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Neue Fotoausstellung in der GAF: »Hure oder Heilige« - Frau sein in Italien

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Die Fotografin Franziska Gilli spürte den Frauenbild in Italien nach Jens Schade Die Fotografin Franziska Gilli spürte den Frauenbild in Italien nach

HANNOVER. Mit dem Thema „Frau sein in Italien“ beschäftigt sich die neue Fotoausstellung in der Galerie für Fotografie in der Südstädter Seilerstraße (Eisfabrik). Die beiden aus Süd-Tirol stammenden Autorinnen Franziska Gilli (Fotografien) und Barbara Bachmann (Text) sind der Frage nach dem Frauenbild nachgegangen. Die Ergebnisse ihrer Recherche haben sie im Buch »Hure oder Heilige - Frau sein in Italien« veröffentlicht, welches die Grundlage für diese Ausstellung bildet. Heute Abend (13. Juli) wurde die Bilderschau mit einführenden Worten von Prof. Rolf Nobel und der Fotografin Franziska Gilli eröffnet.

„Die dominierenden Pole sind zwei sich seit Jahrhunderten wiederholende Narrative: die Hure und die Heilige, Maria Magdalena und die Jungfrau Maria“ meinen die beiden Autorinnen. Und weiter: „In wenigen Ländern Europas sind derart festgefahrene weibliche Stereotype so weit verbreitet wie in Italien. Lasziv tanzen junge Frauen durchs Hauptabendprogramm, seit Jahrzehnten. Die Mutter ist Ikone, gleichzeitig wird im Land der Kavaliere und Charmeure im Durchschnitt alle drei Tage eine Frau, meist von ihrem Partner, ermordet.“ Doch es gibt auch ein anderes Italien, in dem die widersprüchlichen Verhältnisse anprangert werden und in dem sich „eine der lautesten, feministischen Bewegungen Europas“ gebildet hat: Auch dies ist fotografisch dokumentiert.

Noch bis zum 21. August 2022 sind die Fotos in der GAF zu sehen. Geöffnet ist die Fotogalerie donnerstags bis sonntags von 12-18 Uhr. Für den 15 Juli ist um 18 Uhr es eine Buchvorstellung angekündigt.


Prof. Rolf Nobel eröffnet die Fotoausstellung

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