschulen zur Verfügung - allein 61 Millionen Euro in den kommenden zwei Jahren. Um die Qualität der Ganztagsschulen weiter zu stärken, setzt die neue Koordinierungsstelle „Ganztägig bilden" im Niedersächsischen Kultusministerium u.a. auf Ganztagsschulnetzwerke, die ab diesem Schuljahr verstärkt und ausgebaut werden sollen. Das Ziel: Voneinander und miteinander lernen, wie Ganztag noch besser gestaltet werden kann.

Schreibe einen Kommentar